Mittwoch, 25. Mai 2016

Flatter und die faulen Hartzies


Über die angebliche Dummheit, Lethargie und Passivität der versammelten Horde der Opfer des Hartz-Terrors in diesem furchtbaren Land, denen es ja laut offizieller Propaganda "gut" gehe, ist schon viel geschrieben worden. Entsetzt habe ich nun aber zur Kenntnis nehmen müssen, dass selbst linke Blogger, denen ich ein Mindestmaß an Empathie zugetraut habe, in exakt dieselbe Kerbe hauen und die Opfer-Täter-Verkehrung geradezu mit Wollust zelebrieren.

Der ansonsten oft geschätzte flatter versteigt sich in den Kommentaren zu seinem jüngsten Beitrag zur folgenden Aussage:

Es ist ja wie gesagt nicht so, als hätte ich noch kein Jobcenter von innen gesehen - eine Konsequenz daraus ist btw. die, nie nicht einen Antrag zu stellen -, es gibt aber ja so viele Hartzer und noch mehr von Hartz Bedrohte und 'Prekäre', dass abzüglich der Deprimierten noch genügend Potential bleibt. Auch die Deprimierten schreibe ich übrigens nicht ab. Hätten sie eine Lobby, könnten sie durchaus erwachen. Das Problem ist vordergründig, dass deren Stammvetretung, Sozen und Gewerkschaften, ihre eifrigsten Peiniger sind. Ein Albtraum. Deshalb frage ich hier nach Möglickeiten massenhafter Organisation. Woanders geht das ja.

Das saß schon, aber es geht leider noch schlimmer, denn flatter legt nach einem allzu berechtigten Veto nach:

"Das ist ein Luxus, den man sich wohl irgendwie leisten können muss...?" - Ja, man muss im Zweifelsfall körperlich fit genug sein, um sich seinen Lebensunterhalt durch Klauen und Abzocken zu verdienen. / "zudem haben sie einfach keine Zeit für sowas, sie sind vollauf damit beschäftigt ..." - So, haben sie nicht? Weil sie ganz wichtig[e] Jobs machen müssen, von denen sie nicht leben können? Fernsehn gucken? Seite drei lesen? Glaube ich nicht.

- um dann in der gruseligen Rhetorikfrage zu enden, ob die Kritik an dieser grobsinnigen Situationsbeschreibung lediglich der "Glitzerlack für die Friedhofsbank" sei.

Puh. Das saß. Wenn derlei Schmonzes aus der Springer-Presse oder von den Schlips-Borg der "Tagesschau" auf mich einprasselt, kann ich das ja einordnen und routinemäßig unter dümmlicher Propaganda abheften - aber hier? Wenn ausgerechnet der "Feynsinnige", der ansonsten oft so gute Texte schreibt, hier ins selbe Horn stößt und dumpfe, neoliberale, menschenverachtende Propaganda zum Besten gibt, wie sie übler auch die kapitalistische Presse nicht hinbekäme, ist der "Glitzerlack für die Friedhofsbank" tatsächlich - wieder einmal - selbstgemacht, während die Herrschaft amüsiert zuschaut.

Ich tue das nicht gerne, muss aber hier einmal aus meinem ganz persönlichen Nähkästchen plaudern, um den Irrsinn dieser gruseligen Pauschalbewertungen ersichtlich zu machen: Momentan stehe ich wieder einmal - und das ist keine Ausnahmesituation, sondern in immer wiederkehrender Endlosschleife die Regel - vor der Wahl,

  1. mir entweder genug Lebensmittel für die nächsten zwei Wochen zu kaufen, oder
  2. die Telekom zu bezahlen, damit ich auch weiterhin Telefon und Internet zur Verfügung habe, oder
  3. dem örtlichen Energiekonzern Kohle zu überweisen, damit mir der Zugang zur Stromversorgung nicht gekappt wird.

Es darf nun wild gemutmaßt werden, mit welchen hochphilosophischen Fragen ich mich - nicht nur ausnahmsweise - alltäglich herumplage und wieso da zunehmend weniger Raum für konstruktive Beiträge im Blog oder gar bezüglich der "Organisation der Prekären" bleibt.

