(Epica: "Consign To Oblivion", live in Frankreich 2017; Original aus dem gleichnamigen Album, 2005)
How can we let this happen and
Just keep our eyes closed till the end
The only thing that counts is the prosperity of today
Most important to us is that our bills get paid
Our good intentions have always been delayed
How can we let this happen and
Just keep our eyes closed till the end
When we will stand in front of heaven's gate
It will be too late!
Try to unlearn all that you've learnt
try to listen to your heart
No, we can't understand the universe
by just using our mind
We are so afraid of all the things unknown
A must we appease is the lust to get laid
Nothing really matters, just devouring our prey
Our good intentions have always been delayed so
Our generous acts have always come too late
How can we let this happen and
Just keep our eyes closed till the end
When we will stand in front of heaven's gate
It will be too late!
Try to unlearn all that you've learnt
try to listen to your heart
No, we can't understand the universe
by just using our mind
We are so afraid of the things unknown
We just flee into a dream that never comes true
Low, low, low to the ground we feel safe
Low, low, low to the ground we feel brave
Oblivisci tempta quod didicisti
Open your eyes; we're not in paradise
How can't you see, this stress is killing me
Fulfill your dreams; life is not what it seems
We have captured time
So time made us all hostages without mercy
Seemingly generous fooling ourselves
Selfishly venomous time tells
Too much thinking goes at the cost of all our intuition
Our thoughts create reality
But we neglect to be!
So we're already slaves of our artificial world
We shoudn't try to control life
but listen to the laws of nature
Open your eyes: we're not in paradise
How can't you see, this stress is killing me
Fulfill your dreams; life is not what it seems
We have captured time
So time made us all hostages without mercy
Low, low, low to the ground we feel safe
Low, low, low to the ground we feel brave
We all think we're generous
But we only fool ourselves
The only thing that matters is
Our way and our vision
Selfishly we're venomous
But you know the time tells us
There is more to life than our
Higher positions, race for perfection
Better, faster
We must return to the laws of the nature
Free ourselves from madness
Anmerkung am Rande: Und wieder haben wir hier ein aus rechtsradikaler Sicht schlimmes Vergehen: Das Werk eines sowjetisch-armenischen Komponisten aus der bösen "kommunistischen Ära", in der allerdings der Faschismus Europa gerade in Schutt und Asche legte, wird in Spanien von einem international besetzten Orchester mit einem französischen Solisten unter der Leitung eines britischen Dirigenten aufgeführt. Da springen die Doofrinds, Störche, Sarrazins und die gesamte blind hinterdreintappende Volxgemeinschaft wohl wild hopsend im braunen Dreieck.
Anmerkung: Bemerkenswert ist an diesem Musikstück neben der spätromantischen, für dieses Genre ungewöhnlichen Harmonik vor allem die Virtuosität und Leichtigkeit, mit der das schwere, mittelalterliche musikalische Thema des "Dies Irae" (der "Tag des Zorns", also das "Jüngste Gericht") in die Rockmusik eingebunden wird. Die Musiker um den inzwischen leider böse erkrankten Robert John Godfrey folgen damit einer sehr, sehr alten Tradition bezüglich dieser liturgischen Melodie aus dem 13. Jahrhundert, die im Laufe der Jahrhunderte schon viele Komponisten und in "neuerer" Zeit auch Rockmusiker inspiriert hat:
Es ist müßig zu erwähnen, dass ich als Atheist an kein solches albernes "Gottes-Gericht" glaube – die bevorstehende bzw. anbrechende Endzeit im "goldenen Westen" jedoch, die nehme ich durchaus sehr deutlich wahr. Allerdings ist sie auch heute – wie schon fast immer zuvor – menschengemacht. Aus der Historie lernen wir also wieder einmal (nicht): Es gab schon eine Menge Endzeiten auf diesem unwichtigen Planeten inmitten des unendlichen Nirgendwo am Rande der kleinen Milchstraße, und sie werden wohl auch immer wiederkehren, solange die bekloppte Menschheit immer und immer wieder dieselben fatalen Fehler macht, ohne aus der Vergangenheit tatsächlich zu lernen. Das gilt zumindest solange, bis irgendwann kein Neubeginn in der ewigen Rotationsschleife der unausweichlichen Verdammnis mehr möglich ist ...
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Nebenbei: Willkommen im Jahr 2018. Und ein großes Dankeschön an alle BesucherInnen und KommentatorInnen des "Narrenschiffes"! So lasset uns auch weiterhin den Kapitalisten, den Rassisten, den Korrupten, den Menschenfeinden, den Eigennutzmehrern, den Esos, den Faschisten und sonstigen Gruseligkeiten immer wieder vors Schienbein treten: Solange ich das noch kann und solange es jemand liest, werde ich damit nicht aufhören.
