Dienstag, 22. Juni 2010

Medienmanipulation (1): Der Islam und die Gewalt

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) macht es Journalisten mit seinem jüngsten Forschungsbericht "Kinder und Jugendliche in Deutschland: Gewalterfahrungen, Integration und Medienkonsum" nicht leicht. Immerhin umfasst das unter Federführung von Institutsdirektor Prof. Dr. Christian Pfeiffer entstandene Mammutwerk, für das 45.000 Schülerinnen und Schüler befragt wurden, stolze 324 Seiten — und das ohne Such- und Kopierfunktion.

Da trifft es sich gut, dass das KFN — wie schon bei der kürzlich veröffentlichten Studie zur Polizeigewalt — so freundlich war, auch eine zweiseitige Kurzzusammenfassung mit dem Titel "Religion, Integration und Delinquenz junger Menschen in Deutschland" zu erstellen. Dieser Kurzbericht konzentriert sich fast ausschließlich auf den Zusammenhang von Religiosität und Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen, der in der zugrunde liegenden Studie nur einen kleinen Teil ausmacht. Laut Pfeiffer liegt das daran, dass gerade zu diesem Aspekt neue Erkenntnisse gewonnen wurden.

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Anmerkung: Anhand dieses Beispiels lässt sich erahnen, wieviel Des- und Falschinformation die Massenmedien tagtäglich auf die Menschen einprasseln lassen. Kann es noch Zufall sein, dass in nahezu sämtlichen deutschen "Qualitätsmedien" in trauter Eintracht von der Süddeutschen, dem Tagesspiegel, dem Spiegel, der Financial Times u.v.a. eine Falschmeldung ins Land posaunt wird, die gerade die übelsten Ressentiments gegenüber dem Islam und jungen Menschen, die dieser Religion angehören, schürt?

Nein, Zufall ist das sicher nicht! Aber was kann es dann sein? Faulheit oder Personalmangel in den Redaktionen? Eine Verschwörung - also gezielte Desinformation, ein Teil einer Kampagne? Dass es letztere gibt, wissen wir ja nicht erst seit den NachDenkSeiten - die "Bild"-Zeitung beispielsweise macht es seit Jahrzehnten vor, wie richtig guter Kampagnen-"Journalismus" auszusehen hat. Also ist zu fragen: Wer sollte eine solche Islamophobie schüren - und aus welchen Gründen?

An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an die "Bürger in Uniform", die in vielen Teilen der Welt mit der Knarre in der Hand und dem Finger am Abzug für freie Wirtschaftswege, Verzeihung, für Frieden und Demokratie sorgen. Soldaten sind schließlich nicht gewalttätig - diese verachtenswerte Eigenschaft ist ja einer Religion vorbehalten.

Sagen uns die Medien. Dann muss es ja stimmen.

Kommentare:

jakebaby hat gesagt…

"Wer sollte eine solche Islamophobie schüren - und aus welchen Gründen?"

Ohne durchzuspekulieren ist und wird der Verlauf dieser 'Kampagne kontraproduktiv/negativ und eskalierender Natur sein.

Wer und aus welchen Gruenden es schuert, hat offensichtlich nicht auch nur im geringsten wohlwollende Absichten.
Aber in welchen Bereichen finden wir denn heutzutage noch eine positive Entwicklung?

Gruss
Jake

Charlie hat gesagt…

"Aber in welchen Bereichen finden wir denn heutzutage noch eine positive Entwicklung?"

Gute Frage - die nächste bitte. ;-) - In der Tat, positive Entwicklungen sind sehr rar gesät - man muss schon um die halbe Welt reisen, um sie zu finden - wie in Bolivien etwa.

Um aber eines klarzustellen: Ich persönlich kann keiner Religion etwas abgewinnen, egal wie sie sich nennt. Dennoch bleibt es ein Skandal, wie gerade der Islam immer wieder instrumentalisiert wird, um, wie ich vermute, bestehende und künftige Kriegseinsätze der Bundeswehr scheinbar zu legitimieren.

jakebaby hat gesagt…

Der Naechste bitte!
http://www.news.de/politik/855062400/spanien-stimmt-fuer-burka-verbot/1/