Lieber Herr flatter, wenn Du tatsächlich in der Lage bist, dem staatlichen Hartz-Terror einfach dadurch zu entgehen, indem Du keinen Antrag stellst, ist das wunderschön für Dich und stellt Dich in eine Reihe mit den Schlips-Borg, die genau das ja beabsichtigen, geht aber an der Realität der meisten Menschen völlig vorbei. Es ist kein Zufall, dass die Rate der Suizide im hartz-terrorisierten Westen ebenso stetig zunimmt wie die Organisation der Abgehängten sich auflöst. Einige Gründe dafür nennst Du sogar, lässt aber die wesentlichsten außen vor. Auch der stärkste Charakter wird durch kontinuierliche Existenzangst letzlich geschliffen und auf die existenziellen Fragen nach Brot, Wohnung und rudimentärer sozialer Teilhabe durch das Internet zurückgeworfen - und all das ist kein Zufall, sondern beabsichtigte und geplante Konsequenz des Hartz-Terrors.

Es geht nicht darum, den Schwächsten, den Abgehängten und Aussortierten mangelnde Organisation, dümmlichen Fernsehkonsum und Lethargie vorzuwerfen. Anzuklagen sind hier vielmehr die sogenannten Mittelschichtler, die sich noch in der Kotspur des Kapitals eingerichtet zu haben glauben; die ihre SUV-Panzer durch die Straßen steuern und ihrem Nachwuchs durch private Nachhilfe zu einem besseren Start in das Leben im Haifischbecken verhelfen möchten, während sie Arme bis hin zur Obszönität und faschistischen Menschenfeindlichkeit verachten.

Ich habe meine Wahl getroffen und verbringe den Rest dieses Monats ohne frische oder gar gesunde Lebensmittel, hoffe auf die Kulanz der Telekom und verschulde mich lieber, um dem Stromkonzern auch weiterhin seine Ausschüttungen an die Aktionäre zu ermöglichen, damit ich wenigstens noch elektrisches Licht in der Wohnung habe. Man könnte das auch "Glitzerlack für den Untergang des faulen Charlie" nennen.

---

Sklavenmarkt



(Gemälde von Jean-Léon Gérôme [1824-1904] aus den Jahren 1870/80, Öl auf Leinwand, Sterling and Francine Clark Art Institute, USA)

Kommentare:

André hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
frei-blog hat gesagt…

ähm ja... ich hätte die Kommentare lesen sollen...

Das mit dem "...lieber keinen Antrag stellen..." stößt mir bitter auf, sollte man zu solcher Meinung schon von Zynismus sprechen? Nunja, es wird niemand dazu gezwungen, alternativ besteht immerhin die Möglichkeit, sich ins Bett zu legen und aufs Sterben zu warten, besser gesagt: sich in den Wald zu legen.

Charlie,ich kann Deine Situation 1:1 nachvollziehen.

Flatter wünsche ich noch eine nette wie sorgenlose Zeit, solange er noch frei darüber entscheiden darf, ob ein/sein Armutsantrag überhaupt gestellt werden sollte.
Wenn ja, dann nur unter Protest gefühlter Armut heraus, man sollte sich nun wirklich anstrengen, in einem Jobcenter nicht gleich nackt zu erscheinen, die Hose erst herunterlassen, wenn ein Antrag mit Unterschrift alles Weitere regeln wird.
Ich flatter noch ein paar Jahre herum, danach ist eh Schluss mit Lustig.


André hat gesagt…

Charlie, sende mir deine noch offene Telecom- oder Stromrechnung, ich begleiche das.

Hubert Farnsworth hat gesagt…

Hi Charlie,
Flatters diesbezüglicher Kommentar kam bei mir auch erstmal recht ... eigenartig rüber und wenn man den, ohne den eygensinnigen Stil des Autors zu kennen, einfach "face value" nimmt, dann kann ich deinen Ärger darüber auch gut verstehen. Aber ich bin bei den Massen an guten, zum nachdenken anregenden Texten von ihm (und den interessanten Diskussionen und OT-Beiträgen in den Kommentaren) auch gerne bereit ihm den "benefit of the doubt" zu gewähren. Spätestens der zweite Kommentar mit dem klauen und abzocken sollte dann doch den Ironiedetektor anschlagen lassen und zu erkennen geben dass dies als direkte Antwort auf Peinharts comment zu werten ist und nicht als allgemeingültige Aussage.

