Mittwoch, 25. Januar 2017

SPD: Schulz vs. Gabriel


Zu diesem Parteitheater fällt mir erst ein dicker, übelriechender Klumpen Kotze aus dem Hals und dann die Liedzeile des damals (1980) noch halbwegs integeren Udo Lindenberg ein:

"Ob blond, ob braun, ob schwarz, ob henna -
und manchmal steh' ich auch auf Männer!"

Mehr gibt's dazu nicht zu sagen.

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Der Parteiredner



(Zeichnung von George Grosz [1893-1959], in: "Der Simpl", Nr. 7 vom Juli 1946)

Kommentare:

altautonomer hat gesagt…

Die Nominierung von Martin Kenntkeinesau ist nicht nur ein boulevardeskes Thema, sondern auch eine Marionettenbanalie. Das Narrenschiff ist vorerst die einzige Plattform in Klainbloggershausen, die sich des Themas annimmt und es gibt Gelegenheit, mal eine Stammtisch-Meinung zu äußern:

Hätte die SPD doch stattdessen ihren Genossen Mario Barth nominiert, der wegen seiner großen Popularität mehr Volksnähe verkörpert. Im Olympiastadion Berlin hatte Barth (SPD) im Juni 2014 einen Weltrekord mit 118.498 Gästen aufgestellt. Da kann die Raute nur von träumen.

Schulzens Martin hat dagegen nicht auch nur annähernd das neoliberal-sozialdemokratische Charisma einer Nahles oder (Hanni) Kraft, geschweige denn, das einer Angelina M aus der Uckermark. Nach seiner Zwischenlagerung im EU-Parlament ist nun seine endgültige Verrentung als größter Looser und nützlicher Idiot der Partei angepeilt. Gabriel hat sich raffiniert und geschmeidig dieser Schmach entzogen. Schulzens größter Konkurrenzbonus ist der der Häßlichkeit. Da kann dieser Dreitagebart-Zausel mit der CDU-Kandidatin gut mithalten. Denn über sie behaupten Satiriker, sie habe sich garantiert nicht hochgeschlafen.

Schließlich geht es aber nicht um einen Schönheitswettbewerb. Aber auch über sein politisches und ideologisches Profil könnte ich jetzt so aus der trockenen Hose keine Aussagen machen. Er ist für mich das ideale NoName-Produkt der politischen Elite. Ich vermute daher, dass seine Wahlkampfauftritte ganze Säle leeren und Telefonzellen füllen werden. Dort, wo er bisher durch negative Äußerungen und Handlungen auffiel, wurde immer gleich deutlich: Das können andere besser.

Schulz, dieser Schorsch Clowny aus dem Top-Model-Archiv der Sozen, wird als im Dezember 2017 62-Jähriger die Gnade der späten Geburt zuteil, denn ohne die Rente mit 67 würde er nach alter Regelung im Falle seiner Kanzlerschaft nach 3 Jahren Rentner und müßte, seinen eigenen Ansprüchen folgend, abtreten. Da er aber den Job übernommen hat, die SPD bei den nächsten Landtagswahlen auf Grund zu setzen, kann er sich schon mit 61 aufs Altenteil setzen. Die üppige EU-Alimentierung schützt ihn bereits vor einem Abrutschen in Hartz-4.

Mit diesem Mann beweist die SPD mal wieder, dass sie genau so gut ein weißes Blatt oder eine braune Tonne als Spitzenkandidaten aufstellen könnte, Stammwähler garantiert. Grundvoraussetzungen: Scharnier im Genick, fürs Abstimmen und eine Nirosta-Leber für Hintergrundgespräche und Fraktionssitzungen.



Charlie hat gesagt…

@ Altauto: Sehr köstlich - ich habe mich prächtig amüsiert! :-) Danke!

frei-blog hat gesagt…

@Altauonomer,
"Das Narrenschiff ist vorerst die einzige Plattform in Klainbloggershausen, die sich des Themas annimmt ..."

