Dienstag, 16. April 2013

Zitat des Tages: Die Deutschen


So kam ich unter die Deutschen. Ich forderte nicht viel und war gefasst, noch weniger zu finden. [...]

Barbaren von Alters her, durch Fleiß und Wissenschaft und selbst durch Religion barbarischer geworden, tiefunfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark [...], in jedem Grad der Übertreibung und der Ärmlichkeit beleidigend für jede gutgeartete Seele, dumpf und harmonielos, wie die Scherben eines weggeworfenen Gefäßes [...].

Deine Deutschen aber bleiben gerne beim Notwendigsten, und darum ist bei ihnen auch so viel Stümperarbeit und so wenig Freies, Ächterfreuliches. Doch das wäre zu verschmerzen, müssten solche Menschen nur nicht fühllos sein für alles schöne Leben, ruhte nur nicht überall der Fluch der gottverlassnen Unnatur auf solchem Volke. [...]

Die Tugenden der Deutschen aber sind ein glänzend Übel und nichts weiter; denn Notwerk sind sie nur, aus feiger Angst, mit Sklavenmühe, dem wüsten Herzen abgedrungen, und lassen trostlos jede reine Seele, die von Schönem gern sich nährt, ach! die, verwöhnt vom heiligen Zusammenklang in edleren Naturen, den Misslaut nicht erträgt, der schreiend ist in all der toten Ordnung dieser Menschen.

Ich sage dir: es ist nichts Heiliges, was nicht entheiligt, nicht zum ärmlichen Behelf herabgewürdigt ist bei diesem Volk, und was selbst unter Wilden göttlichrein sich meist erhält, das treiben diese allberechnenden Barbaren, wie man so ein Handwerk treibt, und können es nicht anders, denn wo einmal ein menschlich Wesen abgerichtet ist, da dient es seinem Zweck, da sucht es seinen Nutzen [...]. [...]

Ich wollte nun aus Deutschland wieder fort. Ich suchte unter diesem Volke nichts mehr, ich war genug gekränkt, von unerbittlichen Beleidigungen, wollte nicht, dass meine Seele vollends unter solchen Menschen sich verblute.

(Friedrich Hölderlin [1770-1843]: "Hyperion, oder: Der Eremit in Griechenland", Roman, 1797/99)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

dazu fällt mir nur ein, verpiß dich doch, ambesten nach griechenland zu den faulen säcken.

jakebaby hat gesagt…

Brillianter Beitrag zum Thema, Anonym.

Hölderlin muss sich damals mit seinen Gedanken an deinen derzeitigen Vorfahren orientiert haben. .....

dede hat gesagt…

der herr oder die frau anonym beweist ja nur daß hölderlin so falsch nicht lag.

StoergroesseM hat gesagt…

Menschen wie "Anonym" sind ein Beispiel für Widerlichkeit. In so einem kurzem Satz zeigt zeigt er sein Gesicht.
Übrigens, Hölderlin hat sowas von recht. Ich kann hier leider nicht weg, zu alt, zu arm .... zu faul?

Charlie hat gesagt…

@ all: Danke fürs Aufpassen. Da guckt man mal einen Tag lang nicht in die Kommentare und schon hat sich wieder ein Idiot durch den Spam-Filter gemogelt.

Zum Zitat selbst möchte ich aber anmerken, dass es, wie im Posting erwähnt, aus einem Roman des Autors entnommen ist und demnach der gedanklichen Welt des (fiktiven) Protagonisten entstammt - ob Hölderlin selbst ähnlich gedacht hat, lässt sich aus diesen Worten also nicht ohne weiteres ableiten.

Nach meiner bescheidenen Meinung ist ein nicht unerheblicher Teil auch der heutigen Bevölkerung dieses Landes mit diesen markanten Worten aber durchaus korrekt beschrieben, und allein das war der Grund, sie hier einzustellen.