Wenn der Gute es sich (noch) leisten kann keinen Antrag zu stellen - ich gönne es ihm auch von Herzen, hoffentlich bleibt das so. Für uns andere bleibt halt nur sich nackig zu machen und auf die Menschlichkeit des SB zu hoffen. Ich denke dass Flatter einem guten Teil deines Posts zustimmen würde, ginge es nicht gegen ihn ;-)

Oft stimme ich dir ja zu wenn du über anderer Leute Texte wetterst (bestes Bsp.: Hinter den Schlagzeilen oder wie der Mist jetzt wieder genau heißt), aber hier hat glaube ich der Ärger deine Urteilskraft ein bisschen vernebelt. Macht aber nix, denn der Nachtritt im zweiten Absatz von Flatters Antwort auf deinen Beitrag beweist für mich (wieder einmal) eindrucksvoll dass der Herr Dr. auch sehr gut die Zicke raushängen lassen kann wenn er sich irgendwie ungerecht behandelt fühlt :-)


Grüße,
Farnsworth

Die Katze aus dem Sack hat gesagt…

So heiss wurde doch drüben gar nicht gekocht. Wie war es möglich, sich derart zu verbrennen? Sollte man dies untersuchen oder kann das weg?

comrade hat gesagt…

Neulich in Klein-Bloggersdorf
51. flatter meint:
@Charlie: Sortiere mal Verneinung und Ironie
Schön Herr flatter, erst mal die Verneinung sortieren:
O-Ton flatter: Mai 24th, 2016 at 19:31
"Es ist ja wie gesagt nicht so, als hätte ich noch kein Jobcenter von innen gesehen - eine Konsequenz daraus ist btw. die, nie nicht einen Antrag zu stellen"

» Nie nicht «

Zwei Verneinungen in einem Satz - gleich doppelte Verneinung - beide Verneinungen heben einander auf, heißt also JA = einen Antrag stellen, was der stinknormale Arbeitslose in der Regel auch tut, weil er ES sich halt nicht leisten kann, das Jobcenter lediglich von innen zu besichtigen.
Hat flatter nu einen Antrag gestellt oder nicht? ... dies können zu diesem Zeitpunkt(!) aus seiner Bemerkung nur die fortgeschrittenen langjährigen Adepten und exklusiv eingeweihten Kenner des hundertbändigen Œuvre dieses bloggenden Großmeisters des unendlichen Narrativs für sich im Geheimen entscheiden.
Der gewöhnliche Plebejer der deutschen Standardsprache denkt sich seinen Teil, währenddessen der revolutionäre Feynsinn längst über "Möglickeiten massenhafter Organisation" brütet ... meldet sich anderen Tages Einer(1) der "übrigens nicht abgeschriebenen Deprimierten" blasphemisch zu Worte:
"Flatter und die faulen Hartzies".

Nie nicht ... und weiter im Sortiment:
es folgt ab Mai 25th, 2016 at 12:24
... die feynsinn'sche Ironie!
"Was meine Entscheidung anbetrifft, keinen Antrag zu stellen, so ist die schlicht konkret.
Geht im Detail niemanden was an, ich will nur darauf aufmerksam machen, dass ich es mir leiste, weil es irgendwie geht."


Aha!
Grob sortiert ergibt diese 'feynsinn'sche Ironie', wenn das im Detail ja niemand was angeht, brauch man auch nicht in der Öffentlichkeit auf das Detail"nur darauf aufmerksam machen", dass 'der Herr flatter' ES sich leisten kann. Und ob ES nun irgendwie geht?
Nun, dieses luxuriöse Detail kann dem hundsgewöhnlich feinsinnigen Leser 'schlicht konkret' völlig schnurze sein.

@Andrè
Karlchen, jetzt mach mal hier nicht einen auf dicke Hose:
sende mir deine noch offene Telecom- oder Stromrechnung, ich begleiche das.
Wie war das noch mit deinem großkotzigen angelegten "Jutta Ditfurth Unterstützungsfond", haste den Fuffie auch rüber gemacht?

André hat gesagt…

Ja, comrade.

GrooveX hat gesagt…

muss man sich gewollt aggressiv-paternalistischem gehabe aussetzen? ich denke - nein! leichten sinnes drüber weglesen reicht doch auch. da ist doch nichts, das einem weiter helfen könnte oder ernsthaft sorgen machen müsste.

es gibt halt sottene und sottene.

André hat gesagt…

Zwei, die meines Erachtens mindestens so intelligent sind wie Flatterduke zu sein glaubt, schrieben einmal, das "Manifest" und die "Argumentation" des Doktors betreffend:
"Zweimal knatternd in den Wind gefurzt" (Stefan Sasse)
"Ein Hauch von Nichts" (na sowas)

Charlie hat gesagt…

@ André: Ich schrieb ja, dass ich viele "feynsinnige" Texte sehr schätze - daran ändert auch dieser Ausfall selbstverständlich nichts. Ich darf also darum bitten, persönliche Diffamierungen flatters hier zu unterlassen.

