Samstag, 23. Januar 2010

Kriegsspiele im Klassenzimmer - Bundeswehr wirbt an Schulen

Dutzende Jugendoffiziere werben an Schulen und Unis für weltweite Militäreinsätze der Bundeswehr

Die deutsche Armee schließt immer mehr Kooperationsabkommen mit Landesschulministerien. Doch der Protest gegen diese unselige Zusammenarbeit von Militär und Schule wird lauter.

"Globale Konfliktvermeidung und Krisenbewältigung" sowie die "nationalen Interessen" Deutschlands sollen baden-württembergischen Schülern von nun an näher gebracht werden. Dazu unterzeichneten Kultusminister Helmut Rau (CDU) und Generalmajor Gert Wessels, Befehlshaber des regionalen Wehrbereichskommandos, am 4. Dezember vergangenen Jahres eine Kooperationsvereinbarung. Neben der Durchführung von Vortragsveranstaltungen in Klassenzimmern werden die 94 hauptamtlichen Jugendoffiziere der Bundeswehr - junge, rhetorisch geschulte Soldaten mit Führungserfahrung - nun auch in die Aus- und Fortbildung von Referendaren und Lehrkräften eingebunden.

Zudem bietet die Bundeswehr den Lehrkräften sowie Vertretern der Schulaufsicht Besuche in militärischen Einrichtungen an. Es ist die bundesweit vierte Kooperationsvereinbarung zwischen der Bundeswehr und einem Landesschulministerium. (...)

In Schleswig-Holstein wurden Elternvertreter nach einem Schulausflug einer achten Klasse gegen die Beeinflussung ihrer Kinder durch die Bundeswehr aktiv: Ein Soldat pries den jungen Leuten unverhohlen den Schießsimulator der Armee an, dieser sei "tausendmal besser" als jede Playstation-Spielkonsole.

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