Donnerstag, 11. Januar 2018

Die Wanzen im Wohnzimmer: Killefit und Pallepap


Mit der "smarten" Technik ist das so eine Sache: Die einen preisen sie hymnisch als großartigen Fortschritt in eine güldene Zukunft, die anderen speien Galle und sauren Magensaft angesichts dieser Entwicklungen – die breite Masse jedoch, das habe ich beispielsweise in meinem persönlichen Umfeld bitter lernen müssen, konsumiert sie schlicht und ergreifend.

Da gibt es keine erkennbare Tendenz, dem kaum mehr aufzuhaltenden Dumpfphone-Wahn irgendwie entgegenzutreten und erst recht keine Ambitionen, den noch viel bescheuerteren lauschenden Lautsprechern namens Alexa oder Google zumindest mit einem kleinen Mindestmaß an Skepsis zu begegnen. Stattdessen stellen sich Hinz und Kunz diese debilen Geräte, für die sie zudem ordentlich Kohle abdrücken, ganz ohne Zwang und lächelnd in die Bude und finden das richtig toll und sehr modern. Das äußert sich dann beispielsweise in einem Kommentar wie diesem, den ich unter einem sehr lesenswerten, kritischen Text zum Thema bei Zeit Online fand, wo ein gewisser Peter Laumeier die folgenden Zeilen erbrach:

Wenn ich z.B. nach der Arbeit die Wohnung betrete, muss ich lediglich einen kurzen Befehl aussprechen und alle gewünschten Lampen (samt Lichtspektrum, Lichtstärke), bestimmte Audio-Applikationen wie Tagesschau in 100 Sekunden) werden sofort aktiviert. Für jede bestimmte Tätigkeit habe ich unterschiedliche Befehle und unterschiedliche Atmosphären eingerichtet: "Aufräumen", "Aufstehen", "Nachtlicht" etc. / Ohne diese sprachlichen Befehle und Verknüpfungen müsste ich jedesmal umständlich die jeweiligen Apps öffnen und einrichten. / Oder beim Musikhören: Das Abspielen einzelner Titel, oder Alben, oder individueller Playlists kann ich von einer auf die Sekunde hören, ohne lange im Rechner zu suchen, oder gar CDs herauszusuchen, einzulegen, Anlagen einzuschalten etc. Durch meine W-Lan-Lautsprecher, die über Alexa gesteuert werden, ist ein sofortiger Zugriff auf die gesamte Datenbank (40 Millionen Songs) garantiert. Und das in allen Räumen, die man gerade beschallen möchte. / Ein Genuss.

Beim Lesen beschlich mich das dunkle Gefühl – oder eher die Gewissheit –, dass die Menschheit tatsächlich immer dümmer wird. Was hat der bedauernswerte Mann bloß getan, als es noch keine "smarte" Technik gab? Hat er etwa tatsächlich manuell einen Lichtschalter betätigt oder sein Propaganda-TV oder die Musikanlage mit dem eigenen Finger eingeschaltet? Man mag das kaum glauben! Vielleicht hat der arme Mensch ja gar keine Finger? – Aus meiner bescheidenen Sicht ist das ein schrilles Beispiel für die vollkommene Debilisierung – sprich: restlose Verblödung – dieser Gesellschaft. Da werden nicht nur die immensen Gefahren, die diese lächerliche Technologie birgt (Überwachung aller persönlicher Aktivitäten und Aufenthaltsorte, sowohl von staatlicher, als auch von wirtschaftlicher Seite etc.), ignoriert, sondern die angeblichen Vorteile, die eher mit den Worten "Killefit und Pallepap" korrekt beschrieben wären, gepriesen, als gebe es kein Morgen.

Der "Große Bruder" frohlockt orgiastisch, die Intelligenz wimmert und die Evolution gibt unter erbärmlichen Seufzern resignierend auf. Die Aufklärung ist ein Projekt der Vergangenheit, das eigene Denken wurde abgeschafft und demnächst lässt sich jeder Bürger Kapitalistans – freilich nicht ohne dafür freiwillig (!) zu bezahlen – einen Chip implantieren, der ihm das staats- und kapitaltreue Denken abnimmt.