Charlie hat gesagt…

@ Hubert: Vielen Dank für Deine Einschätzung. ;-) Es soll aber des öfteren vorkommen, dass manche Menschen - und damit meine ich nicht Dich, sondern den Adressaten meines kleinen Postings - die "feinsinnigen" Unterschiede zwischen Ironie und Zynismus nicht ganz verinnerlicht zu haben scheinen.

Es gibt dazu ein kleines, schon recht altes Büchlein, das u.a. diesen Aspekt etwas näher beleuchtet: "Das Wesen der Ironie. Eine Strukturanalyse ihrer Erscheinungsformen" von Rudolf Jancke (Leipzig 1929).

Ich finde es jedenfalls wichtig, auf solche gelegentlich vorkommenden Ausfälle - gerade im intellektuellen, linken Diskurs - explizit hinzuweisen. Wer das anders sieht, kann ja geflissentlich darüber hinweggehen.

Liebe Grüße!

André hat gesagt…

Sorry, Chef. Mein schweizerisches Temperament geht manchmal mit mir durch...

altautonomer hat gesagt…

Andre und comrade: "Gib einem Inder einen Fisch und er ist heute satt. Gib einem Inder eine Angel und er ist für lange Zeit satt." So verstehe ich momentan Charlies Situation.

Charlie hat gesagt…

@ frei-blog: Ich persönlich empfinde das in der Tat als Zynismus. Möglichweise kann das aber auch nur jemand nachempfinden, der selbst schon wiederholt die amtlich-willkürliche Tigerkralle der puren Existenzangst im Nacken gespürt hat. Ich arbeite seit geraumer Zeit an einem Text, der meine diesbezüglichen Erlebnisse zum Inhalt hat.

Empathie ist ein sehr rar verteiltes Gut im Spätkapitalismus. Ich unterstelle Herrn Flatter hier keine böse Absicht, sondern gehe von Unachtsamkeit und/oder Unwissen aus. Eben deshalb habe ich das hier zum Thema gemacht - möglicherweise versteht der eine oder die andere dadurch ja etwas besser, was es bedeutet, ständig mit dem Damoklesschwert über der eigenen Rübe zu leben.

Liebe Grüße!

comrade hat gesagt…

Neulich in Klein-Bloggersdorf oder die flatter'sche Empfehlung »Verstehen« mal praktisch angewandt.

Bürstet man die zum angeblich besseren Verstehens des "flatter'schen Narrativs" ins Feld geführte "flatter'sche Ironie" einmal kräftig gegen den Strich, und zwar gleich mal an der Stelle, an der der Unfehlbare übers Herumpfuschen an seinem "heiligen Textle" lamentiert:
Du hast auch in meinem Text ("wichtig[e]") herumgepfuscht, der genau so gemeint war.
Aha! genauso gemeint ...
- wohlbemerkt, es handelt sich hier um die Hinzufügung eines(1) kleinen bescheiden "[e]" - so wird auch dem Amateur- oder Gelegensheitsironiker deutlich —
~~~
Noch einmal im Kontext: (Mai 24th, 2016 at 20:33)
O-Ton @Peinhart:

"zudem haben sie [die Hartz IV'ler] einfach keine Zeit für sowas, sie sind vollauf damit beschäftigt ..."
O-Ton @ flatter'sche Ironie
So, haben sie nicht? Weil sie ganz wichtig Jobs machen müssen, von denen sie nicht leben können? Fernsehn gucken? Seite drei lesen? Glaube ich nicht.
~~~
— mit welcher doppelbödigen Ironie sich der Herr hier abfällig über Hartz IV'ler äußert. Die Doppelbödigkeit besteht nicht in der ironisch verbrämten Wiederholung unseliger Vorurteile (Fernsehn gucken? Seite drei lesen?), sondern in dem unterschwellig geäußerten Vorwurf so blöde zu sein = "ganz wichtig" Jobs machen [zu] müssen, von denen sie nicht leben können, anstatt sich in dem Sinne des "flatter'schen revolutionären Narrativs" massenhaft zu organisieren. In diesem Dialog mit Peinhart, wird aus der vermeintlichen Ironie flatters der ganz gewöhnliche "flatter'sche Zynismus" deutlich - eingeleitet durch die schnippische Frage an Peinhart: "So, haben sie nicht?" [keine Zeit]
Der flatter'sche Zweifel "Glaube ich nicht" bezieht sich obendrein eindeutig auf Peinharts Einwurf: "einfach keine Zeit für sowas"

Soweit mein Verstehen, verstehe dies jetzt wer will ... oder auch nie nicht ;~)

Anonym hat gesagt…

comrade: Entschuldigung, Einsicht, inhaltliche Korrektur? Wirst Du bei ihm "niemals nicht" finden. Im Grunde unterscheidet er sich in diesem Sinne von der linksliberalen Panflöte "bad sinistram" nur graduell.

