Montag, 24. Februar 2014

"Kapitalismuskritik": Wer in der Blase aufwacht, hält den Blasenrand logischer Weise für den Himmel, oder: Die überflüssige Menschheit


Aufwachen im Blasenland / Kann die etablierte bürgerliche Ökonomie den Charakter und die Ursachen der gegenwärtigen kapitalistischen Systemkrise begreifen? / Die Wirtschaftswissenschaft befindet sich seit einigen Monaten in heller Aufregung. Ein anscheinend neuartiges theoretisches Konzept, das auf den Begriff der "lang anhaltenden Stagnation" (Secular Stagnation) gebracht wurde, scheint die Analyse der gegenwärtigen Krise voranzutreiben. Fast scheint es so, als hätte die Ökonomenzunft, deren Modelle und ideologische Postulate zumeist den Wahrheitsgehalt schamanischer Beschwörungsformeln aufweisen, endlich ihren Stein der Weisen gefunden, mit dem all das erklärt werden kann, was es ihrer als "Wissenschaft" verbrämten Ideologie zufolge eigentlich nicht geben dürfte.

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Anmerkung: Der geschätzte Tomasz Konicz bietet in diesem Text einen hübschen Überblick über die im englischsprachigen Raum langsam beginnende Scheindiskussion über die "länger anhaltende Krise des Kapitalismus", den es sich sehr zu lesen lohnt. Es ist dabei eine fast selbstverständliche Notiz am Rande, dass etwas Vergleichbares in Deutschland natürlich nicht stattfindet - hier war man schon immer gründlicher, konformer und herrschaftshöriger als anderswo. Selbst öffentlich "diskutierte" Scheinkritik ist hier nicht geduldet - dafür sorgen unsere wackeren, systemtreuen und so furchtbar "unabhängigen" Propagandamedien und die üblichen Verdächtigen aus der Politik sehr zuverlässig.

Zunächst versteckt der Autor den eigentlichen Kern seiner Polemik gut und deutet ihn nur gelegentlich an, denn selbstredend bleibt auch diese vorgestellte "Kritik" lammfromm im Rahmen des Kapitalismus', stellt das System niemals in Frage oder postuliert darüber hinausgehende Positionen oder sogar Alternativen - so dass eventuelle "Lösungen", so sie denn jemals "gefunden" werden mögen, auch nur innerhalb dieses Systems liegen können, womit sich der Hund wieder einmal kräftig und schmerzhaft in den eigenen Schwanz bisse. Im zweiten Teil seines Textes wird Konicz dann aber deutlicher - ich könnte bzw. müsste ganze Absätze daraus zitieren, beschränke mich aber auf einen kleinen Teil:

"Diese Entwicklung kennzeichnet einen fundamentalen Widerspruch der kapitalistischen Produktionsweise. Auch wenn die bürgerliche 'Wirtschaftswissenschaft' sich immer noch weigert, dies zu begreifen: Die Lohnarbeit bildet nun mal die Substanz des Kapitals - doch zugleich ist das Kapital bemüht, durch Rationalisierungsmaßnahmen die Lohnarbeit aus dem Produktionsprozess zu verdrängen. Marx hat für diesen autodestruktiven Prozess die geniale Bezeichnung des 'prozessierenden Widerspruchs' eingeführt. Dieser Widerspruch kapitalistischer Warenproduktion, bei dem das Kapital mit der Lohnarbeit seine eigene Substanz durch Rationalisierungsschübe minimiert, ist nur im 'Prozessieren', in fortlaufender Expansion und Weiterentwicklung neuer Verwertungsfelder der Warenproduktion aufrechtzuerhalten. Derselbe wissenschaftlich-technische Fortschritt, der zum Abschmelzen der Masse verausgabter Lohnarbeit in etablierten Industriezweigen führt, ließ auch neue Industriezweige oder Fertigungsmethoden entstehen. Doch genau dies funktioniert nicht mehr, nachdem sich die Lohnarbeit aufgrund der Rationalisierungsschübe der mikroelektronischen Revolution innerhalb der Warenproduktion verflüchtigt. Letztendlich ist der Kapitalismus schlicht zu produktiv für sich selbst geworden."

