Donnerstag, 6. Juli 2017

Die Aliens und die mit Wasser gefüllten Beutel


In einem der Blogs auf den Seiten von spektrum.de habe ich kürzlich einen hübschen, kleinen Text gelesen, in dem sich die Autorin der Frage widmet, "Warum wir [bislang] keine Aliens gefunden haben (oder sie uns)":

100 Milliarden bewohnbare Planeten könnte es allein in unserer Milchstraße geben, schätzte Seth Shostak vom SETI-Institut in einem aktuellen Vortrag (18.6.2017) auf der Future Con, einer Veranstaltung im Grenzbereich von Wissenschaft, Technik und Science-Fiction.

Als interessierter Hobby-Kosmologe und wissenschaftlich geschulter Science-Fiction-Liebhaber habe ich dort zwar nichts neues, dafür aber eine recht nett formulierte These gefunden, die ich – nicht erst seit gestern – ganz besonders bedenkenswert finde. Unter dem Titel "Die Erde steht unter Quarantäne" schreibt die Dame:

Wir sind vielleicht zu primitiv, oder zu aggressiv oder schlicht zu zerstörerisch. Möglicherweise hat der Galaktische Rat (wenn es soetwas [sic!] gibt) ein Kontaktverbot erlassen. Davon würden wir nur erfahren, wenn es jemand missachtet. Das wäre dann aber vermutlich kein angenehmer Zeitgenosse.

Mir geht diese These allerdings noch lange nicht weit genug (in diesem Kontext sei auch auf die Kommentare dort drüben verwiesen, die ungewöhnlich "untrollig" und großteils sehr lesenswert sind), denn falls es tatsächlich intelligente extraterrestrische Lebensformen geben sollte, die "unseren" [*lol*] kapitalistischen Katastrophenplaneten entdeckt haben, wäre es sogar zwingend logisch, jedweden Kontakt mit dieser Menschheit unbedingt zu vermeiden – andernfalls wäre eben jene Intelligenz ja unverzüglich in Frage zu stellen und das Thema mithin redundant. Ein intelligentes Wesen käme unvermeidlich zu dem Schluss, dass es sich bei diesen Menschen – zumal denen, die auf diesem Planeten "das Sagen haben" – lediglich um "größtenteils mit Wasser gefüllte Beutel" (Zitat aus Star Trek: Das nächste Jahrhundert) handelt, die sich selbst und ihren Lebensraum seit dem Beginn der sogenannten Zivilisation konsequent zerstören, ausbeuten, töten und zugrunde richten – und diese apokalyptische Farce mit zunehmender Technisierung immer weiter verstärken, anstatt endlich klug zu werden.

Dabei gibt es genügend Beispiele aus der Science-Fiction-Literatur, in denen höchst unterschiedliche, teilweise auch sehr komplexe Szenarien entworfen wurden, wie eine solche außerirdische Lebensform aussehen und wie sich der Kontakt zu ihr gestalten könnte – allerdings kennt die kaum jemand, denn im "Mainstream" gibt es bis auf ganz wenige Ausnahmen, zu denen Teile des inzwischen ebenfalls durch Hollywood und die übliche kapitalistische Habgier in rauchende, zerfallende Ruinen gelegten Star-Trek-Universums gehören, fast ausschließlich kriegerische, extrem dumpfe Horrorszenarien, die genau dem barbarischen Entwicklungsstand der Menschheit, nicht aber den wahrscheinlichsten Zielen irgendwelcher intelligenter Aliens entsprechen. Die bekannten, meist stinklangweiligen und oberflächlichen Hollywoodschinken aus diesem Genre ("Alien", "Independence Day", "Krieg der Welten" etc.) behandeln ja allesamt nichts weiter als eine billige Allegorie dessen, was der Kapitalismus und seine Schergen seit Jahrhunderten auf der Erde anrichten. Intelligenz sucht man hier selbstverständlich vergebens.