Der anonyme Mensch hat also zumindest den richtigen Adressaten für seine lieben Wünsche ausgewählt - nämlich mich und nicht Hölderlin. Ansonsten hat er aber - insbesondere was Griechenland und die dort lebenden Menschen betrifft - offensichtlich nichts verstanden.

Damit befindet er sich auf demselben Niveau wie beispielsweise der Großteil meiner Nachbarschaft, Arbeitskollegen und Familie.

Charlie hat gesagt…

@ StoergroesseM: Ich kann (und will) hier eigentlich auch nicht weg ... aber wenn die Entwicklung so weitergeht, werde ich keine andere Wahl haben, wenn ich nicht unter die Räder kommen will. Es ist also keine Frage des Könnens oder Wollens, sondern eine des Vorsorgens für den Fall der Fälle. Vor 80 Jahren hat diese Vorsorge so einigen ehemaligen Bürgern dieses Landes das Leben gerettet - und was mit denen, die nicht konnten oder wollten, geschehen ist, dürfte allzu bekannt sein.

Liebe Grüße!

StoergroesseM hat gesagt…

Ich bin ja nun schon über 50 und wie gesagt arm und habe nicht die Möglichkeit. Aber meinem Sohn(16) lege ich das Leben im Ausland immer wieder an`s Herz.
Ja, die faulen Griechen - ich wollt ich wäre bei ihnen.
Übrigens :-) - laut meiner Mutter sind Leute, die am Nachmittag schlafen ganz, ganz faule Menschen. Wir leben nur einmal und die Deutschen nehmen sich durch ihre Art so viel vom Leben.

dani hat gesagt…

@ charlie

"rassisten" gibt es leider überall!

nach längerem "untertauchen" in der tiefe meines selbst möchte ich nur sagen: wir sollten uns nicht immer mit dem negativen beschäftigen - sonst springe ich wirklich noch aus dem fenster. es gibt soviel schönes auf der welt - man muß es nur zu erkennen wissen.

es gibt hierzulande bestimmt ganz sehr viele menschen, die positives denken und tun. vielleicht mal seinen blickwinkel dahingehend ausrichten........

wir tragen alle "gut und böse" in uns. keiner ist vollkommen und wer das böse nur im anderen sieht, sollte sich mal die ruhe nehmen und sich selbst genau anschauen......hmh?! :-)

wir kommen als spezies nicht weiter, wenn wir uns gegenseitig bekämpfen.

und wenn wir denken, überall anders ist es besser als hier - willkommen in der illusion!!!!!

vieles ist eine geisteshaltung! ich kann so oder so sehen.......

natürlich sollten wir unsere augen nicht vor den dingen verschließen, sondern uns in achtsamkeit üben.

ein auszug von jon kabat-zinn "zur besinnung kommen - die weisheit der sinne und der sinn der achtsamkeit in einer aus den fugen geratenen welt"

"wir würden gewiß alle davon profitieren, wenn von den menschen in führungspositionen mehr weisheit ausstrahlte. aber weil es zu einem großen ausmaß so ist, daß SIE WIR SIND, daß sie also einfach eine widerspiegelung des zeitgeistes und der landschaft des geistes der gesellschaft sind, wird jede bewusstseinsveränderung in richtung eines erwachens und eines zur-besinnung-kommens sich in der gesamten gesellschaft entfalten müssen. es gibt immer mehr anzeichen dafür, daß dies bereits geschieht und daß es mit großer wahrscheinlichkeit auch weiterhin geschehen wird, da immer mehr menschen diesen einfachen weg zur geistigen gesundheit und wohlbefinden einschlagen und innerlich und äußerlich anwenden, in dem wissen, daß es nur so scheint, als seien diese beiden aspekte voneinander verschieden."

und wer kann mir jetzt von einem wirklich guten projekt berichten? wo menschen füreinander da sind, was bewegen, sich gegenseitig stützen und bereichern?

das wäre doch mal ne schöne story!

in verbundenheit mit herzlichem gruß
dani

Charlie hat gesagt…

@ StoergroesseM: Ich möchte Deiner Mutter nicht zu nahe treten und verkneife mir daher den hier eigentlich angebrachten Kommentar. ;-) Nur so viel: Wenn die Menschen endlich begreifen würden, dass wir alle in der Tat nur ein einziges Leben zur Verfügung haben, müsste auf der Stelle eine Revolution anbrechen. Ich suche seit Jahrzehnten nach der Erklärung, wieso das nicht der Fall ist.