André hat gesagt…

Ratschlag frei nach Gruuvix: Bei Stalins zynischen, sektiererischen und menschenverachtenden Passagen einfach "leichten sinnes drüber weglesen". Hauptsache die Richtung stimme.

Und bereits wird Charlie drüben Arroganz, Dummheit und Spaltung vorgeworfen.
Murmeltiertag...

comrade hat gesagt…

Ⓐltautonome Überlebenstaktiken oder
«Das schönste Recht des Menschen ist das Recht zu angeln!»

@altautonomer 26. Mai 2016 um 08:31
Jetzt haben aber die Hindus der Klein-Bloggersdorfer Wüste gelobt keine Fische mehr zu essen ;~)

Mit Hartz IV im Nacken dürfte das Angelvergnügen am verlängerten Monatsende wohl eher darin bestehen, die letzten paar Kröten aus den Tiefen irgendwelcher Hosentaschen (Waschmaschinendichtung nicht vergessen!) zu angeln, in der wagemutigen Hoffnung noch 98 Cent für eine Dose Thunfisch im eigenen Saft zusammenzukratzen. Und jetzt hab auch noch einen verfressen Kater als Mitbewohner ...
Prettig Weekend!

@Karlchen
Falls du mal wieder unbedingt dicke Backen machen willst, schau dir erstmal diese Typen an:
Glas - by Bert Haanstra
Im Gegensatz zu dir waren das noch wahre Könner ohne allzu viele Scherben zu hinterlassen.

André hat gesagt…

Comrade, es geht hier nicht um Leben und Tod. Es geht um mehr :)

Anonym hat gesagt…

"Du hast einen Satz aus dem Kontext gerissen."
"Das hast Du falsch interpretiert!"
"Das hast Du falsch verstanden. Noch mal lesen!"
"Das war ironisch gemeint!"

Oder einfach mal sagen: Yep. War ein Fehler, war nicht so gemeint, entschuldigung.

André hat gesagt…

Leseempfehlung:
https://edelfeda.wordpress.com/2016/05/28/kurz-und-dreckig-23/

Es gibt viel zu lachen...

altautonomer hat gesagt…

Angela Merkel zu dem Flüchtlingskind Reem in TV: "Wir können nicht alle aufnehmen!"
Sarah Wagenknecht: "Wir können nicht alle Flüchtlinge aufnehmen!"

http://www.bild.de/politik/inland/sahra-wagenknecht/torte-ins-gesicht-geklatscht-46013882.bild.html
(mit Bekennerbrief)

Linksliberale Ikone G. Wallraff vergnügt sich in der Freizeit mit Kai Diekmann beim Ping-Pong:
http://www.bild.de/sport/mehr-sport/sport/verliert-gegenwallraff-46005390.bild.html

Wer das kritisiert, ist ein Spalter. Pssst. "Links" ist immer sakrosant, diem dürfen das.

André hat gesagt…

The just desserts
http://www.dialoginternational.com/dialog_international/2016/05/just-desserts-gerechte-belohnung.html

Charlie hat gesagt…

Zum Abschluss: Ich habe weder die Zeit, noch die Lust oder Kraft, auf flatters Diffamierungen und seine begleitenden Fanboys und -girls weiter einzugehen. Das Relevante ist gesagt - und wenn die Herr- und Frauschaften hier die Tatsache, dass teilweise Applaus aus der falschen Richtung kommt, als kümmerlichen Ersatz für inhaltliche Argumentation ansehen, ist das nur ein weiterer Beleg für die voranschreitende Wiederholung der Weimarer Katatstrophe.

Ich relativiere den groben Unfug noch einmal: Ich habe lediglich einige Formulierungen flatters kritisiert und mich ansonsten solidarisch mit seinen Texten gezeigt. Daran hat sich auch nach dieser Diarrhö nichts geändert - wohl aber an meiner Einschätzung der "linken Diskussionskultur", die es offensichtlich in diesem abgetrennten Bereich Kleinbloggersdorfs gar nicht gibt. Das Spaghettimonster bewahre uns vor solchen "Linken", die Idioten wie "Sukram" oder "Karl" zurecht jede Intelligenz absprechen, im gleichen Atemzug dasselbe aber mit allen anderen Kritikern - und seien sie auch noch so verhalten - tun. Das grenzt schon sehr deutlich an das Sektierertum der religiösen Irren wie beispielsweise den Herrn Faulfuß von "Jenseits der Realität".