Von solchen, eigentlich gar nicht so schwer verständlichen Denk- bzw. Erkenntnisprozessen ist die politische, mediale und ökonomische "Elite" in Deutschland in etwa so weit entfernt wie der Nord- vom Südpol: Solche Gedanken existieren nicht, sie sind verboten, sie widersprechen den Vorgaben der Herrschaft und damit ist das Thema erledigt bzw. - natürlich geheim - beim "Verfassungsschutz" unter dem Oberbegriff "Terrorabwehr" gelandet.

Ich frage mich nun schon seit Längerem, was die "Elite" sich dabei denkt: Ob sie tatsächlich davon ausgeht, dass eine hochtechnisierte Zukunft, in der es nur noch ganz wenige Menschen (eben jene selbsternannte "Elite", natürlich) und ganz viel Technik gibt, wirklich erstrebenswert auch für sie selber ist, oder ob sie einfach gar nicht denkt und vor lauter Macht- und Habgier schlichtweg nicht begreift, dass sie nicht nur der großen Mehrheit der Menschen, sondern auch sich selbst kontinuierlich und unvermeidlich die dunklen Gräber schaufelt. Konicz findet dafür den trefflichen Satz: "Der Kapitalismus produziert sozusagen eine überflüssige Menschheit - auf globaler Ebene." Und diese "überflüssige Menschheit" schließt jede "Elite" - und ganz besonders eine so strunzdämliche wie diese - selbstverständlich mit ein.

Allmählich befürchte ich, dass nicht nur die korrupten politischen Marionetten, die Lobbyisten und die ebenfalls korrumpierten Journalisten angesichts ihres eigenen ergaunerten Wohlstandes - der im Vergleich zu den meisten anderen Menschen obszön, im Vergleich zur "Elite" jedoch mehr als lächerlich ist - längst den Blick auf das Ganze verloren haben, sondern dass es den elitären Damen und Herren, die sich angsichts ihrer absurden Milliardenvermögen für die wirklichen BeherrscherInnen oder gar "LenkerInnen" dieses Planeten halten, in ihrer Luxus- und Machtblase nicht anders ergeht. Sie wissen schlicht und ergreifend nicht, was sie tun - und glauben dabei doch fest daran, dem Elitären - also sich selbst - zu dienen. Das ist so absurd und lächerlich, dass man in schallendes Gelächter über eine solche degenerierte "Elite" ausbrechen müsste, wenn sie durch ihr groteskes Handeln nicht gleich milliardenfaches, globales Leid, das mit Begriffen wie Hunger, Elend und Tod nur unzulänglich beschrieben ist, auslöste.

Aber auch morgen werden Merkel und so viele andere kleine Wichte, Arschlöcher und Hohlbirnen wieder früh morgens aufstehen und weiter am großen Zerstörungswerk zugunsten der (zu dieser Zeit natürlich noch sanft schlummernden) Superreichen arbeiten - obwohl sie eigentlich längst abwinken, den Stinkefinger zeigen und sich zurücklehnen könnten, weil die bisherige Beute längst ausreichte, um ein auskömmliches Restleben bis ins hohe Alter (samt Vererbung an den eigenen Nachwuchs) zu führen. Allein das zeigt schon nachdrücklich und unmissverständlich, dass der Mensch bzw. dessen dominierende Version, die sich stets in Macht- bzw. Erfüllungsgehilfenpositionen drängelt, eine bis auf die Knochen verkommene Spezies ist, die in der Evolution nur eine einzige Option hat.

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Wunschtraum


"Der einzige Diktator, der uns wirklich helfen könnte."

(Zeichnung von Thomas Theodor Heine [1867-1948], in "Simplicissimus", Heft 20 vom 11.08.1930 - Die Bildunterschrift mag zu Irritationen reizen, erschließt sich aber vor dem Hintergrund, dass zur damaligen Zeit tatsächlich ganz offen der Ruf nach einem Diktator als Ausweg aus der Krise diskutiert bzw. diese Diskussion aus interessierten Kreisen öffentlich platziert wurde. Heute traut die neoliberale Bande sich das - zumindest in Deutschland - aus gewissen Gründen nicht mehr so deutlich. Ich befürchte aber, dass der etwas modifizierte Ruf nach "einem starken Mann" - oder heute wahlweise ganz "modern" nach "einer starken Frau" - auch nicht mehr so lange auf sich warten lassen wird. Umso trefflicher bleibt auch heute Heines Karikatur vom "Goldesel", denn damals wie heute ging und geht es einzig um die weitere, sichergestellte Vermehrung von Geld und um nichts sonst.)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Charly,