Armut ist trotz alledem kein Hinderungsgrund - all die Menschen, die weltweit auf der Flucht sind vor Krieg, Repressionen, Hunger oder Aussichtslosigkeit, sind meistenteils bettelarm.

Liebe Grüße!

Charlie hat gesagt…

@ dani: Schön, dass Du dich wieder meldest. :-) Aber bezüglich einer "schönen Story", wie sie Dir vorschwebt, muss ich leider passen ... da fällt mir erstens nichts ein, und zweitens würde das ja auch nichts bewirken, wenn der generelle Kurs weiter in dieselbe dunkle Richtung geht.

"Positives Denken" oder andere Schönfärberei führt uns nicht weiter - wir müssen der hässlichen Realität in die gruseligen Augen blicken und daraus unsere Konsequenzen ziehen.

Mir fallen auf Anhieb auch hundert Dinge ein, die sich sofort umsetzten ließen und diese Welt in einen schöneren Ort verwandeln würden - aber nichts davon wird wahr werden, solange wir diesem furchtbaren System ausgesetzt sind. Das Gebot der Stunde lautet: "Face the facts!" - und nicht: "Es könnte doch alles so ganz anders und schöner sein, wenn ..."

Die Hässlichkeit wird nicht schöner dadurch, dass man sich die hypothetischen Alternativen vor Augen hält - ganz im Gegenteil.

Aber weil es so gut passt und ich erst gestern darüber gestolpert bin, möchte ich Dir trotzdem ein schönes Lied empfehlen, das wie die Faust aufs Auge zu diesem Thema und überhaupt zu meinem Blog passt:

All Aboard the Slumber-Boat

All aboard, my baby
for the land of dreams,
all the little slumberboats
are paddling in the streams.

Now the twinkling star lamps
light the dusky way
to lead my baby safely
from out the tired day.

'Way up in the tree-top,
birdies are asleep,
nesting close to motherbird,
I can hear them peep.

Think a little dreamcloud
as it passed them by.
Dropped a tiny message
from out the sleecy sky.

All aboard, my baby,
for the land of dreams,
all the little slumberboats
are paddling in the streams.

Humming birds will fan you
with their whirring wing,
and little silver ripples
your lullaby will sing.

All aboard, my baby,
for the land of dreams,
now the little shadowswans
are sailing in the streams.

They will take my baby
on the wings of light
into sunny gardens
where all is fair and bright.

All aboard, my baby,
for the land of dreams.

(Text und Musik: Emilie Frances Bauer [1865—1926])

StoergroesseM hat gesagt…

Dann ist es wohl die Faulheit! :-))
Mein Junge ist noch bei mir und ich muss ihm noch bis zum Studium ein zu Hause geben - danach - ich werde sehen.
Bis dahin halte ich mich von Spießbürgern fern. Aber eins habe ich gemerkt, bei viele Menschen ist dieses "Deutsche" nur Fassade, weil sie denken der Andere ist auch so - wenn ich sie dann aus der Reserve locke, kommt da das lang Verborgene raus. Ich war auch lange dahinter verborgen, um nicht aufzufallen.
Revolution? - nee, nicht die Deutschen, die sind mehr zum Krieg machen da.

