Montag, 30. November 2015

Realitätsflucht (26): Risen 3: Titan Lords




Heute führt mich meine Realitätsflucht einmal mehr zurück in die Welt der Südsee. Es geht um das aktuell jüngste Spiel des kleinen Ruhrgebietsstudios Piranha Bytes, nämlich "Risen 3: Titan Lords" aus dem Jahr 2014. Ich habe mich anlässlich meiner Beschreibung des zweiten Teils schon zu einer kurzen Bewertung hinreißen lassen, muss diese nach dem zweiten Spielen aber zumindest teilweise etwas relativieren.

Dieser Text enthält Spoiler ohne Ende, weshalb Menschen, die das Spiel noch nicht kennen und es irgendwann selber spielen möchten, nicht weiterlesen sollten.

Nach dem Debakel von "Risen 2" startet dieses Spiel, das immerhin optional ohne DRM bzw. Steam-Zwang daherkommt (kleine Studios sind offenbar noch empfänglich für Kundenkritik), genauso bescheuert wie der Vorgänger: In einer knallbunten, alles andere als "offenen Welt" (was sich auch im weiteren Verlauf nicht ändert) bricht der "namenlose Held" in sein Abenteuer auf und darf sich durch Legionen von Gegnern schnetzeln. Dieser Beginn ist genauso langweilig, wie er sich hier liest: Man könnte stattdessen auch irgendein popeliges Konsolenspiel von der Stange spielen und hätte dasselbe Ergebnis.

Die Irritationen reißen aber nicht ab - denn schnell stellt der entsetzte Spieler fest, dass Piranha Bytes sich aus unbekannten Gründen dazu entschlossen hat, die Geschichte des "namenlosen Helden" zu verändern: Plötzlich spielt man also - das durchgefickte US-Seriengedöns stand hier wohl Pate - nicht mehr den "Namenlosen", sondern - und das muss man sich erst einmal ausdenken - den Bruder der Stahlbart-Tochter Patty, die beide aus den vorangegangenen Teilen gut bekannt sind. Damit sind nicht nur die Logik, sondern auch die wunderbaren, teilweise anzüglichen Dialoge zwischen dem Helden und Patty Geschichte. Es ist nur eine Randnotiz, dass die gute Piraten-Patty hier visuell zu einem ekelhaften, dickbrüstigen Monstrum mutiert ist.

Im letzten Drittel des Spieles trifft man - sofern man denn einen bestimmten, keineswegs zwingend notwendigen Weg in einer der dann zugänglichen Regionen entlang läuft - auf den tatsächlichen "Namenlosen", mit dem ein kurzes, wenig informatives Gespräch stattfindet. Das ganze wirkt jedoch dermaßen aufgesetzt - nicht zuletzt durch die Tatsache, dass sich beide zum Verwechseln ähnlich sehen und der aktuelle "namenlose Held" (also der Bruder Pattys) dieselbe Stimme besitzt wie einst der andere "namenlose Held" aus den Vorgängerteilen, während der hier getroffene "echte Namenlose" mit der im Spiel wiederholt auftauchenden Stimme irgendeines dummen Lakaien spricht -, dass ich das nur als albernen Klamauk klassifizieren kann. Was die Entwickler da geritten hat, weiß ich nicht - es war aber ganz gewiss nichts Schönes.

Zum Spiel an sich gibt es nicht viel zu sagen. Die offene Welt vergangenener Gothic-Zeiten bleibt Geschichte: Wir haben es hier wiederum mit ein paar Südseeinseln zu tun, zu denen man reisen kann und die jeweils fest definierte, also deutlich eingegrenzte Wege und Areale besitzen, innerhalb derer man sich bewegen kann. Es gibt reichlich Quests zu erledigen, von denen nicht wenige allerdings so bescheuert sind, dass man tatsächlich keine Lust verspürt, sie auch zu verfolgen - teilweise artet es schon in lästige Pflichtarbeit aus, das Questbuch allmählich zu leeren. Ich kenne kein anderes Spiel dieses Genres (abgesehen von "Risen 2"), das es mir so schwer gemacht hat, nach einiger Zeit einen zweiten Durchlauf zu starten: Ich habe diesen Neustart monatelang vor mir hergeschoben und ihn letztlich nur deshalb begonnen, weil ich noch etwas dazu schreiben wollte. Dazu gehören selbstverständlich auch die allzu lächerlichen "Bosskämpfe", die es in diesem Spiel gehäuft gibt und die allesamt mit dem Wort "Konsolenkacke" hinreichend beschrieben sind.

