Donnerstag, 25. Februar 2016

Song des Tages: The Partisan




(Song von Anna Marly [Musik] und dem französischen Résistance-Kämpfer Emmanuel d'Astier [Text] aus dem Jahr 1943, interpretiert von Leonard Cohen in einem Konzert in Helsinki [Finnland], 2008; zuerst auf dem Album "Songs from a Room", 1969)

When they poured across the border
I was cautioned to surrender,
this I could not do;
I took my gun and vanished.

I have changed my name so often,
I've lost my wife and children
but I have many friends,
and some of them are with me.

There were three of us this morning
I'm the only one this evening
but I will go on;
the frontiers are my prison.

An old woman gave us shelter,
kept us hidden in the garret,
then the soldiers came;
she died without a whisper.

Les Allemands étaient chez moi (the Germans were at my home)
ils m'ont dit "Résigne-toi" (they said, "Surrender,")
mais je n'ai pas pu (this I could not do)
j'ai repris mon arme (I took my weapon again)

J'ai changé cent fois de nom (I have changed names a hundred times)
j'ai perdu femme et enfants (I have lost wife and children)
mais j'ai tant d'amis (but I have so many friends)
j'ai la France entière (I have all of France)

Un vieil homme dans un grenier (an old man in an attic)
pour la nuit nous a cachés (hid us for the night)
les Allemands l'ont pris (the Germans captured him)
il est mort sans surprise (he died without surprise)

Oh, the wind, the wind is blowing,
through the graves the wind is blowing,
freedom soon will come;
then we'll come from the shadows.



Anmerkung: Dieses alte Lied ist heute so aktuell wie seit seiner Entstehung nicht mehr. Cohen bringt es fertig, die Durchhalte-Textzeile "Freedom soon will come" zu einer Musik zu singen, die vor lauter offensichtlicher Resignation und tiefer Trauer keine derartigen Hoffnungen mehr zulässt. So fühlt jemand, der weiß, dass sein Kampf vergeblich ist, das aus gewissen Gründen aber nicht laut sagen zu dürfen oder zu können meint.

Wenn der Widerstand wie ein Requiem klingt, sind die Gräber längst geschaufelt und der Zug, in den man in Richtung Zukunft einsteigen möchte, befindet sich schon überfüllt im übernächsten rückwärtigen Bahnhof, kurz vorm Krematorium.

Kommentare:

BürgerHH88 hat gesagt…

Warte nur, die Zeit ist nahe, in der Bazillen wie du beim großen Reinemachen ausgemerzt werden. Du und der Rest der linken Pest darfst dich drauf freuen.

Charlie hat gesagt…

@ Bürger-Karikatur: Yeah. Und morgen die ganze Welt ... gell? Idioten wie Du illustrieren deutlich die evolutionäre Sackgasse der Spezies Mensch.

jakebaby hat gesagt…

Den solltest du unbedingt melden!
Ein 'Buerger mit Vor & Nachnahme Heil Hi.... sollte leicht aufzuspueren sein ... oder vielleicht auch nicht .... ?

Charlie hat gesagt…

@ Jake: Der "Bürger" dürfte einer der glühenden Nazis vom ehemaligen "kreuz.net" sein, mit denen ich seinerzeit, als es die Seite noch gab, so manche verbale Auseinandersetzung hatte. Bis heute erreichen mich ständig entsprechende Hassmails mit Mord- und Vergasungsdrohungen usw., von denen einige im sprachlichen Stil dieses Kommentars verfasst sind. Man muss das nicht ernst nehmen. ;-)

Normalerweise lösche ich solchen debilen Kommentarspam hier im Blog, aber gerade beim Résistance-Song, der noch dazu von einem Juden gesungen wird, halte ich es für eine gute Idee, das ausnahmsweise mal stehen zu lassen.

Charlie hat gesagt…

Wie schnell die kapitalistische Content-Mafia doch ist: Vor nicht einmal zwei Tagen war das Video noch "frei zugänglich", heute ist es aufgrund eines ominösen "Copyright"-Bullshits für Blogs aus Deutschland gesperrt. Man muss sich das genüßlich auf der Zunge zergehen lassen: Ein Song aus dem Jahr 1943, der aus dem Widerstand gegen den Nazi-Terror stammt und von einem jüdischen Musiker 2008 in Finnland gesungen wurde, wird 2016 von einer amerikanischen Firma aufgrund von "Copyright-Verstößen" gesperrt.

Man könnte sich so einen grotesken Irrsinn gar nicht ausdenken, wenn er nicht live vorgelebt würde. Als ob die Vollidioten von "SME" aufgrund dieser Verlinkung auch nur eine einzige DVD weniger verkaufen würden. Diese gruseligen Krämerseelen zerstören nicht bloß den Planeten, sondern nachhaltig auch jede Kultur und Erinnerung.