Montag, 9. November 2015

"Das Ich ist in den Mittelpunkt gerückt": Kapitalismus und Esoterik


Im Auftrag des WDR hat das "Meinungsforschungsinstitut" EMNID eine repräsentative Umfrage zum Thema "Zusammenhalt und 'Wir-Gefühl'" durchgeführt. Eine - selbstredend weitgehend informations- und hintergrundfreie - Berichterstattung dazu gibt es hier. Das wenig überraschende Ergebnis lautet denn auch, dass Egoismus und Egozentrik fürstliche Triumphe feiern, während sozialer Rückhalt und Solidarität allenfalls noch im familiären und freundschaftlichen Umfeld wahrgenommen wird - allerdings auch dort mit deutlich abnehmenden Tendenzen. So weit, so erwartbar.

Natürlich werden auch in diesem Bericht die notwendigen - und offensichtlichen - Fragen gar nicht erst gestellt. Wie sollte ein "gesellschaftliches Zusammenleben" verschiedenster Menschen in einem radikalen, inhumanen Konkurrenzsystem sich denn auch anders entwickeln? Der Kapitalismus produziert zwingend und äußerst logisch eine derartige Pervertierung. Es hätte gar keiner solchen Umfrage bedurft, denn die fatalen Auswirkungen des lächerlichen Wettbewerbsprinzips sind ja zunehmend tagtäglich zu erleben - sowohl im persönlichen Umfeld, als auch regional und auf größerer und globaler Ebene. In diesem System schreit alles und jede/r zuerst laut "Ich!", ganz egal ob es sich nun um einzelne Individuen, lokale oder regionale "Vertretungen" aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft oder um die "große Bühne" der Politik und Konzerne handelt. Das ist ein Wesensmerkmal des Kapitalismus.

Solche oder auch nur annähernd ähnliche Gedanken sucht man beim WDR vergebens - dort wird stattdessen scheinheilig und unbeirrbar gehirnzersetzend geschlussfolgert:

Was macht der WDR mit den Ergebnissen? "Wir wollen das gesellschaftliche Wir in den jeweiligen Regionen in unserem Programm abbilden. Das ist eine Kernaufgabe der Lokalzeiten", sagt Ulrike Wischer, Leiterin der Programmgruppe Regionales. In den elf Lokalzeit-Sendungen in NRW geht es deshalb im November in sechs Beiträgen um Flüchtlinge und Probleme der Integration und um Geschichten von sozialem Engagement in allen Bereich[en] des gesellschaftlichen Lebens. Erzählt wie immer: "Nah dran an den Menschen aus der Region".

Ja, auf diese Weise wird sich das fatale Problem sicher schnell lösen lassen. Ich bin mir inzwischen nicht mehr ganz so sicher, ob in den hochbezahlten Redaktionsstuben des "öffentlich-rechtlichen Rundfunks" nicht doch in erster Linie SatirikerInnen ein gutes Auskommen finden. Auf eine solche Merkel-Sonneborn'sche Wortwahl muss man auch erstmal - wahrscheinlich nach dem Konsum wildester Drogen - kommen: "Wir wollen das gesellschaftliche Wir ..." Als nächstes veröffentlichen diese Irren bestimmt eine Abhandlung mit dem Titel: "Über die zunehmende Solidarität und selbstlose Hilfsbereitschaft der LeistungssportlerInnen im blutigen Wettkampf um die Medaillenplätze und Siegerprämien".