In diesem Zusammenhang möchte ich exemplarisch den "epischen" Roman "Der Splitter im Auge Gottes" von Larry Niven und Jerry Pournelle aus dem Jahr 1974 empfehlen. Es gibt nur wenige Bücher aus dem SF-Genre, die ich ebenso faszinierend finde und die mich so gefesselt haben, dass ich tagelang nicht ansprechbar war:

In ferner Zukunft: Die menschliche Rasse hat einen Teil der Galaxis besiedelt, hat Großreiche gegründet, die wieder zerfielen, hat Bürgerkriege ausgefochten und neue Imperien aufgebaut, ist in interstellares Neuland vorgedrungen – auf eine andere intelligente Rasse ist sie nie gestoßen. Da naht aus dem Bereich des Kohlensack-Nebels, aus einem System, dessen Zentralgestirn "Splitter im Auge Gottes" genannt wird, ein rätselhaftes Flugobjekt – eine Sonde, die von einem Lichtsegel angetrieben wird. Ein Schiff der Raumflotte fängt das Objekt ab, bevor es in eine Sonne stürzt. Das seltsame Lebewesen, das sich an Bord befindet, kommt bei dem riskanten Bergungsmanöver ums Leben. Es war der Abgesandte einer völlig andersartigen, offensichtlich uralten und technologisch hochentwickelten Rasse. Hatte er die Möglichkeit, vor seinem Tod eine Botschaft an seine Heimatwelt abzusetzen? Hat er die Begegnung mit den Menschen als Angriff auf sich und sein Schiff interpretiert? Es gibt nur eine Möglichkeit, der potentiellen Gefahr zu begegnen und guten Willen zu beweisen: das Heimatsystem der Fremden aufzusuchen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Diese Kurzbeschreibung wird dem fast 900 Seiten starken, eng bedruckten und tiefsinnigen Buch natürlich nicht gerecht, denn hier geht es – ohne spoilern zu wollen – nicht um irgendeine außerirdische "Bedrohung", sondern vielmehr um die krankhafte, paranoide, selbstzerstörerische menschliche Spezies, die selbst in "ferner Zukunft" – doch auch das ist nur ein literarisches Bild – nicht gelernt hat, das kapitalistische Denken des Eigennutzes zu überwinden. Ich empfehle die Lektüre wärmstens.

Kommentare:

Fluchtwagenfahrer hat gesagt…

Moin Charlie,
schön das du mal wieder ein paar alte Schinken aus der wirklich, größtenteils
guten, alten SF-Zeit empfiehlst.
Autoren und Buch war bekannt.
Zu deinem Einwurf das es traurig ist was Hollyholz da so treibt, kann ich dir nur zustimmen. Ich wette es gibt zigtausend gute bis wirklich sehr gute Story`s die in Buchform vor Jahrzehnten geschrieben worden sind, zeitlose, teils kritische,intelligente SF, aber was passiert: Spiderman die achtunddröffzigste, Marvel, DC, Starwars die vergessenen Episode: "Dath Vader im Mutterleib" usw.usw.
Aber merke: Es jeht um dat Jeld wie immer. Kapitalinteressen stehen an erster Stelle, an zweiter, an dritter ect.
Zum Thema ET, ich wünschte mir sehr, das ein intelligenter extr. Großvater vorbeikommt, den Ar....geigen (Menschen) an den Löffeln zieht und sagt jetzt ist Schluss mit dem Scheiß, benehmt euch, ein paar von euch haben ja das Potenzial.
So sitze ich hier aufm Dorf, warte mit meinem Handtuch, dem selbst gelöteten Sub-Etha-Sens-O-Maticl bis sich endlich eine intelligente Lebensform zeigt.
Schei... muss schnell weg, die Zeugen J kommen und es sieht so aus als wenn sie welche voner XPD dabei hätten.
Tschau und LG

Anonym hat gesagt…

Stanislaw Lem hat ja ne schöne Geschichte zum Thema "Aufnahme in den Galaktischen Rat" geschrieben...
und es gibt eine Geschichte (Afred Bester?) wo die Wellen der Nuklearen Explosionen durch Weltall fliegen und es da draussen "Völker",die nicht reagieren und andere,die auf den Weg machen...