Stimmt nicht +gluckst+, siehe Posting vom 24.11.16:

http://frei-blog.blogspot.de/search?q=Martin+Schulz

:-)

Anonym hat gesagt…

Und Martin Compart hat Schulz aufm Kieker!
Und ich habe mich auch köstlich ob des verbalen Einfallsreichtum vom altautonomen amüsiert!
Es ist schwer sich zu so eienem einfallslosen Schulzausfall etwas auch nur annäherend Vernünftiges einfallen zulassen...
Obwohl Politik und Ratio sind schlechte Bettgenossen,nicht erst im postfaktischen Zeitalter-erwarte minütlich den Einschlag von was Ko(s)mischen-das unseren Eistenzen den Garaus macht..
Aber erst gucke ich die 1.True Detectice-Staffel!

Troptard hat gesagt…

@altautonomer,

ich schliesse mich dem Charlie an, Dein Text sehr angenehm und entspannend zu lesen.
Mehr davon!
Wenn man sich mit den Sozzen beschäftigt, dann denke ich, dass man dabei nie vernachlässigen sollte, dass hinter den Personen wie Gabriel und seinem Genossen Schulz aus der verkackten Eurodynastie, dieser entkorkte Geist aus der Flasche wieder aufsteigt.

Dieser sich andienende Geist von Sozialdemokraten, im Zweifelsfall die richtige Entscheidung zu treffen "für Nation, Vaterland und für das deutsche Kapital."

Und so ist es sicher kein Zufall, dass es wieder mal Sozis sind, die sich als bessere Alternative für die Durchsetzung deutscher Interessen aufstellen: Steinmeier als Bundespräsi, Gabriel als Aussenminister und Schulle als Kanzler -bzw Fizzekandidat.

Inzwischen fürchte ich die deutschen Sozzen mehr als die Partei von Angela Merkel.

Mechthild Mühlstein hat gesagt…

Ich verstehe nicht, was Ihr von den SPDisten erwartet. Daß sie den alten Bebel reanimieren und als kanzlerkandidaten aufstellen?

Das ist eine kotzpartei mit kotzpolitikern. Chulz ist halt einer von ihnen. Den Gerhardt Schröder hat vor seiner kandidatur außerhalb Niedersachsens auch kaum einer gekannt. Und das war besser so.

altautonomer hat gesagt…

Mechthild: Ich fand auf Deinem Blog dieses köstliche Video über Chulz:

https://1-euro-blog.blogspot.de/2017/01/zum-abschied-von-martin-chulz.html

Nicht schlecht.

Troptard hat gesagt…

@ Mechthild Mühlstein,

sich mit den Sozzen zu beschäftigen, mag zwar aus einer abgeklärten Perspektive unnütz erscheinen, halte ich aber dennoch für notwendig, weil mit dieser Partei immer noch die Illusion verbunden wird, eine Partei zu sein, die bereit ist aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen und an ihre Ursprünge anzuknüpfen.

Dazu ist sie genau nicht bereit, sondern benutzt ihr wiedergefundenes soziales Gewissen dazu, um sich als bessere Politik-Alternative für die Zukunft Deutschlands und den neuen Herausforderungen darzustellen (Angela Merkel ist diesen Herausforderungen ja nicht mehr gewachsen).

Dass diese Partei das erreichen kann, wovon Konservative nur träumen, dass hat sie mit Hartz IV und mit ihrer Kriegspolitik bereits bewiesen.

Und auch in Zukunft wird sie bereit sein, unter den sich abzeichnenden geopolitischen Veränderungen, mit aller Härte Deutschlands Interessen zu vertreten und diese Interessen werden dem Bürger erneut Opfer abverlangen und alles was an Sozialstaat erinnert auf den Müll der Geschichte befördern.


Wer das letztendlich besser kann, die Sozzen oder die Rechten ist dabei fast schon egal. Trump macht schon einmal vor wie das funktionieren kann, wenn bestimmte Reize ausgesendet werden und sich das demokratische Personal beim explodieren der Aktienkurse verkniffen wegduckt.

altautonomer hat gesagt…

Ja, er hat auch ein politisches Profil:
Schulz hat u.a. dafür gesorgt, dass seinem Freund Jean Claude Juncker nichts passiert, nachdem die Luxemburger Steuersparmodelle aufgeflogen sind, er hat die Bankenrettungsaktionen mitgetragen wie auch die Strafmaßnahmen gegen Griechenland, Spanien und Portugal, die in diesen Ländern zu erheblichem sozialen Elend beigetragen haben. Er hat die unselige Politik der EU gegenüber der Ukraine und Russland mitgetragen, die statt zu Entspannung zu mehr Spannungen und zum kalten Krieg führen.