Donnerstag, 27. Oktober 2016

Westliche Werte: Folter und Abschreckung


Es gibt wieder einmal ein wundervolles Beispiel für die "freiheitlich-demokratischen Werte des Westens", diesmal aus dem fernen Australien: Die dort herrschende kapitalistische Bande der Menschenfeinde, die sich in nichts von den korrupten Widerlingen in Europa oder Nordamerika unterscheidet, hat es sogar bis in den aktuellen Bericht von Amnesty International gebracht, in dem die Organisation befindet:

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der australischen Regierung die Folter von Flüchtlingen und Asylsuchenden vor. Im Flüchtlingslager im pazifischen Inselstaat Nauru, das Australien betreibt, seien Menschenrechtsverletzungen, Missbrauch und Selbstverletzungen an der Tagesordnung, heißt es in einem Untersuchungsbericht von Amnesty International. Der menschenunwürdige Umgang mit den rund 400 auf Nauru eingesperrten Menschen erfülle auch nach internationalem Recht den Tatbestand der Folter.

Wie auch in Deutschland, Ungarn, Italien, Frankreich etc. pp. hat man auch in Australien natürlich einen triftigen Grund, Flüchtlingen nicht etwa umfassend zu helfen, sondern ihnen unentwegt in die Fresse zu treten:

Die Internierten litten unter physischer Gewalt und sexuellen Übergriffen. Häufig verletzten sie sich aus Verzweiflung selbst, berichtet Amnesty. Viele Gefangene seien erst auf Nauru psychisch erkrankt. Zudem sei die medizinische Versorgung unzureichend, und Kinder würden nicht ausreichend vor Missbrauch geschützt. (...) / Neistat wirft der australischen Regierung vor, sie betreibe auf Nauru ein "Freiluftgefängnis", mit dem Ziel, so viel Leid anzurichten, dass es die Menschen abschrecke, Schutz in Australien zu suchen. / Australiens Regierung will mit dem Lager außerhalb des eigenen Territoriums die Zuwanderung von Migranten kontrollieren und Flüchtlinge von gefährlichen Überseefahrten abhalten.

Damit befindet sich Australien auf demselben argumentativen Gülle-Niveau wie verbrecherische Gestalten wie Viktor Orbán, Horst Seehofer oder Thomas de Maizière, um nur eine kleine Auswahl der scheinheiligen westlichen Werte-Prediger zu benennen. An Widerwärtigkeit ist das kaum mehr zu überbieten - das schaffen allenfalls noch offen bekennende Faschisten, die sich nicht mehr auf die Schimäre eines nicht vorhandenen Wertesystems, sondern nur noch auf erklärte Menschenfeindlichkeit und puren Egoismus berufen. Es dauert gewiss nicht mehr lange, bis auch die letzten Reste der vergammelten Fassaden der "freiheitlichen Demokratien" im kapitalistischen Sumpf der Hab- und Machtgier untergegangen sind.

Dieser Planet und insbesondere seine selbsternannte "Krone der Schöpfung" haben den Dunstkreis der frühesten Steinzeit offenkundig nie verlassen und dümpeln weiterhin auf demselben faschistoiden Level herum, der schon in der Tierwelt seit jeher vorherrscht: Der Stärkste frisst zuerst, bis er satt ist - erst danach dürfen, wenn noch etwas übrig ist, auch Niederrangige ihren Hunger stillen. Allerdings hat der kapitalistische Mensch dieses überaus perverse Naturprinzip noch stark verfeinert, denn bei den Menschen fressen die Stärksten nicht mehr nur, bis sie satt sind, sondern schaffen den Rest der Beute habgierig in den heimischen Geldspeicher, bis der aus allen Nähten platzt - und der Rest der Sippe muss sich um die Krumen und sehnigen Brocken bekriegen, die eventuell übrig bleiben. Insofern ist die heutige Welt sogar hinter die frühe Steinzeit zurückgefallen.

Aber solange die korrupte Bande und die Propagandamedien das Märchen von den "westlichen, demokratischen Werten" erzählen, dürfen in Flüchtlingslagern weltweit Menschen wie Vieh behandelt und gerne auch gefoltert werden - schließlich dient das ja dem höheren Zweck der Abschreckung.

Falls es irgendwo in der näheren Umgebung unseres Sonnensystems andere intelligente Lebensformen gibt, haben die den Planeten Erde längst zu einer strikten Quarantänezone erklärt und werden Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit diese prä-steinzeitliche Menschheit ihren verkommenen Planeten bitte niemals verlässt. Und ich würde diese Bestrebungen nach Kräften unterstützen.