Ja, das Spiel ist furchtbar schlecht und erinnert an jeder Ecke an eben jene Konsolenkacke, für die es offensichtlich auch konzipiert wurde. Es hat nichts mehr zu tun mit den großartigen Gothic-Werken der Vergangenheit. Und trotzdem tauchen dort - im Gegensatz zum Vorgänger - gelegentlich Momente auf, die sehnsüchtige Erinnerungen wach werden lassen. Es wird erahnbar, dass die Entwickler ihr Talent nicht etwa verloren, sondern schlicht an den schnöden "Markt" verscherbelt haben und sich inzwischen - wahrscheinlich gezwungenermaßen - leidlich prostituieren, um genug Geld zu verdienen. Auf mich wirkt das Spiel wie ein verzweifelter Versuch, den "alten Anspruch" irgendwie in den kapitalistischen Kommerz zu überführen - so dass das unvermeidliche Scheitern vorprogrammiert ist.

Auf meinem Win7/64-System gab's bis auf ein paar wenige Abstürze keine Probleme. Die Grafik ist mittelprächtig, die Musik ist wenig einprägsam und die Dialoge sind - gemessen an den Gothic-Vorgängern - flach und nichtssagend, immerhin aber größtenteils professionell gesprochen. Ich halte es für ausgeschlossen, dass ich irgendwann in ferner Zukunft dieses Spiel ein drittes Mal starten werde - da spiele ich lieber zum zehnten Male "Venetica", "Black Mesa" oder einen der alten "Gothic"-Teile.

Ich fürchte, von Piranha Bytes dürfen wir nichts mehr erwarten. "Risen 3" war jedenfalls das letzte Spiel, das ich denen für eine horrende Summe abgekauft habe. Der oben verlinkte Trailer hat - wie so oft - mit dem Spiel so gut wie nichts zu tun.


Kommentare:

Martin hat gesagt…

Hi Charlie,

ich stimme dir in fast allen Punkten zu. Soll heißen, es ist nicht nur meine Meinung, sondern du sprichst über Tatsachen. Ledigklich der Punkt, wo du sagst der neue Held würde die gleiche Stimme des alten Helden haben - das ist falsch! Er hat eine komplett neue Stimme. Desweiteren finde ich hat Risen 3 trotz seines wohl bescheuertensten Anfangs, die dämlichste Tutorial-Kacke, die gegen alles Niveau von Piranha Bytes spricht, immerhin einige sehr atmosphärische und immersive Momente im späteren Verlauf. Die Musik finde ich sehr gelungen, das Erkunden der wunderschönen Inseln macht Spaß. Es ist in jeder Hinsicht unter der Professionalität eines Gothics, aber vergleicht man es mit aktuellen Rollenspielen auf dem Markt, so ist Risen 3 dennoch ein Highlight. Es hat einen roten Faden, was man von z.B. Skyrim nicht behaupten darf und auch das hochgelobte The Witcher 3 ist Mainstreamkost. Man ist eben Gothic gewohnt und schraubt die Erwartungen dementsprechend sehr hoch. Aber es stimmt schon, dass PiranhaBytes nicht mehr auf dem Niveau von vor 15 Jahren arbeitet. Sie haben sich leider stark zurückentwickelt. Das gesamte Gameplay ist übersäht mit Vereinfachungen und Casualisierungen. Ein neuer Held ist sowas wie ein Todesstoß einer Serie. Patty habe ich als genauso hässlich empfunden. Und schon die Tatsache, dass man alte Charaktere quasi vollständig ersetzt - sei es das Aussehen oder die Stimme. Das ist wie als würde Clint Eastwood in der Dollar-Trilogie plötzlich von einem anderen gespielt und gesprochen. Ein No-Go!!!!!