Troptard hat gesagt…

Hallo Charlie!

Mal ganz naiv gefragt, ist diese Science fiction Literatur eigentlich etwas Spezifisches, was aus der westlichen,kapitalistischen Kultur entstanden ist, oder findet sich das auch bei Asiaten, Indern, Arabern, Afrikanern etc. wieder.

Wenn ich das mit meinem bescheidenen Kenntnissen über Astronomie und der Physis des Menschen in einen Zusammenhang bringe, dann sind das auch für mich schöne Produkte der Fantasie, denen auch ich nicht widerstehen kann, aber gleichzeitig immer mit der Ahnung, dass wir Menschen Produkt dieser Erde sind und daraus wohl nicht heraustreten können, sondern daran gebunden bleiben.

Und wenn ich davon ausgehe, dass das, was wir unter Leben verstehen, also unseren Vorstellungen davon, uns entspricht, bis heute 4 Milliarden Jahre benötigt hat und unsere Sonne noch "unglaubliche" 1 Milliarde Jahre bis zu ihrem finalen Ende zur Verfügung steht, so ist das für die Entwicklung von Leben ein verdammt langer Zeitraum. Ich habe da keine Idee, wie sich Kommunikation oder Kontakte zu anderen Leben realisieren kann.

Möglicherweise sind wir in unserem Zeithorizont wirklich eine Ausnahmeerscheinung, weil ähnliche Entwicklungen in der Galaxie bereits abgelaufen sind oder erst beginnen,so, dass wir sie, selbst wenn wir wollten, gar nicht wahrnehmen können.

Aber eigentlich, so wie ich das verstanden habe, geht es gar nicht unbedingt um den Kontakt mit irgendwelchen Extraterresten und wie sich dieser Kontakt gestaltet, sondern vorrangig um das destruktive Potential der kapitalistischen Moderne und die Ohnmacht seiner Insassen, sich dagegen zu wehren.

Selbst wenn ich grosszügig wäre und als Extraterrestre auf der Erde erscheinen würde, so würde ich mich nicht einmischen, sondern nur eine Empfehlung geben: Löst Eure Probleme alleine. Wenn sie andere für Euch lösen, lernt ihr daraus nichts.

Schirrmi hat gesagt…

Hi Charlie,

danke für die Empfehlung! Habe mir ein gebrauchtes Exemplar bestellt und bin gespannt.

Liebe Grüße,
Schirrmi

Anonym hat gesagt…

"Star Trek the Motion Picture" V`ger/ Kohlenstoffeinheiten/"Verschmutzung"
nicht zuvergessen
Manchmal sind wir das Fremde,das wir nicht erkennen können oder
gar wollen,
sei es bewusst oder wg eines eingebauten Selbstschutzes?!

altautonomer hat gesagt…

Meine Aliens sind schon da:
1. http://www.tagesspiegel.de/berlin/chaoten-oder-heilsbringer-danke-liebe-antifa/9382378-all.html

2. http://www.zeit.de/freitext/2017/07/06/g20-hamburg-demonstranten-ann-cotten/

Charlie hat gesagt…

@ Troptard: Deine Frage kann ich Dir leider nicht beantworten, da ich mich in der Literatur aus anderen Kulturkreisen (Afrika, ferner Osten etc.) zu wenig auskenne. Allerdings hat auch der "real existierende Sozialismus" nicht wenige auch heute noch sehr empfehlenswerte SF-Werke hervorgebracht - Stanislaw Lem wurde als Beispiel ja schon genannt.

Ursprünglich war die "moderne" Science Fiction, also ab den 50er Jahren, ein reines Unterhaltungsformat, das - von Ausnahmen abgesehen - in literarischer Form nur in Spartenzeitschriften und Groschenheften publiziert wurde. Das hat sich erst in den 60ern und insbesondere den beiden Jahrzehnten danach geändert. Aus diesen 30 Jahren stammen denn auch die bedeutendsten und meisten Werke, die über den bescheidenen Anspruch, bloße Unterhaltung zu sein, hinausgingen. Das waren entgegen landläufiger Annahmen sehr, sehr viele, jedoch sind die meisten dieser Bücher heute leider längst in der Vergessenheit versunken und allenfalls noch antiquarisch zu bekommen.