Wir könnten gar nicht tiefer in der stinkenden, kapitalistischen Scheiße stecken.

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Nur Optimismus bringt Rettung!


"Ewig bleibt es ja nicht Winter; sobald das Eis schmilzt, kann ich wieder schwimmen."

(Zeichnung von Karl Arnold [1883-1953], in "Simplicissimus", Heft 42 vom 15.01.1933)

Kommentare:

altautonomer hat gesagt…

1. "Das Abspielen einzelner Titel, oder Alben, oder individueller Playlists kann ich von einer auf die Sekunde hören, ohne lange im Rechner zu suchen..." Alles klar. "Alexa, spiel mal was von Guns n Roses!" Alexa: "Ich kenne keine Band mit dem Namen Ganze Rosen!"

2. Ein mir bekannter Technikfreak, der alles von Apple im Haus hat, wie Smartphones für die ganze Familie, Notebooks, I-Pads u. dergl. hat, hat Alexa wieder verkauft, als er hörte, dass deren Microfone permanent alles aufnehmen, was in der Wohnung gesprochen wird. Diese Gespräche werden dann an den Zentralserver weitergeleitet. Ob sie dort auch aufgezeichnet werden, weiss ich nicht. Soweit ich jedoch informiert bin, funktioniert Alexa nur über ein Smartdingens.

Mecki hat gesagt…

Ist zwar nicht neu der Vergleich, kommt aber immer wieder geil:
Stasi und Co. haben massenhaft Gelder für Überwachung ausgegeben, einen immensen Aufwand für Geheimhaltung etc. betrieben und gegen die Volkszählung sind die Leute auf die Straße gegangen. Heute stellt sich jeder seine Abhörgeräte - gegen Bezahlung(!!) natürlich - nicht nur freiwillig in die Wohnung (oder lädt sich dergleichen zB als Apps runter), sondern sieht sie auch als nutzbringend bzw. als Gewinn an.

Da möchte man nur noch mehrfach (mit Anlauf, lachend und mit dem Kopf voraus) gegen eine Wand rennen....

schadensmeldung hat gesagt…

@Charlie,
zum Teufel, wer oder was ist Alexa? Ich passe immer weniger in diese komische Zeit, geht mir aber locker am Hintern vorbei, da ich nichts von Bedeutung verpasse.
Vor Tagen las ich den Lobgesang einer überzeugten Smartphonerin auf taz.de, fühlte mich dabei steinalt und irgendwie nicht von dieser Welt. Ich bezweifle, ob die Autorin ihre dahinrinnende Zeit an einer Sonnenuhr ablesen- oder einen Nagel in die Wand hämmern könnte.
Vor Jahren wunderte ich mich noch über stumpfsinnige Selbstgespräche gestikulierender Mitmenschen; heute wundere ich mich darüber, wie offenherzig privates nach außen getragen wird.
Selbst Kinder werden schon auf Hightech-Funktion getrimmt.
Gruß aus der Steinzeit – Volker

Troptard hat gesagt…

Ich versuche es mal so zu formulieren: Historisch betrachtet ist die Entwicklung des technisch, wissenschaftlichen Fortschritts bei denen nicht besonders gut angekommen, die sich ihn aneignen bzw. unterwerfen sollten.

Einen persönlichen Fortschritt darin zu erkennen, dass persönliche Fertigkeiten und Kenntnisse durch den Takt der Maschine ersetzt werden können, hat für mich berechtigterweise auch massiven Widerstand hervorgerufen, weil damit auch stets die Entwertung nicht nur der persönlichen Fertigkeiten als Ziel beabsichtigt war, sondern ebenso die Reduktion und Fragmentierung des Menschen und seine Anpassung an die Maschine, seine Instrumentalisierung für andere Zwecke, die nicht seine sind.