Schade, aber wenn es nur noch um reinen Massenumsatz geht und man eine größere Zielgruppe ansprechen will, dann muss man eben Quantität statt Qualität produzieren. Dass einer der ursprünglich besten Entwickler wie Piranha Bytes, denen wir diese tollen Gothic-Meisterwerke zu verdanken haben, nun auch von Blizzard und Konsorten abschaut, das hätte ich nie für möglich gehalten.

Charlie hat gesagt…

@ Martin: Danke für den Kommentar. Ich habe mir schon gedacht, dass Du eine etwas differenzierte Sicht auf dieses Spiel besitzt und finde es gut, dass Du sie auch so deutlich formulierst.

Was mich am allermeisten bestürzt, ist ja die Tatsache, dass hier - angesichts des heute möglichen Potenzials - ein riesiges, schier unermessliches Brachland sichtbar wird, das völlig ungenutzt bleibt: Offensichtlich traut sich heute niemand mehr, ein tatsächlich halbwegs "anspruchsvolles" Rollenspiel zu entwickeln, das sich nicht auf Grundschulniveau bewegt ("The Witcher 3" kenne ich noch nicht, werde mich aber auch da bald weiterbilden).

Man könnte irre werden bei dem Gedanken, was mit den heutigen technischen Möglichkeiten alles machbar wäre, um beispielsweise die Gothic-Reihe (deren Rechte inzwischen ja wieder bei Piranha Bytes liegen) fortzuführen und weiterzuentwickeln. Es tut tatsächlich weh, wenn man stattdessen ein solches Spiel wie "Risen 3" präsentiert bekommt: Das ist, als wäre Beethoven seinerzeit auf den Strich gegangen und hätte statt seines Violinkonzertes einige Schlager geschrieben, die heute selbstredend niemand mehr kennt.

Zu dem Sprecher: Da hast Du vollkommen recht. Es ist nicht mehr Martin Schäfer, der den "Namenlosen" spricht. Aufgefallen ist mir das aber tatsächlich erst durch Deinen Hinweis, da auch der neue Sprecher - im Vergleich zu den anderen neuen Stimmen im Spiel (Patty, Bones etc.) - noch so etwas wie Charakter besitzt und durchaus zur Rolle passt. Mit anderen Worten: Er fällt nicht unangenehm auf. Die Kritik bleibt aber bestehen, denn der "echte" Namenlose am Lagerfeuer auf Caldera spricht ja tatsächlich mit einer albernen Lakaienstimme, die dem Original aus den Vorgängerspielen nicht einmal ansatzweise nahekommt. Ganz besonders schlimm, das habe ich vergessen zu erwähnen, ist auch die Sprachausgabe von Eldric, der hier wie ein dementer Tattergreis klingt.

Wo, um alles in der Welt, werden neue Rollenspiele entwickelt, die diesen Namen auch verdienen und nicht für GrundschülerInnen mit Konsolenfetisch konzipiert sind? Ich suche verzweifelt danach, werde und werde aber nicht fündig.

Liebe Grüße!

Hubert Farnsworth hat gesagt…

Hi Charlie,
Wenn du dir den Witcher antun willst starte von vorne. Jetzt um die Weihnachtszeit herum bekommst du die beiden ersten Teile fast überall buchstäblich für'n Appel und ein Ei nachgeschmissen (so 1-2 Euro) und die sind was die Story und das "R" in RPG angeht wesentlich besser als Teil 3.