Was eine derartige, ständig betriebene Realitätsverzerrung letztlich mit dem menschlichen Gehirn anstellt, hat kürzlich ein Kommentator bei unseren lieben Eso-Freunden wieder einmal öffentlich zur Schau gestellt, indem er zu einem mehr als albernen "Revolutionsaufruf" des Eso-Papstes Wecker ohne jeden erkennbaren Anflug von Ironie schrieb:

Denn erst, wenn niemand mehr "wir" sagt, wenn er nur "ich" meint; erst wenn keiner mehr sagt: "Wir brauchen eine Revolution", sondern alle sagen: "Ich mache eine Revolution", frei geboren, wie sie sind, nicht mehr dressiert von einer Erziehung zur Herrschaft, nicht mehr von Ideologien, Systemen, Gesetzen, Normen, Verhaltensregeln fremdbestimmt, sondern selbstbestimmt nur von ihrer Freiheit, – erst dann sind die Menschen wirklich bereit dazu, etwas zu ändern an ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit. / Und bis dahin ist wohl immer noch ein weiter Weg ...

Es ist zwar nicht weiter verwunderlich, dass solche lächerlichen Biene-Maja-Gedanken (die dennoch nicht nur einen leichten braunen Anstrich haben) im Eso-Umfeld zu finden sind - letzlich fasst "günni" hier das Geblubber von Wecker, Faulfuß & Co. nur verkürzt zusammen -, Angst macht es mir aber trotzdem. Diese typisch kapitalistische Zwangsfokussierung auf das Individuum bei gleichzeitiger Ignoranz der historischen, gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhänge sowie die geradezu Gauck'sche Überbetonung des "Freiheits"-Begriffes, der absurder gar nicht sein könnte im kapitalistischen System der totalen menschlichen Unfreiheit, illustrieren deutlich, wie dringend notwendig eine strikte Abgrenzung von solchen zwielichtigen Gruppierungen ist.

Man sollte Wecker seine salbungsvollen Worte aus jenem oben verlinkten "Aufruf" konsequent und zornig um die Ohren hauen - er selbst trägt schließlich seit Jahrzehnten nach Kräften dazu bei, inhaltlich zunächst völlig überflüssige und Spaltungstendenzen massiv fördernde religiös-esoterische Pseudogedanken in den linken Diskurs zu streuen, die für eine "Revolution von links" nicht nur unerheblich, sondern geradezu äußerst hinderlich sind.

Die Linke löst sich offensichtlich auf: Die einen sind längst angekommen im Kapitalismus und ebenso korrupt geworden wie das System; andere rennen rechten Rattenfängern und ihren "besorgten Bürgern" nach und merken nicht, dass sie so lediglich dem braunen Patriotismus und dem Völkischen huldigen; wieder andere schwören auf Voodoo-Zauber und religiöse "Führer" und suchen auf diesem Wege nach "Erlösung". Schnittmengen gibt es allenthalben, und stets steht das jeweilige "Ich im Mittelpunkt".

In Deutschland hat der Kapitalismus ganze Arbeit geleistet und jede linke Alternative für Jahrzehnte erfolgreich unterbunden. In elitären Kreisen knallen unablässig die Champagnerkorken, während das Geld in Fantastillionenhöhe wie von selbst unablässig in die privaten Speicher sprudelt und die große Mehrheit derweil zwangsläufig der Verelendung und zunehmenden Vereinsamung entgegen strebt. Es ist einfach nicht zu fassen.

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[Ohne Titel]



(Gemälde von George Grosz [1893-1959] aus dem Jahr 1920, Öl auf Leinwand, Kunstsammlung NRW, Düsseldorf)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Als ich die verlinkten, meinen Intellekt beleidigenden Kommentare von Anna und Günni las, bin ich ausgestiegen.

Der Eingangstext hier ist mir nicht eindeutig genug. Sowohl das WIR, als auch das ICH können in jeweils verschiedene Kontexte, damit meine ich in negative und positive, gestellt werden.

Das WIR benutzten die Sozialdemokraten im letzten Wahlkampf. Es hatte eine ausgrenzende Botschaft an das IHR. Negativ auch: WIR sind das VOLK. Ähnlich: Wir schicken Soldaten ins Ausland, wir beuten die Entwicklungsländer aus, wir essen pro Kopf jährlich 80 kg Fleisch, wir müssen den Gürtel enger schnallen. NEIN. Ich nicht.

