(Spielfilm von Damir Lukacevic aus dem Jahr 2010)

Siehe dazu auch: "Die Unsterblichkeitsformel" (Film auch bei youtube).

Das Leid ist ein großartiger Dramaturg – das Glück ist ein Stümper.
Science Fiction entwirft keineswegs Zukunft, sondern Alternative; sie springt in die andere Wirklichkeit und meint nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart.
(aus: Dieter Wuckel: "Science Fiction. Eine illustrierte Literaturgeschichte", 1986)
Die Voyager-Kapitänin Kathryn Janeway war eine frühe weibliche Führungsfigur und der Klingone Worf gab über zwei Serien hinweg ein spannendes Beispiel für gelungene Integration. / Das war nicht alles, was Star Trek utopisch [sic! - gemeint ist wohl eher vorbildlich, Anm.d.Kap.] gemacht hat. Auch gesellschaftlich hatte es den großen Entwurf parat: Jeder Mangel ist überwunden, Geld abgeschafft, das Essen kommt aus dem Replikator, und in der Freizeit kann man auf dem Holodeck alle nur denkbaren Fantasien ausleben. Die Welt der Vereinigten Föderation der Planeten ist eine Art Luxus-Kommunismus [sic!], in der jeder seine Leidenschaft zum Beruf machen kann. Nur der Wissensdurst der Menschen ist nicht stillbar. Jede andere Form von Gier hat ihren Sinn verloren. / Utopien zu entwickeln, heißt, der Welt noch eine Chance zu geben. Sich für sie zu interessieren und darüber nachzudenken, wie man sie besser machen könnte. Star Trek hat das immer getan. Nicht nur mit Technik, sondern in seinen besten Momenten immer auch durch Begegnungen mit dem Fremden, das das Eigene herausfordert, in Frage stellt oder auch seinen Wert unterstreicht.
Ein atemberaubender Film, der zeigt, wie wichtig Fantasie und Träume sind. Taumelnde Zeit und wirres Wetter, rollendes Gelände und schwebende Flugobjekte - man möchte eintauchen in diese Welt ...
Wer von uns wacht hier und warnt uns, wenn die neuen Henker kommen? Haben sie wirklich ein anderes Gesicht als wir? Irgendwo gibt es noch Kapos, die Glück hatten, Prominente, für die sich wieder Verwendung fand, Denunzianten, die unerkannt blieben; gibt es noch all jene, die nie daran glauben wollten - oder nur von Zeit zu Zeit.
Und es gibt uns, die wir beim Anblick dieser Trümmer aufrichtig glauben, der Rassenwahn sei für immer darunter begraben, uns, die wir dieses Bild entschwinden sehen und tun, als schöpften wir neue Hoffnung, als glaubten wir wirklich, dass all das nur EINER Zeit und nur EINEM Land angehört, uns, die wir vorbeisehen an den Dingen neben uns und nicht hören, dass der Schrei nicht verstummt.
1914 - Wo man auch hinsieht, ist Fortschritt. Wir sind alle geradezu verrückt nach Automobilen. (...) Das neue Jahrhundert fängt vielversprechend an. Wir ahnen nicht, welche Grausamkeiten uns erwarten. Wie beginnt man, wenn man von der nackten Gewalt erzählen will, der wir ausgesetzt waren, von dem stinkenden Brei menschlicher Überreste? Die Bilder verfolgen mich noch immer.
Die Komik der Zerstörung streift sowohl den surrealistischen (...) wie den verbalen Humor. / Diesen herrlichen Film müsste man Einstellung für Einstellung beschreiben, um seine gesamten Reichtümer ausreichend bewundern zu können.
Unvermittelt ist der Hunger als Ergebnis von fünf regenlosen Jahren, als naturgegebene Katastrophe, Ausgangspunkt der Filmhandlung. Die Ursachen für diese Katastrophe und andere Krisen, wie Bürgerkriege, werden nicht genannt. Weder die ökologischen, noch die politischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen werden als Ergebnis von jahrhundertelanger Ausbeutung, Raub und Vernichtung in Afrika angesprochen. Der "Zivilisationstransfer" als Hauptursache vieler Krisen wird genauso verschwiegen, wie die als humanitär ausgegebenen Militäraktionen mit ihren verheerenden Folgen, und wie die Folgen der Entwicklungshilfe. / Der Film erzeugt ein Gefühl der Bedrohung und Angst.
Dieser Film unternimmt es, mit teilweise unveröffentlichem Archivmaterial ein authentisches Bild jener Vorgänge zu zeichnen, deren letzte Station die Vernichtungslager waren. Warum konnte sich die antisemitische Organisation Hitlers so rasch mit den Vorurteilen vieler Millionen Deutscher zu einem derartigen Verfolgungswahn verbinden? Der Film fragt vor allem auch nach den Anfängen, denen nicht gewehrt wurde. Die Ächtung begann nicht mit dem Pogrom 1938, nicht mit Buchenwald und Dachau oder den fernen Ghettos - sie begann in Dörfern und Städten, an Universitäten und Ministerien, in Sportvereinen und Amtsstuben, im Freundeskreis und in den Schulen, auf dem Weg zur Arbeit. (...) [Der Film] zeigt die Zerstörungswut der Nazis in der Kristallnacht des November 1938, und er dokumentiert die Fluchtwege, Rettungsversuche und Überlebenskünste in den Wochen und Monaten danach.
Die Vernunft, wenn sie zu lange unterdrückt wird, schafft sich zuletzt nur noch in Trauergesängen Gehör.
Lange Jahre hat der ehemalige Elitesoldat Lazarus privat und geheim nach jenem hochrangigen Al-Quaida-Führer gefahndet, der nun gefesselt in einem versteckten Bunker unter einem Wiener Bahnhof in seiner Gewalt ist. Für Lazarus ist die Zeit gekommen, Rache zu nehmen an dem Mann, der an den Anschlägen am 11. September beteiligt war und den Tod seines Vaters verschuldet hatte. Doch der überaus rechtschaffene Gefangene packt aus - und erzählt dem ungläubig Staunenden seine Version über Afghanistan, Al-Quaida, die CIA und ihre schmutzigen Machenschaften.