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"Ich war zufrieden - und ich bin gern SS-Mann gewesen!"



("Die SS: Totenkopf", Dokumentation von Stefan Brauburger & Friederike Dreykluft, 2002)

Kommentare:

Fluchtwagenfahrer hat gesagt…

Moin,
schnipp, Finger schnipp, ich weiß was, ich weiß was.
Da Sylt ja schon von Asozialen dicht besiedelt ist, (Hindenburgdamm spreng)
könnten wir doch unsere restliche Mischpoke auf Heligoland outsourcen.
Und dann ala ganzjährigen Lummensprung der Endverwertung zuführen.
Natürlich nur mit Selfis, vegan und bio bitteschön.
LG

Charlie hat gesagt…

@ Fluchtwagenfahrer: Sylt oder Helgoland sind schöne Ideen. :-) Noch schöner wäre aber eine Rakete, mit der wir habgierige Arschlöcher, esoterische Prediger und sonstige Menschenfeinde zum Mond (dazu eignet sich vielleicht ein eisiger Mond des Uranus) schießen können, damit sie auch ganz gewiss niemals wiederkehren. ;-)

Liebe Grüße!

Troptard hat gesagt…

Kleiner Ausflug:

Der olle Rauschebart soll ja mit dem Begriff des Werts nicht ohne weiteres hat etwas anfangen können. Was ist also der Wert? Dabei ist er auf einen Gerichtsprozess gestossen, der die Allmende betraf. Eine alte Frau hatte auf den Flächen, die den Gemeindemitgliedern allgemein zur Verfügung standen heruntergefallenes Holz gesammelt.

Weil die zur Allmende zur Vefügung stehenden Landflächen durch die Landbesitzer immer weiter eingeschränkt wurden, wurde die Frau angeklagt den Landbesitzer bestohlen zu haben. Das Gericht musste nun über die Strafe entscheiden, die über die alte Frau zu verhängen war. Es kam zu dem Urteilspspruch, dass die Strafe im Wert des entwendeten Holzes zu bemessen sei.

Wie also war der Wert des aufgesammelten Holzes zu bemessen. Offensichtlich gab es daran keinen Mangel und erst dort, woran Mangel herrscht, erst dort beginnt sich eine Bewertung durchzusetzen.

Offensichtlich ist es so, dass Wert nur das besitzt, woran Mangel herrscht.
Woran kein Mangel herrscht, gibt es auch keinen Wert. Wie in dem Beispiel am gesammelten Holz muss die subjektive Konstruktion eines Wertes herhalten.

Um jetzt noch die Kurve zu den humanistischen "Werten" unserer westlichen Wertegemeinschaft zu bekommen. Obwohl der Mensch als Spezies unter Menschen allgmeingültig und ohne Einschränkung aus der subjektiven Bewertung seines Wertes ausgeschlossen sein soll, so wird ihm doch das Mass der subjektiven Bewertung auferlegt.

Ich bin mir bewusst, dass der olle Rauschebart seine Anstrengungen zum Wert aus anderen Motiven unternommen hat als ich, der hier wohl eine "unzulässige" Querverbindung geschaffen hat.

Das allerdings deshalb, weil es in Diskussionen oft so leicht fällt von "Werten" zu sprechen ohne noch deren bürgerlich, subjektivem Inhalt zu erkennen.



Charlie hat gesagt…

@ Troptard: Man kann den Begriff des "Wertes" in Bezug auf Menschen im kapitalistischen System sehr prägnant so definieren: Einen Wert besitzt nur derjenige, der zur Profitmaximierung der "Elite" beitragen kann. Alles andere ist "Ballast" bzw. "unwertes Leben". Wenn man diese menschenfeindliche Definition zur gedanklichen Grundlage erklärt, ist unsere heutige Welt ein vollkommen reines und logisches (freilich rassistisches und faschistisches) System.

Es ist ja ein alter Hut, dass Kapitalismus und Faschismus zwei Bezeichnungen für dieselbe üble Perversion sind. Den "ollen Rauschebart" muss man dazu gar nicht bemühen. ;-) Die oben verlinkte Doku veranschaulicht das - allerdings, wie immer, ohne den allzu offensichtlichen Bogen zur heutigen Zeit zu schlagen. In Kapitalistan darf der heilige Kapitalismus unter gar keinen Umständen zur Ursache des Übels erklärt werden.

Liebe Grüße!