Fragmentierung bedeutet dann das, was ich selbst nur noch sporadisch selbst erfahren habe, aber meine Eltern täglich, die Anpassung ihres Biorhytmus an die Maschinnlogik, das Leben im Takt der Maschine durch Schichtarbeit (Maschine braucht keinen Schlaf, solange der Strom nicht abgeschaltet wird).

Selbstverständlich lässt sich das wie immer auch als Chance in die Zukunft betrachten, als Hoffnung in den technisch wissenschaftlichen Fortschritt, als Befreiungsvision für die Menschheit, als Weg in die Emanzipation.

Das dieser technisch wissenschaftliche Fortschritt für mich inzwischen nur das sein kann, eine notwendige Nebenbedingung für die Emanzipation, nicht mehr ihre Voraussetzung, deshalb wäre es schon interessant sich zu fragen, warum will eigentlich kaum einer mehr so recht will.

Damit meine ich nur, die eigenen Vorraussetzungen mal zu hinterfragen.

P.S. Ich habe einen Feuermelder in meinem Haus.Das wurde irgendwann Pflicht. Frage: Kann ich damit abgehört werden?

altautonomer hat gesagt…

Steinzeitvolker:
In Deutschland stehen bereits in 500.000 Haushalten Alexa-Sprachtsteuerungsgeräte von Amazon und Google. WhatsApp, Spotify, Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat, Siri Neuwagen mit GPS und Notruf und Fitnesstracker läuten das Ende des Datenschutzes auf der Basis der Freiwilligkeit der Nutzer ein. Hervorzuheben ist aber die neue Qualität der Sprachsteuerungsgeräte, denn die Kommunikation bleibt nicht auf die eigne Wohnung beschränkt, sonder die Geräte sind die Schnttstelle zu gigantischen Rechenzentren (Zentralserver)die wiederum riesigen Konzernen gehören.

altautonomer hat gesagt…

Troptard: VHS-Kassetten abgeschafft, ersetzt durch DVD, Musikkassetten abgeschafft, ersetzt durch CD, Tastentelefon abgeschafft, ersetzt durch Handys, Röhrenbildschirm abgeschafft, ersetzt durch Flachbildschirme, 3-Wege-Boxen von der Größe einer Hundehütte ersetzt durch Miniboxen mit noch besserer Klangquali.

Jetzt geht weiter:
DVD abgeschafft durch PC und Smartphone (Streaming), CD abgeschafft durch USB-Stick (auch in Autos), 26-Zoll-Bikes ersetzt durch 27,5 und 29-Zoll-Bikes, .....

ist das Dein technischer Fortschritt oder die kapitalistisch ausgeklügelte Zwang zum Konsumieren, der im Gewand der freien Entscheidung daherkommt.

"Selbstverständlich lässt sich das wie immer auch als Chance in die Zukunft betrachten, als Hoffnung in den technisch wissenschaftlichen Fortschritt, als Befreiungsvision für die Menschheit, als Weg in die Emanzipation." Das hätte ich, um Dich nicht misszuverstehen, etwas konkreter. Angeblich sichere Atomernergie (wohin mit dem Müll?), Nanotechnologie (kancerogen) und Kunststoffherstellung (Weltmeere vermüllt) waren "techn.-wissensch." Sackgassen. Diese Geister bekommen wir nicht wieder in die Flasche zurück.

Troptard hat gesagt…

Hallo Altautonommer,

ich erkenne da zunächst mal keine Differenz zwischen uns. Möglicherweise gibt es da Unterschiede in der Wahrnehmung der bürgerlichen Selbstdarstellung, bin mir aber darin nicht unbedingt sicher.

Dass Selbstdarstellung der nationalen Ökonomie/Volkswirtschaftslehre und Bedürfnis seiner Insassen bereits derart übereinstimmend sein sollen, dass erstaunt mich doch dann ziemlich unerwartet und wäre wieder so ein heftiger Tritt gegen meine schwache Wirbelsäule, gegen mein Rückgrat.

Mein Einwand dagegen war doch ziemlich bescheiden und ist sicherlich auch so nicht haltbar.