In meiner politisch aktiven Phase habe ich gelernt, Politik der ersten Person zu befürworten. Das ist ein in der Frauenbewegung entstandenes politisches Konzept, welches eine Stellvertreterpolitik ablehnt, die Trennlinie zwischen “privat” und “öffentlich” zurückweist und die Politisierung der Privatsphäre beinhaltet. Also antipaternalistisch.

Das positive WIR setze ich heute in Zusammenhang mit Demonstrationen, Boykotts, Streiks, Solidarität, Empathie und gemeinsamen Aktionen, nach dem Motto "Alleine machen Sie Dich ein". Insofern hat das herrschende System ein Interesse an der weiteren Vereinzelung der Individuen, denn es es heißt doch: Gemeinsam sind wir stark.

Charlie hat gesagt…

@ Anonym: Selbstverständlich sind generalisierende Begriffe wie "Wir" oder "Ich" stets stark zu differenzieren. Es war vielleicht ein grober Fehler, dass ich dies hier unterlassen habe - allerdings bin ich davon ausgegangen, dass auch so verständlich ist, welche Formen des (positiven) "Wir" und (negativen) "Ich" hier gemeint sind, zumal die EMNID-Umfrage das ja ebenfalls illustriert.

Trotzdem sind Deine Hinweise richtig und wichtig.

Hier geht es konkret um die gegensätzlichen Konzepte "Solidarität und Empathie" vs. "Egoismus und Vereinzelung". Ersteres ist aus meiner Sicht dringend und schnellstmöglich nötig, während das zweite die politisch und "elitär" angestrebte und in weiten Teilen bereits erreichte Realität des kapitalistischen Systems abbildet.

Liebe Grüße!

Anonym hat gesagt…

Kleine Ergänzung: Insbesondere die Esoterik lebt vom ICH, von der Verlagerung der Ursachen sozialer, politischer und gesundheitlicher Probleme in das Individuum, an dem dann die Psychokratie herumbasteln kann..

Harri hat gesagt…

Die Linke löst sich langsam auf?

Das letzte Mal, wo ich so etwas in der Art von von Chance und Aufbruch gefühlt habe, war 1978 bzw. 79 mit der Alternativen Liste in West-Berlin, als die Schreihälse der K-Gruppen heiser und müde geworden waren.
Aber die wurde ja dann auch kurze Zeit später gleich von den Grünen gefressen, verraten und ver(ge-)kauft. Zeitgleich fehlte auch plötzlich das Wort "radikal" im Slogan der taz: "Täglich eine linke radikale Zeitung" .

Was gab es denn seitdem ? Nichts. Oder sag' es mir.

Heute bin ich umgeben von Zombies, die sich freudig, freiwillig und für viel Geld den für mich gruseligsten Gegenstand zulegen, den sich in seiner Perfidie nicht einmal George Orwell auszudenken vermochte: ein Smartphone.
Und dann gucken sich 22 Mio zumeist junge Landsleute solche Clips wie "Astronaut" von Sido auf Youtube an und halten sich für sozialkritische Wesen.

Für Revolutionen ist es zu spät , mich tröstet allein die Tatsache, dass der ganze Laden hier (unaufhaltbar - fünf vor 12 war gestern!) in sehr absehbarer Zeit ohnehin den Bach runtergeht. Stichwort "Tipping Point", nächster Atom-GAU, Völkerwanderungen, Trinkwasserkriege usw., usf.

Charlie hat gesagt…

@ Harri: Ich könnte jetzt eine lange Aufzählung von Organisationen und Initiativen beisteuern, die auch nach 1979 noch sehr wertvolle und wichtige Beiträge geleistet haben - aber mein Resümee fällt dennoch nicht weniger pessimistisch aus als Deines: Es war alles vergebens.