Wer mich jetzt in der Nähe des "Herrn Karl" verorten will, kann getrost bei der BLÖD-"Zeitung" anheuern und wäre da sehr gut aufgehoben. Sinnentnehmendes Lesen ist zuweilen recht schwierig, ich weiß. Manchmal fasst man es einfach nicht, wie dumm "Linke" oder solche, die sich dafür halten, sein können. Oder ist es am Ende gar nicht die Dummheit, die für solche Stilblüten sorgt? Ist flatter wirklich so dumm, die "neuen Freunde" aus der sozialdemokratisch-braunen Ecke tatsächlich hier zu vermuten - oder benutzt er diesen grotesken Unsinn bloß, um sich einer inhaltlichen Diskussion zu entziehen? Man weiß ja so wenig.

Ich bin Kommunist.

Kopfschüttelnde Grüße!

Anonym hat gesagt…

comrade: Wer eine treue Polonaise von konformistischen Stammkommentaren hinter jedem seiner Threads herzieht, darf sich in seiner vermeintlichen Meinungsführerschaft sicher fühlen und auf Konfrontation mit Widersprüchen arrogant reagieren. Dieser eiskalte, empathiefreie, zynische und autoritäre Umgang mit Kommentatoren, die nicht ins "sensible" feynsinnige Portfolio passen, werden gesperrt. Das verschafft ein Machtgefühl. Ich erinnere mich an "Bernie", der in seiner Not auf mehreren Diskussionplattformen seine aktuellen Familien- und Finanzprobleme postete. Mir tat er einfach nur leid. Flatter trat noch mal zu und schmiss ihn raus. Solche Typen lass ich nicht mehr in mein Leben, auch nicht übers Netz.

Da Du ja wohl das Schlusswort hattest, kannst Du diesen Kommentar meinetwegen auch löschen. Ich bin nur richtig zornig, wenn ich als stiller Mitleser mitbekomme, wie bestimmte bloggende Klugscheißer mit anderen Menschen umgehen.

(PS.: Wieso heißt Andre Karl? )

comrade hat gesagt…

@Anonym (28. Mai 2016 um 08:42 )
Quote:
Oder einfach mal sagen: Yep. War ein Fehler, war nicht so gemeint, entschuldigung.

"Er hat gelogen!"
"Er hat gestohlen!"
"Er hat der Katz gleich dreimal am Schwanz gezogen"
10 Ave Maria und 20 Vaterunser! Asche auf flatters Haupt! ... könnte man deinen comment jetzt weiterführen. Versuche aber mal einem Online-Pfaffen ein Mea culpa abzuringen und dies auch noch online ;~)
Nein, darum geht es auch nicht. Eine schräge moraline Debatte auf der schiefen Ebene der Watchblogger, skurrilen Netzhygiene-Teams und sonstigen wirren Online-Sheriffs zu führen, gilt es tunlichst zu vermeiden. Mehr dazu eventuell später ...

(PS.: Wieso heißt Andre Karl? )
André (Hüssy) aka ehemals 'der Herr Karl' auch spöttisch von mir Karlchen tituliert ;~)

comrade hat gesagt…

Aus der unsäglichen Flattereske «Spaltung innerhalb der Linken»

Der Herr flatter, soeben - laut eigener Bekundung - gerade noch einmal seinen Arsch vor dem Jobcenter gerettet, doziert im selben Atemzug über Diejenigen, die 'es' sich nicht leisten können keinen Antrag zu stellen, folgendermaßen:
~~~
"[...]es gibt aber ja so viele Hartzer und noch mehr von Hartz Bedrohte und 'Prekäre', dass abzüglich der Deprimierten noch genügend Potential bleibt. Auch die Deprimierten schreibe ich übrigens nicht ab. Hätten sie eine Lobby, könnten sie durchaus erwachen."
~~~
Oha! ... abzüglich[sic!] der Deprimierten.
Millionen Menschen werden hier, damit sie besser in das "flatter'sche revolutionäre Narrativ" passen, in 2 Klassen 'gespaltet': Nicht-Deprimierte und dero Unterklasse der Deprimierten, wobei Letztere - also die Deprimierten - kurzerhand ohne jede weitere Begründung aussortiert werden.
Brauchbare minus Unbrauchbare = noch genügend Potential [für die massenhafte Organisation]!
Immerhin großzügigerweise noch nicht gänzlich abgeschrieben, dürfen die als organisationsuntauglich Ausortierten sich vorerst mit einem "hätten" (= eine Lobby) und "könnten" (= durchaus erwachen) in ihrem weiteren Schlafe begnügen. Konjunktive II, das flatter'sche Klassenbewußtsein — wie deprimierend!