Im weiteren Verlauf Deines Kommentars sprichst Du die "Oberste Direktive" aus dem Star-Trek-Universum an - also die strikte Anweisung der Nichteinmischung in die Entwicklung fremder, "unterentwickelter" Zivilisationen. In diesem Punkt bin ich zwiegespalten, denn einerseits kann ich den zugrundeliegenden Gedanken gut nachvollziehen, andererseits hielte ich es für die Pflicht einer tatsächlich zivilisierten Intelligenz, korrigierend einzugreifen, um akutes Leiden und Sterben zu lindern bzw. zu verhindern. Das gilt freilich nur dann, wenn Eigennutz hier keine Rolle mehr spielt - die Menschheit spielt hier also gewiss nicht mit. Aber das ist ein wieder ganz anderes Thema, das zudem philosophische Aspekte berührt (siehe z.B. die Frage, ob durch die Rettung der Einen nicht vielleicht die möglicherweise nachfolgende Erblühung Anderer verhindert würde - es gibt heute beispielsweise nicht wenige WissenschaftlerInnen, die die Meinung vertreten, dass die Säugetiere auf der Erde, und damit auch die Menschen, ohne das große Dino-Sterben vermutlich nicht zur dominanten Lebensform geworden wären).

Gerade solche Spekulationen und ihre vielfältigen möglichen Auswirkungen, Varianten und Antithesen bilden ja das Grundgerüst der "modernen" SF-Literatur, die ich so liebe. Dazu ein kleines Beispiel von Herbert W. Franke aus dem Jahr 1960: "Das Gebäude".

Liebe Grüße!

Fluchtwagenfahrer hat gesagt…

Moin,
@Altauto ja das mag sein mit deinen Aliens, aber.... das mit dem an den Ohren ziehen haut weiterhin nicht hin.
Das absurdeste an der ganzen Geschichte ist, wenn man die Kommentare der lieben Bürger so liest, das immer von "Gewaltbereiten" bzw. ausübenden Linken gesprochen wird.
Muhahahahh, Idioten.
Die merken nicht wie der Staat permanent Gewalt gegen sie ausübt, es wird gegrummelt wenn der Ausweis irgendwo in fucking HH gezeigt werden muss,der eigene Parkplatz vor der Tür gesperrt wird, aber es ist ja für meine Sicherheit, Muhahhaha.
Schnitt.
M.M. nach müssen die Aliens begreifen das Demonstrationen ein Kampf gegen die herrschende Elite sind, die einem Sinn und Zweck dienen. Wenn diese These so stimmig ist, muss die Entscheidung her ob der Kampf angenommen wird. Als nächstes eine Strategie und Taktik entwickeln wie das Ziel zu erreichen ist und zwar angepasst an die Zeit & Situation. Nix gegen die Jungs & Mädels, aber die Art der Protestbewegung ist much more oldschool oder sagen wir besser Protest 1.0
LG

Charlie hat gesagt…

@ Fluchtwagenfahrer: Es freut mich ja sehr, dass Du dieses Buch bereits kanntest! :-) Du hast indes, wie so oft, recht: Nicht nur in Sachen Film, sondern natürlich auch in der Literatur geht es nur noch um Geld, und um nichts anderes mehr. Ich glaube beispielsweise nicht, dass heute bedeutend weniger gute, kritische Literatur (nicht nur SF) geschrieben wird - allerdings erfährt davon niemand, wenn diese Texte von großen Verlagen nicht mehr veröffentlicht werden.

Vor 50, 40, sogar 30 Jahren war das noch ein wenig anders - da sind sogar im ansonsten auf literarische Qualität scheißenden Heyne-Verlag in der SF-Sparte noch hochkomplexe Bücher erschienen, die alles andere als "massentauglich" waren, wie beispielsweise der Roman "Die Grenzen von Ulan-Bator" von Pierre Giuliani (1986) oder die grandiose Kurzgeschichtensammlung "Spaziergänge am Rande des Abgrunds" von Alain Dorémieux (1982), um nur zwei willkürliche Beispiele zu nennen.