(Mercenary: "Through the Eyes of the Devil", aus dem Album "Metamorphosis", 2011)
I am disorder, reign the night
I'm spreading terror, death by my side
I face the never, clothed in leather
I will never turn my face
And face dishonour
You will never put me in the fucking corner
In despair the fallen sinners
Bow their heads and await their death
Do you see me? – See me now
Never ends, you will make amends
The sins of your father are yours now
To repay through endless days
I'll hurt you in endless ways
I am the pain, I am the needles in your spine
And through my endless torture my existence is divine
Cut yourself, and you will see it's not a dream
My existence, pure and evil, this is me
In dismay the broken sinners
Upon their cross, their life is lost
Do you see me? – See me now
Never ends, you will make amends
The sins of your father are yours now
To repay through endless days
I'll hurt you in endless ways
Feel now the silence filling you
Bleed now as the needle punches through
It never ends ...
Anmerkung: Dieser Song ist ein hübsches Statement aus Dänemark zum dystopischen Thema der staatlichen Totalüberwachung. Wenn "unser" Überwachungs- und Repressionsminister Thomas "die Misere" das Liedchen verstünde, würde er es wohl verbieten lassen. Genießen wir's also, solange so etwas Subversives – bislang ohne staatliche Zensur – noch geschrieben und aufgenommen bzw. veröffentlicht wird. In jedem Fall ist dieses kraftvolle Musikstück ein wunderschöner, herz- und hirnerfrischender Kontrast zum gruseligen Einheitsbrei des "neuen deutschen Gewimmers", mit dem TV- und Radioanstalten seit Jahren das ganze Land überschwemmen und das letzten Endes in der musikalischen Hölle und intellektuellen Einöde der Schlager-, Zombie- und vorgeblichen "Volks"-Musik – die gar keine ist – mündet.
(Bohuslav Martinů [1890-1959]: "Konzert für Violine und Orchester Nr. 2" aus dem Jahr 1943; Violine: Julia Fischer, Tschechisches Philharmonisches Orchester, Leitung: David Zinman, 2017)
(Torsten Rasch [*1965]: "Orchesterlied VII: Ich will", aus dem Album "Mein Herz brennt. Liederzyklus nach Texten von Rammstein", 2003; Sprechgesang: Katharina Thalbach, Dresdner Sinfoniker, Leitung: John Carewe)
Finale. Allegro con fuoco - Allegro moderato, à la Zingara
(Henryk Wieniawski [1835-1880]: "Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 in d-moll", Op. 22, aus den Jahren 1856/62; Philharmonisches Orchester Posen, Violine: Bomsori Kim, Leitung: Marek Pijarowski, 2016)
(Arch Enemy: "The Eagle Flies Alone", aus dem Album "Will To Power", 2017)
Anmerkung: Heute, im untergehenden Zeitalter der kapitalistischen Katastrophe, wird der Rockmusik gerne eine "unpolitische" Haltung unterstellt, was in weiten Teilen, insbesondere in Deutschland – konzerngesteuert – auch zutrifft. Dabei muss man einfach mal etwas genauer hinschauen und wird sodann schnell fündig. Der Text dieses Songs jedenfalls wäre für jede antikapitalistische Punkband eine goldene Auszeichnung. Ich hoffe, viele BesucherInnen lesen ihn, denn verstehen kann man ihn beim Anhören schwerlich.
Fragt nun wirklich noch jemand, warum die junge Frau sich lieber die "Seele" aus dem Leib kotzt, anstatt lieblich-harmonisch zu singen und an ihrer monetären "Karriere zu basteln"?
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When I was born the seed was sown
I will not obey, my life is my own
Battle rose, which do enslave me
Exposed lies that enrage me
I don't believe in heaven, I don't believe in hell
Never joined the herd, could not adjust well
Slave and master, it's not for me
I chose my own path, set myself free
I, I go my own way
I swim against the stream
Forever I will fight the powers that be
The eagle flies alone
Reject the system that dictates the norm
This world is full of lies and deceit
I ask my own betrayal, cut so deep
Suffered defeat only to rise again
I, I go my own way
I swim against the stream
Forever I will fight the powers that be
The eagle flies alone
(Reinhard Mey [*1942]: "Füchschen", aus dem Album "Flaschenpost", 1998; Text nach Goethes Dichtung "Reineke Fuchs", 1830)
Hör, was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub ihm nicht!
Hey Füchschen, siehst du Isegrimm, den Ehrenmann,
das noble Wams mit dem Designertüchlein dran?
Wie er so erdverbunden scherzt, bemüht, sich anzubiedern.
Wie er so freundlich tut, wie er so volksnah lacht,
wie er auf "Ich bin doch auch einer von Euch!" macht.
Der Isegrimm beginnt mich anzuwidern.
Hat er doch lange schon vergessen, wo und wer wir sind,
vor Geltungssucht zerfressen und vor Machtgier blind,
sieht er sich nur noch selbst, der aufgeblas'ne Gockel.