erst mal vielen Dank für Deine erstklassigen Beiträge, die mir immer wieder entscheidende Gedanken beim Erkennen von Zusammenhängen brachten.
Nur eine Sache stößt mir immer wieder sauer auf: die Sache mit den Superreichen. Ich muss mich immer wieder fragen: Warum werden diese, bzw. einige Mechanismen dahinter, in letzter Zeit so angekreidet, ihre korrupten Machenschaften augezeigt (völlig zu recht natürlich). Wie Chrystia Freeland erklärt (ihr neuestes Werk habe ich gerade durchgelesen), sind das anscheinend die "Neuen Herrscher" der globalen Elite.
Das kann ich allerdings beim besten Willen nicht glauben. Bestenfalls werden diese durch ihre Geldmacht, insofern sie sich zusammenschließen, zur äußerst schwachen Gefahr der alten Geldmachteliten, welche unsere Gesellschaft schon seit Jahrzehnten für Ihre Zwecke manipuliert.
Was bei Büchern von Freeland oder auch (nicht ganz so drastisch) bei Krysmanski mehr oder weniger – und ich behaupte gezielt – außen vor bleibt, ist folgendes: Da sind Finanz- und Öldynastien, welche schon vor hundert Jahren eine Milliarde Dollar (zur damaligen Zeit eine unvorstellbar hohe Summe) zur Seite gescheffelt hatten. Da ist eine Finanzmafia, welche dank Privatisierung der amerikanischen Zentralbank seit hundert Jahren die ganze Welt mit ihren wertlosen Dollars überschwemmt, und jede Einmischung in diese Geldpolitik zu verhindern weiß, sobald einer der selbst installierten Despoten auf die Idee kommt, sich von diesem Erpressungssystem zu befreien (Irak, Libyen...).
Was sind dagegen diese neureichen Dollar-Multimilliardäre? Nichts! Das ganze sehe ich als Ablenkungsmanöver der wahren Machtelite. Ich wurde stutzig, weil „Enthüllungen“ von jemandem der ausgerechnet bei Reuters – dem Propagandaflaggschiff der Machtelite schlechthin - arbeitet, niemals zu erwarten sind.
Natürlich ist es gut, diesen Wahnsinn (also den Superreichtum) in der Entwicklung des Kapitalismus aufzuzeigen und zu verdammen. Aber es ist m.E. längst nicht das „Ende der Fahnenstange“. Der Fokus wird hier auf das kleinere, weit weniger gefährliche Übel gerichtet – was der wahren Machtelite sehr zugegen kommen dürfte.

Schöne Grüße
Markus

Charlie hat gesagt…

@ anonymer Markus: Natürlich gibt es innerhalb des kapitalistischen Systems längst auch so etwas wie "Dynastien" - also ganze Familienclans, deren Mitglieder schon seit längerer Zeit und mehreren Generationen zum Zirkel der Superreichen gehören - das bestreitet meines Wissens doch auch niemand, ganz im Gegenteil. Allerdings sehe ich keinen relevanten Sinn darin, diesen Zirkel in "Altreiche" und "Neureiche" aufzuteilen.

Gewisse Fluktuationen hat es innerhalb dieser elitären Kaste im Laufe der Jahrhunderte doch stets gegeben - manche flogen irgendwann raus, andere ersetzten sie. Was früher beispielsweise der Adel und die "Königshäuser" waren, ist heute zu einem nicht unerheblichen Teil - und das inzwischen meist auch schon seit mindestens 100 Jahren - durch andere Clans und Personen ersetzt worden, die nicht mehr "adelig", dafür aber ebenso reich und mächtig sind, wie es die Feudalherren vergangener Zeiten gewesen sind.

Es ist sicher interessant und auch wichtig zu wissen, dass in Deutschland beispielsweise die Familie Quandt den Grundstock ihres heutigen Superreichtums schon in der Weimarer und insbesondere in der Terrorzeit der Nazis durch die Zwangsarbeit von meist jüdischen Häftlingen gelegt hat, worauf ich hier ja schon mehrfach hingewisen habe - letztlich bleibt es im heutigen Ergebnis aber egal, ob es nun die Quandts sind, die heute diese Macht und den Superreichtum besitzen, oder ob es eine Familie Müller-Lüdenscheidt ist, die vor 20 Jahren vielleicht noch bettelarm gewesen ist.