Heute gibt's solche Publikationen nicht mehr oder nur noch in Kleinstauflagen in Spartenverlagen. Dasselbe findet im Filmbereich statt. Auch dort war selbstverständlich auch vor Jahrzehnten bereits die Profitgier die treibende Kraft - und trotzdem sind Filme wie "Logan's Run", "2001" oder eine ganze Serienfolge wie das "Star Trek"-Universum entstanden, die man sich auch ohne zu befürchtenden Gehirnkrebs heute noch ansehen kann.

Ich höre mich schon an wie mein Oppa: "Früher war alles besser!!" ;-) Irgendwie stimmt das heute aber, fürchte ich.

Liebe Grüße!

Anonym hat gesagt…

Eine der wundebarsten und rätselhaftesten Geschichten ist aus dem Deep Space 9 Universum...
"Jenseits der Sterne"
Rassismus/Kommerz/Fantasie/Ptsd?!

promenadenmischung hat gesagt…

@ Anonym 6. Juli 2017 um 14:57:

Alien (nachdem er nach dem ersten Einsatz von Nuklearenergie gefragt hat und
auf die Zerstörung Hiroshimas verwiesen wird): >Hiroshima? Ein Meteorit?<

In dieser kurzen Frage ist das ganze Dilemma menschlicher Fehlentwicklung
zusammengefasst. Stanislaw Lem war eben ein Genie.

Anonym hat gesagt…

@Charlie:
Die "oberste Direktive" habe ich so verstanden,das sie speziell auf Prä-Warp-Planeten angewendet wird.
Erst wenn ein Planet alles zusammenschmeisst um einen Warpantrieb zustemmen kann der erste Kontakt stattfinden...
Das andere ist eine zwischenmenschliche Erfahrung,die man macht,wenn man "gebeten" wird einem befreundeten Paar mit Beziehungspoblematik zuhelfen...
wo man sich dann am Ende entscheiden muss Er oder Sie!!!Ende der Freundschaft.
Und die Prime Directive ist das weitergedacht ;-)

Charlie hat gesagt…

@ Anonym: Das ist jetzt ziemlich weit abseits des eigentlichen Themas, aber sei's drum: Die "Oberste Direktive" soll im Star-Trek-Universum tatsächlich vornehmlich Prä-Warp-Zivilisationen vor Einschmischungen von außen schützen, ist aber keineswegs darauf beschränkt. Wie schwierig die Umsetzung jedoch ist, wurde in der Serie ja oft genug gezeigt - selbst der über jeden moralischen Zweifel erhabene Jean-Luc Picard hat sie im Laufe seiner Serienkarriere mehrmals nicht beachtet, und Madame Janeway hat sogar wiederholt und explizit (also nach reiflicher Überlegung und Abwägung) dagegen verstoßen.

Gerade diese Folgen sind oft die spannendsten, weil sie eben Fragen aufwerfen, die ansonsten in diesem Unterhaltungsrahmen nicht gestellt oder gleich durch das autoritäre Gegenteil ersetzt werden. Und gleichzeitig sind sie auch ein Beispiel dafür, dass es ein erstrebenswertes, gar nicht hoch genug zu bewertendes Ziel sein muss, unablässig dafür zu werben, in jedweder Hierarchie nicht blind und stumpf Befehle oder Vorschriften zu befolgen, sondern zuerst den eigenen Kopf einzuschalten und zu hinterfragen, ob das, was man da exekutieren soll, sinnvoll und vertretbar ist. Allein für diese Botschaft ist Gene Roddenberry und seinen nachgefolgten MitstreiterInnen schon auf Knien zu danken.

Heute ist allerdings auch Star Trek - wie der Rest der Profitmaschinerie - ebenso tot wie die SPD. Für solvente, habgierige Investoren gibt es keine "Oberste Direktive".

Liebe Grüße!