Ich versinke regelmäßig in üblen Depressionen, wenn ich darüber nachdenke, dass auch meine Kinder den zwangsläufig bevorstehenden "Neustart" des Kapitalismus (denn eine Abkehr von diesem Wahnsinn ist nicht abzusehen) mit all seinen Menschenopfern und Zerstörungen wohl hautnah erleben werden. Wenn es nur um mich ginge, wäre mir das ja egal - ich hatte zumindest zeitweise ein gutes Leben (wenn auch, was ich lange nicht wusste bzw. nicht wissen wollte, auf Kosten anderer). Die Jugend heute aber wird unweigerlich erneut die Dystopie durchleben. Ob das nun der faschistische Terrorstaat oder der totale Krieg sein wird - oder wieder einmal gar beides zugleich -, weiß noch niemand - einen "guten" Ausgang kann man jedoch getrost ausschließen.

Die hiesige, gnadenlos dämliche Bevölkerung arbeitet - heute wie damals - kräftig am Untergang mit und unterstützt die zerstörende "Elite", wo sie nur kann. Angesichts der Eso- und Pegida-Deppen, der CDU-, SPD-, Grünen-, AfD-, NPD- und Linken-WählerInnen kann ich nur noch schreiend davonlaufen und mir den Colt in den Mund schieben. Mich hindert einzig die Sorge um meine Kinder daran, den Abzug zu betätigen.

Liebe Grüße!

Fluchtwagenfahrer hat gesagt…

Moin Charlie,
du hast eine Handfeuerwaffe? Hier in Deutschland?? Bist wohl im Schützenverein:)UIUIUIUIUIUIUI
Lass das mal sein,erstens gibt's ne riesen Sauerei,selbst erlebt,
und zweitens wäre es sehr schade, denn es würde den(die) Falschen treffen.
Das mit der Sorge um die Kinder versteh ich, aber so Schei... das klingt,
da müssen die durch. Du kannst nur versuchen sie so gut es geht darauf vorzubereiten.
LG

Charlie hat gesagt…

@ Fluchtwagenfahrer: Keine Sorge - ich oller Pazifist besitze selbstverständlich keine Schusswaffe. ;-)

Ich frage mich allerdings schon seit Längerem, wie um alles in der Welt man Kinder auf das Kommende "vorbereiten" soll. Bis jetzt ist mir dazu - abgesehen von den üblichen und hoffentlich selbstverständlichen humanistischen Werten und dem stetigen Ermuntern zum eigenständigen Denken, zum Widerspruch und zur Empathie - nichts wirklich Sinnvolles eingefallen.

Viele Eltern aus der heutigen, sich allmählich auflösenden "Mittelschicht" versuchen ja, dieser Bedrohung dadurch zu entkommen, indem sie ihren Nachwuchs zu egoistischen, rücksichtslosen Monstern zu "erziehen" gedenken. Dass sie den Auflösungsprozess dadurch noch beschleunigen anstatt ihn aufzuhalten, ist den meisten wohl gar nicht bewusst bzw. egal, solange "nur" andere davon betroffen sind.

Es bleibt wohl nur die Hoffnung, dass in Bälde doch noch die "Enterprise" vorbeischaut und zumindest die Kiddies mitnimmt, damit sie das furchtbare Gemetzel auf diesem Planeten nicht mehr miterleben müssen. ;-)

Liebe Grüße!

epikur hat gesagt…

"Viele Eltern aus der heutigen, sich allmählich auflösenden "Mittelschicht" versuchen ja, dieser Bedrohung dadurch zu entkommen, indem sie ihren Nachwuchs zu egoistischen, rücksichtslosen Monstern zu "erziehen" gedenken."

Auch, aber nicht nur. Die meisten tun einfach so, als gäbe es das alles gar nicht: also kapitalistische Ausbeutung, Hungerlöhne, bittere Armut und so weiter. Darüber wird nicht gesprochen.

Und wenn die eigenen Kinder dann doch mal einen Obdachlosen sehen und fragen, warum der auf der Straße lebt und bettelt, dann ist er eben selbst schuld, will ja eh nur saufen oder gehört zur Zigeunermafia. Den Kindern wird die (Rest-)Empathie systematisch ausgetrieben. Dabei wollen die Eltern doch nur das Beste...