StoergroesseM hat gesagt…

Ach noch was
Das typisch deutsche für mich ist es, und es beschreibt die ganze Depression diese Volkes, wenn sich zwei treffen und nach dem "Wie geht`s so?" - die Antwort "Na ja, es muss!", oder die Frage: "hast du Arbeit?", als wenn dies der Sinn des Lebens ist.
Und wenn ich dann als Antwort "Ich habe keine Arbeit, bin zufrieden und endlich wieder gesund" gebe ..... das ist schlimmer als Mord!! ;-)
Schön, dass es deinen Blog gibt :-)

dani hat gesagt…

@ charlie

achtsamkeit und bewusstsein hat nix mit positiven denken oder schönfärberei zu tun. im gegenteil: es hilft klar zu sehen - eben auch das schöne um uns rum.....tiere, blumen, bäume, menschlichkeit und wärme, musik und kunst - ja, das gibt es noch!

"da waren sie, würdevoll, unsichtbar,
in bewegung ohne drang, über den toten blättern,
in der herbsthitze, durch die flimmernde luft,
und der vogel rief, in antwort auf
die ungehörte musik verborgen im unterholz,
und der ungesehene augenstrahl kreuzte sich, denn die rosen boten den anblick von blüten, die angesehen werden."

t.s. elliot

herzlichst
dani

Charlie hat gesagt…

@ StoergroesseM: Danke für die Blumen - die Du aber nicht richtig verteilst, wie ich finde, denn es müsste eigentlich heißen: Danke, dass es ein paar LeserInnen und KommentatorInnen gibt, die sich meiner oftmals halbgaren Ergüsse gelegentlich annehmen! :-)

Deine These bezüglich der Fassade klingt erst einmal gut ... ich wünschte, ich könnte von ähnlichen Erlebnissen berichten. Leider ist da aber das Gegenteil der Fall, wie ich immer wieder feststellen muss: Wenn ich den (seltener werdenden) Versuch unternehme, auf Familienfeiern oder in anderen Runden, die nicht aus explizit "linken" Kreisen stammen, auch nur halbherzig an der üblichen Propagandafassade zu kratzen, ernte ich regelmäßig Reaktionen, die mich zutiefst erschrecken und die mir zeigen, dass der Grund des Sumpfes offenbar noch viel tiefer liegt als ich es angenommen habe.

Zum Glück sind diese persönlichen Erfahrungen ja nicht repräsentativ ... hoffe ich zumindest. :-)

Liebe Grüße!

Charlie hat gesagt…

@ dani: Natürlich gibt es auch Schönheit in dieser Welt, das ist aber doch gar nicht das Thema. Ich kann Dich ja nur zu gut verstehen, das weißt Du, aber trotzdem klang Dein Aufruf eher nach "Es ist alles viel zu negativ, also müssen wir das mal in positivere Strömungen kanalisieren". So aber überwinden wir das Tal des Elends nicht, denn auch wenn wir den Blick auf das Schöne richten, bleibt der ganze widerliche Rest weiter bestehen und verschwindet nicht einfach.

Es sollte genau anders herum sein: Das Schöne, das Positive sollten wir als selbstverständlich voraussetzen und den Augenmerk statt dessen auf all die hässlichen und aus dem Ruder laufenden Facetten legen, um eben diese zu verändern.

Wenn ich an einem Tag wie gestern durch den endlich im Frühling angekommenen Wald hüpfe, denke ich unwillkürlich alle zehn Meter, wie herrlich dieses Szenario, diese Landschaft, diese Natur doch ist - und wenn ich zwei Stunden später wieder daheim bin und einen Blick auf eine Nachrichtenseite werfe, blicke ich gleich wieder in einen bodenlosen Abgrund, der alle Welt samt dem besagten Wald zu verschlingen droht. Es ist doch keine Preisfrage, welchem der beiden Themen ich meine hauptsächliche Aufmerksamkeit zu widmen habe - oder?

Gleichwohl gibt es Zeiten, in denen wohl jeder Mensch etwas Erholung braucht, manchmal auch für längere Zeit. So etwas habe ich ja nun auch schon hinter mir und werde es gewiss auch wieder erleben. Das gilt dann aber jeweils nur für das bestimmte Individuum, und nicht für alle. Der kollektive Fokus muss auf den Auswüchsen, den Krankheiten, den widerwärtigen Entwicklungen dieser Welt liegen.

