Freitag, 14. Mai 2010

Agrarsubventionen der EU: Großkonzerne sahnen ab

Die EU haut Jahr für Jahr milliardenschwere Subventionen raus. Statt der regionalen Landwirtschaft profitieren vor allem Großkonzerne.

Große Agrarkonzerne haben im vergangenen Jahr am meisten von den EU-Agrarsubventionen profitiert. Mehr als 7,5 Milliarden Euro verteilte Brüssel im Vorjahr an die deutsche Landwirtschaft, fast 1,5 Milliarden davon gingen nach Bayern. Die größten Empfänger waren Molkereien, Zuckerproduzenten und Tiermastbetriebe. Kleinbäuerliche Familienbetriebe finden sich unter den Großempfängern hingegen nicht. Die höchsten Subventionen erhielt der Bremer Nordmilch-Konzern (51 Millionen Euro), gefolgt von Südzucker (42 Millionen) und dem Zuckerhändler Pfeifer und Langen (17 Millionen). Das geht aus einer Liste hervor, welche die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung am Montag veröffentlicht hat. (...)

Auch einheimische Großbauern zählen zu den wichtigsten Profiteuren: So erhält der Unternehmer Albert von Thurn und Taxis, der auf der Forbes-Liste der 500 reichsten Menschen der Welt steht, für die Betriebe des Fürstenhauses mehr als eine Million Euro Fördergeld. Zudem sind agrarferne Konzerne wie RWE (589.000 Euro), BASF (197.000 Euro) und der Waffenkonzern Rheinmetall (83.000 Euro) unter den Empfängern.

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Anmerkung: Was soll man dazu noch sagen? Die reichsten Menschen der Welt lassen ihre Firmen, mit denen sie unablässig weiteren Reichtum scheffeln, durch Steuergelder in abenteuerlicher Höhe subventionieren - und auf der Seite der dafür Verantwortlichen findet man das richtig und gut. Ich entschuldige mich für die drastische Wortwahl, aber deutlicher könnten diese Leute den Bürgern der EU kaum ins Gesicht spucken, ohne schiere Gewalt anzuwenden. Dieses komplette wirtschaftsfaschistische Konstrukt namens EU, das mit dem "Vertrag von Lissabon" (der gar kein Vertrag ist, weil die Abgeordneten im Bundestag und anderen Parlamenten ihn gar nicht im Detail kannten, als sie darüber "abgestimmt" haben) zementiert wurde, muss vollständig aufgelöst werden, um diesem Sumpf aus Korruption, Manipulation und Lobbyismus zu entkommen.

Es ist alles so offensichtlich falsch, dass man einfach nur noch kopfschüttelnd und mit einer grausigen Gänsehaut ohnmächtig davorstehen kann, um ungläubig mitanzusehen, dass die neoliberale Bande trotzdem immer weiter macht - bis das Pulverfass schlussendlich explodiert.

Aber diese Explosion - soviel Prophezeiung sei erlaubt - wird diejenigen, die ihr Schäfchen im Trockenen haben, nicht betreffen. Alles wie gehabt, im Westen nichts Neues.

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