Fluchtwagenfahrer hat gesagt…

Moin, ja da hat der Epi recht.
Zusätzlich kommt die Gleichgültigkeit und die fehlende Neugier
dazu. Ich kann mich dunkel daran erinnern das ich als Jugendlicher (12 oder 13)
auch mal bei den sog. Pennbrüdern gesessen habe und mir deren Lebensgeschichte
anhörte. Nun gut, ich war noch jung und hörte nur deren Seite. Ob und welche soziale
Möglichkeiten es gab (oder nicht)um diesen Menschen zu helfen davon wusste ich nichts. Da lies wohl meine Neugierigkeit nach.
Und zum Thema "kapitalistische Ausbeutung"
Dummes Geschwafel, sind die doch selber Schuld, sollnse nicht so viel saufen, wer saufen kann, kann auch arbeiten, muss ich ja schließlich auch.
Schon mal gehört???
Solange ich Würstchen auf andere herabschauen kann, über die stehe, da geht's mir doch noch gut. Mein Selbstwertgefühl steigt und ich trete wieder freudig in die Pedale. Solidarität: Fehlanzeige.
Am Ende eines nicht mehr so fernen Tages, also unter dem fetten Summenstrich
sind wir dann wieder zusammen, als Zwangsgemeinschaft oder so.
Wenn da nicht noch der Kapo wäre!
Ich könnt kotzen.

jakebaby hat gesagt…

Es bleibt wohl weiterhin unberuecksichtigt, dass ein bewusstes Proletariat nicht/nie existiert/e.
Man kann AberMillionen dieser 'Klasse direkt ins Gesicht pissen und sie kriegen gerade mal noch die Lippen zusammen um das Maul zu halten.

Nur zB. hatte vor ein ein paar Jahren(unter schwarz/gelb) ein hohes Gericht Hartz-4&Co fuer Menschenunwuerdig((menschenunwuerdig sind auch Millionen sogenannter prekaerer VollArbeitsverhaeltnisse, welche noch nicht aufstocken) erklaert. Unverzueglich folgte die 'Spaetroemische Dekadenz' und danach wurde ein Jahr lang eine Debatte inszeniert, wonach man mit 5-euro(mit spaeterer Aussicht auf 8) mehr pro Monat die Menschenwuerde wieder herstellte. .... etc. .. wie gesagt nur ein Beispiel. ... und kein Aufmucken ...

Keine 'Lobby, keine Interessenvertretung, Millionen ohne Halt&Hilfe, somit auch ein Verlust an Solidaritaet/Empathy und zuzueglich gezielt verzweifelt/veraengstigt... darauf getrimmt nach Unten zu treten(wo auch immer ein Unten sein mag).
Und dieses Jahr brennen 100te von Asylantenunterkuenften... und auch dieses 'Unten wird wieder zum Alltag pervertiert. ...

Da mangelts nicht an Vergleichen und Scheisse siegt immer wieder durch primitiefste Simplizitaet.

Ein einsamer Prolet ....




Fluchtwagenfahrer hat gesagt…

Moin Jake du oller Proll,
(da sind wir ja schon zu zweit hihi)
Gestern Abend sprach so ein Börsenkommentator-Fuzzi, ach wie schlecht es doch EON
ginge bei fallenden Strompreisen blablabla fallende Gewinnmargen und der Kunde ja nichts davon hätte. Blabberblu. Mir viel fast der Kitt aus der Brille, also ist es wichtiger das EON nen guten Schnitt macht und wenn wir KUNDEN nichts von sinkenden Strompreisen haben,"scheiß drauf Ihr Idioten" Ich wäre gerne auf dem sog. Frankfurter Parkett gewesen und hätte ihm sehr gerne einen Tunnel in seine verweste Schnauze gehauen.
Aber wie gesagt fällt keinem auf, Machen wir halt ne Überstunde + der unbezahlten mehr. Jippi ey jaeh Schweinebacke.