Ich nehme allerdings auch eine zunehmend andere Tendenz wahr. Ein zunehmendes Misstrauen in Wissenschaft, Technik und Forschung, nicht unbedingt als grundsätzliche Kritik an den gesellschaftlichen Zielen und in die Richtung dieser Forschung, sondern eher daran, dass diese Forschung irdisch eben nicht viel mehr anzubieten hat als ziemlich vage Versprechungen und in der Physik ziemlich viel schwarz: Schwarze Löcher und schwarze Materie.

Charlie hat gesagt…

@ Troptard: Ich kann Deine Kritik - sofern ich sie richtig verstanden habe (bitte korrigiere mich andernfalls) - ebenfalls so nicht stehen lassen. Kritik an der Wissenschaft und insbesondere am Teilbereich "Technologie" ist ja durchaus sinnvoll und notwendig - deswegen aber den kompletten Fachbereich zu verdammen, erscheint mir nicht zielführend.

Die technologische Entwicklung hat eben - um mit zwei willkürlichen Beispielen zu argumentieren - eben nicht nur Atomkraft, sondern auch die Hirnchirugie ermöglicht. Dass die Letztere schlussendlich nur "zahlungskräftigen" Menschen des "Westens" zur Verfügung steht (und auch dort werden es immer weniger), steht auf einem anderen (nämlich kommunistischen) Blatt und hat mit der technologischen Leistung erst einmal nichts zu tun.

Die kapitalistische Verwertungsunlogik ist es doch, die technologische Fortschritte erst pervertiert und neben manchen sinnvollen auch unzählige hirnverbrannte, gänzlich überflüssige oder gar kontraproduktive "Produkte" hervorbringt (siehe "Alexa"). Nicht die Naturwissenschaft, sondern der Kapitalismus ist hier zu geißeln - auch wenn freilich viele Naturwissenschaftler diesem perversen System zuarbeiten (müssen).

In Sachen Kosmologie widerspreche ich Dir aber vehement: Ich halte es für ein äußerst zivilisatorisches, aufgeklärtes Zeichen, dass sich die Physik der Kosmologie mit schwarzen Löchern, dunkler Materie und sogar weit darüber hinaus reichenden Themen wie Zeitreisen beschäftigt. Es ist kein Zufall, dass spektrum.de eine meiner Lieblingsseiten im Netz ist.

Ich warte schließlich jeden Tag darauf, dass mich die "Enterprise" endlich aus dieser irdischen Hölle abholt. ;-)

Buchtipp dazu: "Zeitreisen. Von Schwarzen Löchern und den Möglichkeiten der Zukunft" von Steffen Haselbach (1997).

Liebe Grüße!

Charlie hat gesagt…

@ Mecki: "Da möchte man nur noch mehrfach (mit Anlauf, lachend und mit dem Kopf voraus) gegen eine Wand rennen...."

Genau das tue ich jeden Tag, sobald ich eine Nachrichtenseite lese. Vielleicht ist das der Grund, weshalb mir der Schädel unentwegt weh tut ...

Liebe Grüße!

altautonomer hat gesagt…

Troptard: Ein echter Fortschritt in der techn. Wissenschaft wäre ein preisgünstiges E-Auto mit einer Reichweite von 800 km nd einem Akku, der nicht größer ist, als eine Aktentasche. Kann sein, dass die Ölmultis darüber nicht sehr erfreut wären.

Troptard hat gesagt…

Hallo Charlie,

um etwas gänzlich zu verdammen, da finde ich mich selbst viel zu nett.
Ich habe doch nur darauf hingewiesen, dass ich eine zunehmend reservierte Haltung gegenüber dem Wissenschaftsbetrieb wahrnehme, eben auch bei mir selbst.

Unabhängig davon, dass Ziele und Ergebnisse der Forschung für die Gesellschaft als Ganzes kaum noch nachvollziehbar sind ( immer mehr fragmentiertes Wissen für Insider) und ebenso finanzieller Aufwand im Verhältnis zum Nutzen kaum noch nachvollziehbar sind.