Das jedenfalls ist mein "Credo".

Liebe Grüße!

dani hat gesagt…

@ charlie

auszug aus "zur besinnung kommen"

ich schalte die fernsehnachrichten ein oder nehme die zeitung zur hand und beginne zu lesen. was für ein verwirrendes durcheinander von unterschiedlichen kräften in dieser welt am werk ist! unser geist unser herz werden sofort mit leiden in den vielfältigsten formen bombardiert. wie können wir selbst, die wir keine experten auf dem gebiet der internationalen beziehungen, der politik, der wirtschaft, der sozialpolitik oder der verbrechensbekämpfung sind, das enorme ausmaß und die subtilen feinheiten all dessen erfassen, was in der welt vor sich geht? die berichterstattung über die geschehnisse von heute gleicht einem riesigen brausenden wasserfall: wer hat was gesagt, wer hat was getan, wer wußte was und wann, und wer wußte es nicht, wer ging wohin und wer hat auf was reagiert und wie hat er ode sie reagiert? und schon gestern gab es eine solche berichterstattung - und morgen wird es sie wieder geben. und keine davon, falls sie das interessiert, gibt genau das wieder, was geschehen ist. es sind geschichten über das, was geschehen ist, die von allerlei parametern eingeschränkt sind, von denen wir einige kennen, während wir von anderen keine blasse ahnung haben. und viel davon ist tendenziös, in der einen oder anderern richtung von meinungsmachern und politikern zurechtgestutzt,, die damit eine bestimmte wirkung erzielen oder vermeiden möchten.
nichtsdestoweniger erfahren wir schon eine ganze menge, wenn wir diese berichterstattung nicht ganz für bare münze halten. auf jeden fall zimmern wir uns ständig, ob wir dessen bewusst sind oder nicht, aus diesem strom partieller informationen, nach dem wir leicht süchtig werden können, unsere eigenen bilder von dem und meinungen über das zusammen, was in de welt vor sich geht. und manchmal regen wir uns vielleicht fürchterlich über bestimmte ereignisse auf. worüber wir uns aufregen, hängt natürlich davon ab, wer wir sind, worum wir uns kümmern und was wir überhaupt an uns heranlassen. während wir die zeitung durchblättern, nehmen wir viele zufällige details auf, aber auch zusammenhängende geschichten und analysen, woraus sich dann unsere eigenen gedanken, gefühle und meinungen bilden, die sich endlos fortsetzen. wenn wir die nachrichten im fernsehen sehen oder im radio hören, geschieht ähnliches. nach einer weile werden diese nachrichten, wie immer wir sie auch aufnehmen, zu einer gewohnten kost...... und zu einer wenig nahrhaften. denn die meisten nachrichten sind nur ein ständiger strom von "un-wohlsein" in seinen vielen erscheinungsformen. es gibt da wenig, was uns irgendwie aufbauen könnte.
tatsächlich gibt es jedoch eine ganze menge, das unsere stimmung heben könnte, man muß nur sehr genau hinsehen und hinhören.
jeden tag ist es etwas anderes, und doch ist etwas an den nachrichten über die tage, wochen, monate und jahre immer sehr ähnlich......es sind einfach nur nachrichten. im großen und ganzen ist es nicht leicht, herauszufinden, was wir damit anfangen sollen, wie wir sie auffassen und wie wir darauf reagieren sollen. da gibt es so viele drastische details, und gleichzeitig ist das alles so abstrakt und so unpersönlich - wenigstens so lange bis es persönlich wird. es ist schwer zu wissen, was man davon halten soll, was tatsächlich geschieht und wessen geschichten man glauben kann. zumindest finde ich es schwierig. bei allem, was über die nackten tatsachen hinausgeht - und selbst über diese kann man sich streiten -, ist es villeicht sogar unmöglich, das zu wissen.

"es gibt keinen löffel" - aus: matrix

"rashomon"

und nochmal: "wag the dog"

lieben gruß
dani