Man 'k ö n n t e' es jetzt dabei belassen, und flatter zu Gute halten, dass er dort weit oben auf seiner intellektuellen Fahnenstange garnicht mehr wahrnimmt, welchen kruden Soziologen- und Technokratenjargon er hier vom Stappel läßt.

Soviel zu dem Vorwurf "Spaltung innerhalb der Linken betreiben".

comrade hat gesagt…

Last but not least: «Keine Herren, keine Sklaven?» ... oder ~300 Megabyte 'plain text' versus [e]!

Flatters Pech -
und das ist der ganze Joke in dieser Kabale, dass zu seinem mokanten Geflattere sich Charlie zu Worte meldet, der augenscheinlich keinen Bock hat, auf die Auferweckung durch eine imaginierte flatter'sche Lobby zuwarten. Ganz einfach, weil er vor der deprimierenden Entscheidung stand, a) Großkonzernen die letzten Kröten in den Rachen schieben und den Rest des Monats hungern, oder b) sich genügend Essen zu leisten.
Eben noch über Deprimierte schwadroniert und mit einer(1) dieser deprimierenden Erfahrungen in realiter konfrontiert, zeigt sich der echte "flatter'sche Glitzer":
Ist des Herren flatters hochfahrendes Herabputzen von @Charlie (s. comment 51)noch sub omnibus canonibus — unter aller Sau ist dagen dieser Vorwurf:
~~~
"Du schnappst hier was auf, fragst nicht einmal nach und verwertest[sic!] das. Diese Technik, das kann ich dir nicht ersparen, kenne ich von einem anderen."
~~~
Das rigide Abhandeln jedweder Kritik an des flatters Credo - Pardon! Narrativ - ist ja gemeinhin in den Gassen Klein-Bloggersdorfs bekannt.
Aber den, für den feynen Herren flatter Unaussprechlichen "einen Anderen" - bekannt als der Betreiber des infamosen Ex-"flatterwatch.blogspot.ch" - mit seinem damaligen Nicknamen "der Herr Karl" einmal ausgesprochen ... und Charlie mit eben diesem "der Herr Karl" auf eine Stufe gesetzt, so wird der Schlag unterhalb die Gürtellinie deutlich.
Hinzu kommt noch, gegenüber @Charlie diese unsägliche flatterwatch.blogspot-Tröte als Popanz zu instrumentalisieren, hinter der flatter sich feige - aber bequem - jeder legitimen Kritik entzieht.(Btw. ist flatter damit nicht der erste und einzige Blogger in seinem virtuellen Elfenbeinturm, der sich dieses faulen Zaubers bedient.)

Ein letztes kleines technische Detail zu dieser unfairen Haltung gegenüber Charlie, und das werde ich flatter nicht ersparen: flatterwatch.blogspot.ch gespiegelt ergaben damals 1.3 Gigabyte an Datenmüll. Abzüglich dieser bescheuerten Screenshots, ähnlich untalentiertem Grafikmüll und sonstiger dämlicher Schmierage, blieben grob geschätzt für die Stänkereien gegen flatter noch 'Daumen mal Pi' ~300 Megabyte 'plain text' übrig. Das fiese_mad_ente Talent @Karlchens - Kommentare aus dem Zusammenhang zu reißen und für seine Rachefeldzüge zu verwursten - mit @Charlies Hinzufügung eines einzigen winzigen kleingeschriebenen e's an flatters 'heiliges Textle', mittels der Bemerkung: "Diese Technik, [..], kenne ich von einem anderen" gleichzusetzen, ist ein unfairer Tritt in die Eier!
Kurz vorher noch süffisant auf die "Option des Nachfragens" zu verweisen, ist unter dieser Prämisse nur noch als blanker Hohn zu verstehen.