Die Kritik sollte sich nicht zu sehr auf die (letztlich ebenso austauschbaren) Personen fokussieren, die den heutigen oder auch gestrigen Superreichtum kontrollier(t)en, sondern auf die abstruse Tatsache, dass der Kapitalismus es nicht nur zulässt, sondern sogar zwingend darauf basiert, dass sich immer mehr Reichtum und damit Macht in immer weniger Händen konzentriert.

Glaubst Du allen Ernstes, ein "neureicher" Multimilliardär wie beispielsweise Bill Gates oder auch die Aldi-Sippe hätten heute weniger Einfluss als irgendein "alteingesessener" Clan der selbsternannten Geld-"Elite"? Es ist doch kein Zufall, dass ausgerechnet Liz Mohn und Friede Springer zu den "persönlichen Freundinnen" des Merkelmonsters zählen und dass daraus noch nicht einmal ein Hehl gemacht wird.

Wenn der Superreichtum an sich für Dich tatsächlich das "kleinere Übel" ist, wüsste ich sehr gerne, worin Du denn genau das größere Übel siehst. Was unterscheidet Deiner Meinung nach "neureiche" und "altreiche" Multimillardäre bzw. was begründet die postulierten Unterschiede in ihrer Macht?

Liebe Grüße!

Anonym hat gesagt…

Hallo Charlie,

um´s auf den Punkt zu bringen:

Altreiche Milliardäre unterscheiden sich von neureichen Milliardären hauptsächlich dadurch, dass sie längst Billionäre sind. Naja vllt. nicht ganz. Aber in die Richtung sollte man m.E. denken.

Ein Beispiel für richtige Macht?

Du hast recht, früher gab es den mächtigen Adel, welcher die Position der heutigen Machtelite innehatte - oft Jahrhundertelang. Dann gab es allerdings Revolutionen und der Adel wurde weitestgehend entmachtet. Die Machtelite der heutigen Zeit – nicht die neureichen Milliardäre – wurden allerdings zu keiner Zeit gestürzt. Noch nicht.

Das heißt, es sind m.E. die selben ideologischen Zirkel am Werke, welche sich über Finanz- und Ölgeschäfte zu Ende des vorletzten Jahrhunderts an die Machtspitze gestohlen und seitdem ihre Positionen dort zementiert und auch auf Gebiete wie Wissenschaft, Medien und Politik weiter ausgebaut haben.

Als Krönung der Dreistigkeiten und wichtigste Machtgrundlage darf die schon erwähnte Installation der Fed gelten. Die Fed ist dem Amerikanischen Volk (und somit niemandem) Rechnung schuldig. Sämtliche Ölgeschäfte werden mittels dem Dollar der Fed abgerechnet – weltweit. Da fließen gewissen Leuten Milliarden in die Taschen – nicht jährlich, wohl eher täglich. Und was passiert, wenn sich ein „Despot“ dieser Dollar-Öl-Koppelung entziehen will? Richtig, US-Militärs und NATO greifen an, um für Demokratie zu sorgen. D.h. im Klartext: sämtliche westl. Militärs dienen dem Willen diesen mächtigen Geldelitenapparates – welcher m.E. den Ausgangspunkt in eben dieser alten Finanz/Öl Dynastien hat (u.a. eben die Gründerväter der Fed). Und die ach so freie Medienwelt trommelt eifrig geschlossen mit. Und wenn sich einer „unserer“ Politiker gegen die Kriegsagenda (oder auch Finanzagenda) der Machtelite stellt, dann ist er Politiker gewesen (siehe Wulff). Das meine ich mit Geldmachtelite.

Bill Gates, die Quandt und all die anderen „Reichsten irgendwas der Welt“, erscheinen angesichts des dort aufgetürmten Reichtums in Kombination mit der Macht auf sämtliche westliche (nicht nur) miltiärische Ressourcen zurückgreifen zu können, als jämmerliche Witzfiguren, welche ganz schnell mittels Rufmordkampagnen abgesägt werden können, sollte es einer dieser elenden Figuren wagen, sich gegen die Agenda der Elite zu stellen. Eine Quandt kann durch die Freundschaft mit Merkel womöglich die eine oder andere Begünstigung für sich und die anderen Arschlöcher in ihrer Liga bewirken. Aber die gesamte westl. Medienwelt auf Krieg zu stimmen, weil ein zuvor installierter Despot irgendwo anders auf der Welt sein eigenes Ding drehen will, nein, dazu ist eine vom Rang der Quandt (=neureiche Superreiche) nicht in der Lage - und auch keine Merkel, und auch kein Obama, welche sich bei solchen Gelegenheiten immer wieder unfreiwillig als völlig machtlose Marionetten entpuppen. Aber wem sage ich das.