jakebaby hat gesagt…

FWF,

Dementsprechend sind die Buerger auch darauf getrimmt, diverse Begebenheiten/Zustaende, vor allem anhand deren Beschreibungen, nicht auch nur annaehernd als die Fatalitaeten zu erkennen welche sie kosten.
Wenn schon seit Jahr&Tag mit Schoenheiten wie zB. Frieden, Freiheit, Liberty, ... der beschissendste, gehirnwaschende Schindluder getrieben wird, zaehlen auch Privat'isierung, Deregulierung/Entstaatlichung und die zB. diesbezueglich
notwendige 'Befreiung der (privat)Wirtschaft von staatlich(global)negativ-politischem Einfluss zur rentabelkostspieligen Kampagne, welch brachialem Einfluss ein Grossteil der Bevoelkerung, erfreulich profitabel, Folge leistet.

Ich kann es niemandem mehr uebel nehmen. Nach meinen paar Jahrzehnten Bewusstwerden dieser boesartig'einseitigen Beeinflussung, waere es schaebigst den Grossteil dieser Leute zu verurteilen. Sie leiden vor Allem an Mangel an Alternativen. ... Informativ und Sozial.

Gruss
Jake

jakebaby hat gesagt…

HdS/rr hat wieder zugeschlagen.

Erstmal ein sagenhaft paepstlichs Sacklutschen http://hinter-den-schlagzeilen.de/2015/11/17/vater-der-befreiungstheologie-unterstuetzt-den-papst/

Und dann das uebliche Deschawü. "Dennoch scheint die Evolution auf ein Ziel zuzusteuern: die Erschaffung von Lebewesen, durch deren Augen sich das Universum selbst betrachten und genießen kann." ... und missbraucht zB. "Moderne Wissenschaftler/Gestandene Wissenschaftler' ... "Kommt die Wissenschaft damit einem Gottesbeweis näher?" um seinen Mist zu untermauern.

„Gott wollte ein Universum, das nach und nach Lebewesen hervorbringt, die Gott ihrerseits lieben können.“

Der gesamte Dreck (wobei er offensichtlich von Natur keinen blassen Schimmer hat "Ganz selten erhascht man eine Ahnung von Spiel und Lebenslust, ...") ist wieder so dermassen daneben, dass es einem, wie gwohnt, hundsuebel wird.

Gruss
Jake

jakebaby hat gesagt…

Link vergessen :( http://hinter-den-schlagzeilen.de/2015/11/18/die-natur-als-kuenstlerin/

Charlie hat gesagt…

@ Jake: Ich habe den Käse auch gelesen und mich bei der Lektüre prächtig amüsiert. :-) Einen Augenblick lang habe ich sogar überlegt, einen satirischen Kommentar dazu zu verfassen; diesen Gedanken habe ich aber schnell wieder verworfen, weil mir die Zeit zu schade war, die das erfordert hätte.

Zur Belustigung reicht es tatsächlich völlig aus, sich diesen unfreiwillig witzigen Text des Faulfußes zu Gemüte zu führen. ;-) Ich hatte da schon Tränen in den Augen, aber als ich mich bis zu der Frage "Kommt die Wissenschaft damit einem Gottesbeweis näher?" durchgelacht hatte, lag ich hysterisch röchelnd unter dem Schreibtisch. Der Mann haut wirklich einen Kalauer nach dem anderen heraus - das muss man in einer solchen Dichte erst einmal schaffen! :-)

Wenn man mal etwas Aufheiterung braucht, ist "Jenseits der Realität" stets einen Besuch wert - und zwar ausdrücklich inklusive des Kommentarbereichs, in dem sich Astrologen, religiöse Spinner, Speichellecker und viele andere Gehirnfeinde die Klinke in die Hand geben.

Liebe Grüße!