Was nicht heißen soll dass der Witcher 3 schlecht ist, mir hat's sehr viel Spass gemacht die, jetzt endlich wirklich offene, open world zu durchstreifen. Und, anders als bei Skyrim zetbe, kann man durchaus viele schöne Nebenquests erleben, die eigene kleine Geschichten erzählen und einen manchmal quer durch die wunderbar animierte Landschaft schicken.
Allerdings solltest du, wenn du alle drei Teile back-to-back spielen willst, so um die 400 Stunden einplanen.

Alles in allem ist die Witcher Serie mit dem abschließenden dritten Teil imho zur besten "modernen" Rollenspiel-Serie geworden. Wobei, Mass Effect 1 und 2 waren auch sehr gut, aber die sind von EA, sowas würde ich niemandem empfehlen.
Aber wie immer gilt: YMMV (Your mileage may vary), is halt Geschmackssache, sagte der Affe und biss in die Seife. ;-)

Charlie hat gesagt…

@ Hubert: Danke für die Tipps. Allerdings habe ich die beiden ersten Teile von "The Witcher" bereits, konnte aber lediglich den zweiten Teil spielen, da sich der erste auf meinem System beharrlich und trotz mannigfaltiger Versuche weigert zu starten.

Die DVD-Box, die den dritten Teil enthält, liegt hier schon eine Weile herum - ich spare mir neue Spiele ja gerne auf, bis wieder "Nachschub" in Sicht ist. Der ist in diesem Jahr allerdings nirgends zu entdecken, so dass ich zunächst wohl eher auf andere Spiele ausweichen werde. Vielleicht kannst Du dieses psychotische Junkie-Verhalten ja nachvollziehen. ;-)

In meinem Spiele-Ordner harren immer noch Titel wie "Bioshock 1-3", "Fallout: New Vegas", "The Vanishing of Ethan Carter" und viele andere mehr ihrer Entdeckung - es gibt also viel zu tun in meiner Freizeit, auch wenn mir ein gutes Rollenspiel weitaus(!) lieber wäre. "The Witcher 3" läuft mir nicht weg.

Liebe Grüße!

Martin hat gesagt…

Ich kann mir nicht erklären, weshalb The Witcher 1 bei dir nicht läuft. Ich hatte mit meiner Handels-DVD keine Probleme. Hast du den aktuellen Patch 1.5? Wenn du es bei GOG kaufst (ab und zu für 1,39 € zu bekommen) dann hat es einen hauseigenen Installer, der dann wirklich zu 100 % kompatibel mit aktuellen Systemen sein sollte.

Aber auch dieses Spiel hat einige sehr große Schwächen was das Gameplay angeht. Doch wenn man das schafft zu ignorieren und dem Spiel die Chance gibt, es durchzuspielen, dann wird man durchaus mit einem großartigen Rollenspiel-Erlebnis belohnt.

The Witcher 3 hat wirklich den Vorteil, dass es im Vergleich zu den Vorgängern Open-World ist. Aber auch hier wird man schwer enttäuscht, wenn man es ständig mit Gothic vergleicht. Es fühlt sich genau wie Risen 3, extrem nach Mainstreamkost an. Risen 3 fande ich sogar noch um einiges professioneller gemacht. Habe aber The Witcher 3 nie durchgespielt, weil ich es langweilig fande. In den Trailern sieht es immer bombastisch aus, aber wenn man es selber spielt, dann hat es nicht ansatzweise den Tiefgang und die dichte Atmosphäre eines Gothic.

Solltest Gothic 1 mal spielen, wenn du auf der Suche bist! Was Besseres kannst du nicht finden.

BioShock habe ich auch noch herumliegen. Infinite habe ich durchgespielt - war ziemlich gut. Leider nur artete es allzu oft in Stumpfsinngeballer aus. Die besten Shooter sind für mich "No One Lives Forever" und "Call of Cthulhu".

The Vanishihng of Ethan Carter muss ich auch noch spielen, aber ich empfehle dir außerdem SOMA, Neverending Nightmares und The Cat Lady. Das sind Spiele mit Story und von hoher Qualität.