Schöne Grüße

Markus

Charlie hat gesagt…

@ anonymer Markus: Danke für die Ausführungen - aber Deine Sichtweise erschließt sich mir leider immer noch nicht. Du gehst, wenn ich Dich richtig verstanden habe, also davon aus, dass es in den USA so etwas wie eine finanzielle "Kern-Elite" gibt, die dem Rest der Welt quasi "vorsteht"?

Ich sehe das anders: Das us-amerikanische System wird schließlich seit geraumer Zeit in vielen Teilen der Welt kopiert, so dass sich lokal ganz ähnliche, perverse Strukturen gebildet haben. Inzwischen ist das längst nicht mehr auf irgendwelche Nationen beschränkt. Superreichen dürfte es vollkommen egal sein, ob sie ihr Domizil in den USA, in Europa, in Australien oder auf der Osterinsel aufschlagen - sie können es ja sowieso jederzeit beliebig wechseln und tun das oft auch. Nationalismus wird von solchen Figuren stets nur lokal instrumentalisiert, um irgendwelche perfiden Ziele zu erreichen, die immer mit ihrer Bereicherung zu tun haben.

Ich habe auch immer noch nicht verstanden, weshalb Du nun "Altreiche" und "Neureiche" so unterschiedlich wahrnimmst. Ich sehe da in Bezug auf Einfluss und Macht keinerlei Unterschiede. Das Beispiel Wulff taugt in diesem Zusammenhang ja nicht, denn der war - wie alle Politiker - sowieso nur eine austauschbare Marionette und kein Superreicher. Wenn Obama, Merkel oder irgendein anderer Mensch aus dieser Kasperriege etwas täte, das der "Elite" ausreichend stark missfällt, würden auch diese Personen "abgesägt".

Noch einmal: Ich finde es unwesentlich, welche Clans oder Personen den absurden Superreichtum letzlich kontrollieren - das wichtigste und erste Ziel muss es doch sein, einen solchen Superreichtum und die damit verbundene Macht für Wenige strikt zu unterbinden. Diese Leute - egal ob Alt- oder Neureiche - müssen enteignet werden, anders ist das nicht zu bewerkstelligen. Parallel muss das Geldsystem verändert werden, um eine erneute Wiederholung dieses furchtbaren Prozesses der stetigen Umverteilung von unten nach oben zu verhindern - von der Organisation des Wirtschaftens ganz zu schweigen.

Dass die USA in Sachen Elitenbildung, Korruption und Imperialismus wahrlich weltweit führend sind, ist ja kein Beleg dafür, dass dort auch eine "geheime Weltregierung" zu finden ist.

Du bist aber herzlich eingeladen, einen (gerne auch längeren) Text zu dem Thema zu schreiben und ihn mir per Mail zu schicken - ich werde ihn dann gerne als eigenen Beitrag von Dir hier veröffentlichen und zur Diskussion stellen. Hier in den Kommentaren liest das fast niemand.

Liebe Grüße!

Anonym hat gesagt…

Hallo Charlie,

gerne gehe ich auf dein Angebot ein, Dir einen Text zum Thema zukommen zu lassen. Wird evtl. etwas schwierig werden hinsichtlich "wo fang ich an, wo hör ich auf".

Vor ein paar Monaten habe ich angefangen, die im laufe der letzten Jahre immer wieder angesammelten Datenfetzen, Bücher, Zahlen und Fakten zu der doch sehr ausufernden Thematik systematisch zu ordnen. Ich bin gerade dabei, eine Art Übersicht zu erschaffen (in Form mehrerer Grafiken + erklärender Texte), wie das System nach meinem (bisherigen) Erkenntnisstand aufgebaut ist und was es für sonderbar abgründige „Blüten“ zu Tage fördert.

Das ganze wird dann online publiziert und zur Diskussion freigegeben. Bis dahin ist noch eine Menge zu tun. Ich werde dir dann zu gegebener Zeit einen entspr. zusammenfassenden Text und einen Link zukommen lassen.

Schöne Grüße

Markus