Der beim Försterball noch eben mit der Wölfin tanzt
und dreist schon hinterm Schuppen mit der Ziege ranzt,
will jetzt mit eit'lem Ehrgeiz auf den Sockel.
Du hast gesehn, wie Isegrimm die Treue bricht.
Und wenn er dir das Blaue vom Himmel verspricht:
Füchschen, glaub ihm nicht!
Hör, was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub ihm nicht!
Und vor Schwarzkittel, Füchschen, nimm dich ja in acht!
Er heuchelt Demut, doch er schielt nach der Macht,
er täuscht und trügt mit frommen Redensarten.
Er predigt Wasser und trinkt selber Wein
und redet dir Schuld und Sünden ein
und wildert an der Brut im eignen Garten.
Immer salbungsvoll, immer verkorkst und geil,
sorgt sich der schlimme Finger um dein Seelenheil.
Sieh ihn selbstgerecht die teig'gen Hände reiben!
Er will dich eingeschüchtert und verschreckt und brav,
will dich als willenloses, stummes Schaf,
denn nur mit Ahnungslosen kann er's so bunt treiben.
Doch gleichviel ob der schmierige Wicht
dir Fegefeuer oder Paradies verspricht:
Füchschen, glaub ihm nicht!
Hör, was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub ihm nicht!
Und Füchschen, hüte dich vor der Frau Gieremund!
Nur Gift und Geifer sprudeln aus ihrem Schlund.
Sie unterwirft sich hündisch und aus freien Stücken.
Mit ihrem immer gestrigen Gejaul
redet sie dem Pfaffen nach dem Maul
und fällt den eignen Schwestern in den Rücken.
Und meide klug den Bullenbeißer Rüsteviel,
seine Spießgesellen und sein Narrenspiel.
Wo du die witterst, musst du schlimmes ahnen.
Sie haben nie dem dunklen Bösen abgeschwor'n,
sie ziehen dir das Fell über die Ohr'n
und die alte Losung* steht noch auf ihren Fahnen.
Und wenn da einer von Ehre, Stolz und Pflicht,
von Vaterland und Gehorsam spricht:
Füchschen, glaub ihm nicht!
Hör, was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub ihm nicht!
Ich bin ein alter Knochen und mein Fell wird grau,
ich kenn die Fallen und die Wolfseisen genau,
kenn die Schrunden und die Beul'n, wenn sie das Fell dir gerben.
Ich kann dich lehr'n, vor der kläffenden Meute zu fliehn,
die Kunst, den Kopf aus der Schlinge zu ziehn,
diesen Schlitz im Ohr, den kann ich dir vererben.
Lehr dich geschmeidig gehn, gegen den Wind,
lehr dich Worte, die wie giftige Köder sind,
dann werd ich lautlos seitwärts im Gebüsch verschwinden.
Dann halt die Augen auf, pass auf wie ein Luchs!
Wasch dich mit allen Wassern, kleiner Fuchs,
du musst allein die eigne Wahrheit finden.
Und wenn dann jemand aus dem Unterholz bricht
und die allein seligmachende Weisheit verspricht:
Füchschen, glaub ihm nicht!
Hör, was der alte Reineke dir sagt:
Wenn auch nur der allerkleinste Zweifel an dir nagt,
Füchschen, glaub mir nicht!
____ *: In der Waidmannsprache: Kot
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(Zeichnung von Wilhelm von Kaulbach [1805-1874] zu Goethes "Reineke Fuchs", um 1840)
(Lord of the Lost: "Waiting For You To Die", aus dem Album "Swan Songs II", 2017)
Anmerkung: Wer das Video nicht bis zum Schluss ansieht, verpasst den satirischen, sehr kapitalistischen Höhepunkt. So geht das abstruse Spiel, so ging es und so wird es auch weitergehen. – Es ist sicher nur ein Zufall, dass das Cover dieses Albums von schwarzen, roten und uringelben Farben dominiert wird.
Ein Musik- und Literaturwissenschaftler auf der heiteren Odyssee bzw. vergeblichen Suche nach dem Humanismus.
Ich verstehe dieses Blog weder als "links", noch als "linksliberal" - es versucht, schlicht der Logik zu folgen, sucht die oft verschleierte Wahrheit und landet daher fast zwangsweise immer wieder in sozialistischen Regionen, in die es nie wollte. Die Logik lässt sich nicht so leicht austricksen wie es der interessengeleitete menschliche Geist tut.
Dennoch gilt auch weiterhin Spocks weiser Spruch: "Logik ist nur der Beginn aller Weisheit - und nicht ihr Ende."
Der Blogbetreiber stellt sich vor - auf dass NSA, "Verfassungsschutz", BKA und so viele andere nicht mehr so ausufernd suchen müssen:
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Das gilt selbstredend auch für alle anderen Datenkraken und "sozialen Netzwerke".
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