Grüße

Charlie hat gesagt…

@ Martin: Ich habe das "Witcher-Double-Feature", das die beiden ersten Teile enthält, und selbstredend habe ich sämtliche Patches installiert sowie gefühlte 100 "Anleitungen" aus dem Internet ausprobiert, da das Problem ja viele andere auch betrifft, die das Spiel auf einem Win7-System nicht starten können. Inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass es einfach nicht läuft.

Danke auch für Deine Tipps. Ich werde mich über die genannten Spiele mal informieren, wobei mir "SOMA" schon bekannt ist, ohne es gespielt zu haben.

Liebe Grüße!

Charlie hat gesagt…

Kleiner Nachtrag: Es ist wahrlich herzerfrischend, was ein völlig subjektiver, provinzieller Spielebericht wie dieser in den erlauchten Kreisen der selbsternannten Spezialexperten auslösen kann. Wer kurzweilige Unterhaltung zu diesem Thema auf Pegida-Niveau sucht, wird beispielsweise hier fündig.

Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert - und wieder einmal gefragt, ob es nicht endlich an der Zeit ist, "Ironiezeichen" einzuführen, damit auch wirklich jeder bildungsferne Depp auf der sicheren Seite ist. :-)

Und nicht ein einziger kleiner Hater hat sich getraut, seine Ergüsse hier abzuladen - was für erbärmliche Weicheier. :D - (Memo an mich selbst: Ironiezeichen nicht vergessen!)

Hubert Farnsworth hat gesagt…

ROFL. Was erwartest du denn in so einem Fanboy-Forum anderes? Du hast einen Teil ihrer heiligen Kuh schlechtgemacht - Steinigt ihn!!1!einsölf!

Charlie hat gesagt…

@ Hubert: Ich erwarte da gar nichts. Ich hab' das bloß zufällig gefunden und mich beim Lesen köstlich amüsiert - ich darf also frohen Herzens von einem "Gewinn" sprechen, denn Amüsement ist extrem rar in diesen finsteren Zeiten. ;-)

Martin hat gesagt…

Ich habe übrigens diese Kritik im Forum gepostet (ich hoffe doch du hattest nichts dagegen, Charlie). Weil ich finde sie wirklich interessant - so dass es mir wichtig war, dass andere davon erfahren. Weil was bringt eine noch so gute Kritik, wenn sie niemand liest. Und hier sieht man eindeutig, was für hirnlose Deppen sich da im Forum herumtreiben. Kein wunder, warum wir von solchen Politikern regiert werden. Das dumme Volk wählt sie ja!

Grüße
Martin

Charlie hat gesagt…

@ Martin: Ja, das habe ich mir schon gedacht, und nein, selbstverständlich habe ich nichts dagegen - wenn ich öffentlich etwas ausposaune, dann ist es nur naheliegend, dass es - zumindest manchmal - gewisse Kreise zieht.

In jenem Spieleforum, in dem ich vorher noch nie gelesen hatte, treiben sich aber ja nicht ausschließlich Deppen herum - zwischendurch ist da auch (völlig unabhängig von der jeweiligen Einschätzung dieses Spieles) die eine oder andere Meinungsäußerung zu finden, die durchaus auf einen nachdenklichen Urheber schließen lässt. Das ist - dort wie im "richtigen Leben" - aber leider die Minderheit.

Das ist indes kein Problem, dass nur die Fanboys irgendwelcher Spiele betrifft: Ich bin nebenbei beispielsweise auch in einem Forum unterwegs, in dem sich MusikerInnen und KomponistInnen miteinander austauschen (sollen). Da ist dasselbe Phänomen anzutreffen: Wer Mozart oder Bach nicht vorbehaltlos anbetet (wie beispielsweise ich), ist ein Ketzer und gehört fraglos auf den Scheiterhaufen. Da kann man argumentieren, wie man will - Bildung schützt vor Extremismus und zeitgeistlicher Dummheit nicht.

Unsere schöne, neue Welt kennt keine Diskurse mehr, dafür aber jede Menge Absolutismus und noch mehr billigen Hass. Es ist zum Davonlaufen.

Liebe Grüße!