Daschaurija! ~300 Megabyte 'plain text' versus [e] —
... soviel zu des feynen Herren Motto »Keine Herren, keine Sklaven!«

Ob's dero feynen Herrschaften nun passt oder auch nie nicht ... sie 'k ö n n t e n' ab jetzt auch meinetwegen beleidigt sein.

p.s.:
Die Spottdrossel in den Gassen und Hinterhöfen Klein-Bloggersdorf gelobt sich fortan anderweitig zu verlustieren.
adieu

André hat gesagt…

Comrade, mit Deiner detaillierten, feynsinnigen Analyse setzt Du die Flatterwatch-Arbeit würdig fort.
Ich hätte es nicht besser formulieren können...

Der Duderich hat gesagt…

"Entsetzt habe ich nun aber zur Kenntnis nehmen müssen, dass selbst linke Blogger, denen ich ein Mindestmaß an Empathie zugetraut habe, in exakt dieselbe Kerbe hauen und die Opfer-Täter-Verkehrung geradezu mit Wollust zelebrieren."

Wie geil ist das denn?
Ich werf mich weg!

So ein gerütteltes Maß an Selbstironie hätte ich dem Blog-Betreiber nicht zugetraut!

Respekt!

Charlie hat gesagt…

Spaghettimonster, lass doch bitte Hirn vom Himmel regnen! Bitte! BITTE! B I T T E ! ! !

André hat gesagt…

Als der Duderich von Flatter gesperrt worden war...
http://aufzeichnungen-eines-gutmenschen.blogspot.ch/2013/10/leckt-mich-doch-bitte-nachhaltig-am.html

Lustig und aufschlussreich, dies heute zu lesen.

Charlie hat gesagt…

@ André: Den vorangegangenen Kommentar darfst Du getrost nicht nur auf des Dummerichs fortwährende Zurschaustellung seines intellektuellen Mangels beziehen, sondern durchaus auch als Einlassung auf Deine nicht minder peinliche Bloggertätigkeit verstehen. Was gäbe ich nicht alles für eine fundierte Kritik jenseits dieses infantilen Fratzenbuch- bzw. BLÖD-"Zeitungs"-Niveaus!

Ich weiß nicht mehr, wie oft ich das nun schon geschrieben habe, wiederhole es hier aber noch einmal: Deine Kommentare sind hier so sinnvoll wie eine Tiefkühltruhe am Nordpol und so erwünscht wie eine Horde Hämorrhoiden. Hast Du das nun endlich verstanden oder muss ich doch zum "bösen Zensor" werden und Deine verbalen Ergüsse künftig löschen?

Noch liebe Grüße!

André hat gesagt…

@Charlie
Ich will Euch nun nicht mehr stören, für mich ist das Thema hiermit abgeschlossen. Kleinbloggersdorf hat für mich nur noch Nostalgiewert.

Jens Berger hat mir eben neue "Trollnahrung" geliefert. *Schmatz*
http://www.nachdenkseiten.de/?p=33587

Eine Kriegserklärung...

comrade hat gesagt…


O-Ton André Hüssy (am 29. Mai 2016 um 10:39)
[...]Flatterwatch-Arbeit[...]

Arbeit? ... oha!

Das notorische Online-Stalking flatters über mittlerweile mehrere Jahre hinweg - dazu eigens das Blog "flatterwatch.blogspot.ch" über einen Zeitraum von ca. 1½ Jahre anonym zu betreiben - als 'A R B E I T' zu bezeichnen, belegt mit aller Deutlichkeit, welches geringes Unrechtsbewußtsein der Herr Hüssy von seinen zwanghaft kriminellen Handlungen hat — ergo gar keins. Seltsame Vorstellung von Arbeit!

Glorioler Weise legt Herr Hüssy mit diesem 'lapsus beklopptus' obendrein der staunenden Öffentlichkeit sein mehr als zweifelhaftes Verständnis von freier Meinungsäußerung dar.

Das perfide Ansinnen,
~~~
"setzt Du die Flatterwatch-Arbeit würdig fort."
~~~
derartige D r e c k s a r b e i t, und dies auch noch "würdig" in der hetzerischen Tradition eines Herrn Hüssy und Spießgesellen, fortzuführen, darf dieser Lööli sich "Ääs zwaa drüü, tibitäbi" wieder dahin "ieppflüümle" wo er es auch hergeholt hat: Zwischen seine knatternden Arschbacken! ✨👌

p.s.:
Dieser rhetorische Arschtritt - ... auf dass, das Klingeln seiner glühenden Schabziegeranien weithin bis nach Muzopotamien zu hören ist - hat nun mitnichten irgendwelche Arbeit bereitet.

Soweit eine bescheidene Kostprobe meines 'würdigen' Verständnisses der freien Meinungsäußerung — obendrein sowas von gemein und von daher völlig kostenlos.