Ohne das jetzt an Beispielen konkret zu machen, so knüpfe ich einfach mal an eine Seite an, und zwar von "Spektrum der Wissenschaft", welche Dir wohl besonders zusagt.
Bis vor einem Jahr kannte ich diese Seite und auch die Seite von "Scienceblogs.de" noch nicht, habe mich nur dafür interessiert, weil die "Katze aus dem Sack", ein Kommentator/ eine Kommentatorin beim Feynsinn mich mal verdächtigt hatte, dort unter einem anderen Pseudonym wissenschaftskritisch rumzustänkern. Da war Troptard schwer beleidigt, weil ihm so eine Niederträchtigkeit nie einfallen würde. Wenn, dann immer mit offenem Visier.

Nun gut ich lese dort gern, bin aber doch stets auf's neue überrascht, wie gesellschaftsunkritisch die Beiträge dort weitgehend sind und wie systemkonform auch die Kommentare. "Von Kritik der politischen Ökonomie" wird man dort äusserst selten überrascht. Ich würde dort auch nie einen Kommentar hinterlassen, der die selbstbestätigende Ebene verlässt, um dort nicht zefetzt zu werden.

Übrigens bin ich selbst ein grosser Scifi-Fan. In jungen Jahren habe ich alle Taschenbücher von Stanislaw Lem verschlungen.

Das hatte für mich allerdings mehr damit zu tun, mich in eine Welt der Fantasie hinein zu begeben, nicht unbedingt der Welt zu entfliehen. Als Physiker hatte der wirklich sehr viel Fantasie. Ich habe seine BÜcher leider nicht mehr, erinnere mich aber noch daran, dass darin mal die Vermählung eines Erdenmenschen mit einem Insektenweibchen vorkam, natürlich auf einem anderen Planeten.

So ich mach jetzt hier mal Schluss: Vielleicht bin ich viel zu irdisch und liebe das, was mich als Natur umgibt viel zu sehr, eben ein Wesen von dieser Erde, ein beabsichtigtes oder auch unbeabsichtigtes Teil davon und ebenso Teil eines Ganzen, das ich niemals begreifen werde.









Charlie hat gesagt…

@ Troptard: Eben diese "reservierte Haltung gegenüber dem Wissenschaftsbetrieb" - in dieser generellen, pauschalen Form - verstehe und teile ich nicht. Ich habe ja schon angedeutet, was ich in diesem Bereich durchaus als kritikwürdig und zu erheblichen Teilen auch schändlich, schädlich oder schlicht widerwärtig empfinde - ich hoffe, das muss ich nicht weiter ausführen.

Zum anderen Thema: Stanisław Lem war auch aus meiner Sicht einer der besten SF-Schriftsteller der Neuzeit. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor vielen Jahren an der Uni mal einen kleinen Vortrag über eine seiner Erzählungen ("Drei Elektritter") vor einem literaturwissenschaftlichen Publikum hielt, das mit dem "Schmuddel-Genre" der SF sonst kaum Berührungen hatte. Die Reaktionen waren erstaunlich - selbst hartgesottene Verfechter der (aus heutiger Sicht lächerlichen) These, SF sei reine "Unterhaltungsliteratur", ruderten später zurück.

Aber Lem ist natürlich kein Einzelfall. Gerade Dir als Wahlfranzosen sei die - sehr besondere! - französische SF aus den 70er und 80er Jahren zur Lektüre empfohlen: Mein persönlicher Lieblingsautor aus diesem Sprachkreis ist Alain Dorémieux, von dem in deutscher Übersetzung aber leider nur wenige Bücher erschienen sind (die deutschsprachige Wikipedia unterschlägt hier allerdings einige). Mein Favorit vomdiesem Autor ist die Kurzgeschichtensammlung "Spaziergänge am Rande des Abgrunds" aus dem Jahr 1981. Dort findet man Dystopisches, Surreales, Absurdes, Erotisches, Witziges, Technisches und Trauriges in einer wilden, literarisch außergewöhnlichen Komposition.

Liebe Grüße!