Was für den Esoteriker die Psychokratie und für Christen die Bibel ist, ist für Linksliberale die Verfassung, auch Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland genannt. Linke fallen ins Leere, wenn ihnen der Glaube an die unverbrüchliche Gültigkeit der Verfassungsnormen genommen wird. Sie ignorieren dabei gerne, dass Begriffe wie Freiheit und Gleicheit im Kapitalismus von vorn herein - also systemisch bedingt - bloß eine Farce sind.
Eine moderne, demokratische Verfassung bietet schließlich einen Halt, auf den sich alle beziehen können. Mit dem Stolz eines Musterschülers feiern viele Deutsche das Regelwerk als das "beste der Welt". Wer daran rührt, setzt sich dem Verdacht aus, den demokratischen Grundkonsens infrage zu stellen. Die Notstandsgesetzgebung oder die Änderung des Grundrechts auf Asyl sorgten auch deshalb noch für Proteste.
Blick zurück ins Jahr 2003
Damals war das Grundgesetz dran. "Wir haben hier einen großen Reformbedarf", sagte Bundespräsident Johannes Rau (SPD). Der ehemalige Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, forderte einen "Verfassungskonvent" zum "political re-engeneering", denn: "Wir blockieren uns dauernd." Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Franz ("Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen") Müntefering war der Meinung, das Grundgesetz habe "Verklemmungen und Verkrustungen", die von einer Kommission, die er schnell einsetzen wollte, aufgebrochen werden sollten. Die Verfassung war und ist im geistigen Horizont dieser Leute also nur noch dazu da, um geändert zu werden: die Verfassung als Dispositionsmasse für ihre gewählten Gegner.
Eine (nicht vollständige) Übersicht über die Verfassungsänderungen von 1949 bis 2006 lässt sich hier nachlesen. Ich liste im Folgenden einige Beispiele für den Widerspruch zwischen der Verfassungsnorm von 1949 und der Verfassungswirklichkeit von 2016 auf (die Aufzählung ließe sich erheblich erweitern):
Die garantierte Würde des Menschen - die bei den Tafeln, den unwürdigen Lagern für Flüchtlinge (z.B. "Lageso", Berlin) und den Rentnern, die sich durch Minijobs, Flaschenpfand oder schlichtes Betteln ein Überleben sichern müssen, ihr Ende findet.
Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Gilt das auch für Uli Hoeneß, Murat Kurnaz, Carsten Maschmeyer und Gustl Mollath?
Die Unverletzlichkeit der Wohnung und das Recht auf freie Wahl des Arbeitsplatzes - die allerdings für Hartz-Terror-Opfer nicht mehr gelten.
Das Recht auf freie Meinungsäußerung - hauptsächlich für Medienmogule.
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit, das durch Sanktionen der Hartz-Terror-Behörden für Millionen Betroffene unverzüglich endet, indem sie bis weit unter das willkürlich festgelegte Existenzminimum gedrückt oder sogar komplett von jedweder materiellen Hilfe abgeschnitten werden.
Die Wehrdienstpflicht - abgeschafft zugunsten einer schlagkräftigen Söldner-Armee.
Die Bundeswehr, die eine reine Verteidigungarmee auf eigenem Territorium sein sollte - inzwischen sind Auslandseinsätze die Regel.
Das Recht auf Freizügigkeit, das aufgrund der "Residenzpflicht" nicht für Flüchtlinge und Asylsuchende gilt.
Das Asylrecht - faktisch abgeschafft und laufend weiter verschärft.
Das Streikrecht - durch das "Tarifeinheitsgesetz" massiv eingeschränkt.
Das Demonstrationsrecht - findet nur noch statt im Rahmen der repressiven Toleranz eines autoritären Staates.
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung als Resultat der allgemeinen Freiheitsrechte - durch Vorratsdatenspeicherung, polizeiliche und geheimdienstliche Totalüberwachung und andere Regelwerke (Volkszählung, Microzensus) komplett abgeschafft.
Begleitet wurden derartige Verunstaltungen der Verfassung ironischerweise mit der ständigen Beschwörung des Grundgesetzes als "Grundlage der deutschen Leitkultur".
Zum Schluss noch eine Bemerkung zum Rechtsstaat: Gesetze sind beliebig änderbar. Was geltendes Recht ist, bestimmt die jeweils für vier Jahre gewählte Bundestagsmehrheit. Was heute noch als normativ-verbindlich gilt, kann in der nächsten Legislaturperiode schon anders sein (vgl. "Die Rente ist sicher!"). Auskunft geben die Wahlprogramme der Parteien.
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Anmerkung von Charlie: Aus gegebenem Anlass möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese - auch aus meiner Sicht sehr berechtigte - Kritik nichts mit dem realitätsfernen Gefasel irgendwelcher "Reichsbürger" zu tun hat, die dieses unschöne Thema gerne ausführlich instrumentalisieren, um der braunen Gülle im allzu kleinen eigenen Schädel einen dünnen Legitimationsanstrich zu verpassen. Wer eine Suchmaschine zum Thema befragt, wird sehr schnell bemerken, weshalb diese Klarstellung hier dringend vonnöten ist.
Das ändert aber nichts an der nicht zu bezweifelnden Tatsache, dass der neoliberalen Bande das Grundgesetz ein dicker Dorn im Auge bzw. ein fetter Balken in der ansonsten gut geölten Maschinerie der Profitmaximierung für die "Elite" ist und sie seit Jahrzehnten eifrig damit beschäftigt ist, es nach und nach auszuhöhlen und ad absurdum zu führen.
Selbstverständlich ist auch dies in der langen Katastrophengeschichte des Kapitalismus wahrlich nichts Neues.
Die wundervolle Sängerin Aleah Stanbridge ist am 18. April 2016 im Alter von 39 Jahren an Krebs verstorben. Der nachfolgende Song stammt vom noch nicht erschienenen Album ihrer Band "Trees of Eternity", das Mitte November veröffentlicht werden soll. Es ist anzunehmen, dass die Musik und insbesondere die Texte dieses Albums, die allesamt von Aleah stammen, unter dem Eindruck ihrer Erkrankung entstanden sind. - Der Gitarrist der Band, Juha Raivio, bemerkte zu diesem Album auf der Webseite der Band vor einigen Wochen:
This is a celebration of the music, lyrics and life of Aleah, who so tragically and suddenly crossed the bridge of stars and left this world so young and so early. There really are no words to describe the ultimate weight of the darkness, or the rays of the brightest of light that this album holds within its songs and lyrics. In so many ways this album turned out to be the most important album I've done in my life, and we both loved it from the first note to the last as we wrote it.
Es ist entwaffnend, welche Kraft - bei aller Traurigkeit - aus den bröckelnden Versen dieses Songs bricht, und zwar völlig ohne jedweden religiotisch-esoterischen Mumpitz.
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Broken Mirror
A piece of me in your eyes
Reminds me of what's forgotten
I need to get closer to the fire
And feel my own reflection
A piece of me needs to die
A seed of the fatal kind
No roots to grow and thrive
Some things weren't meant to stay alive
Aborted while still in mind
You gave me a sword to pierce a lie
Serrated edge for the demon inside
A moment I'm torn between two tides
But all I need I bear inside
Fear is a self-destructing fire
That burns what's dead and dry
Tears clean the wound that's left behind
When a shadow is forced into light
You gave me a sword to pierce a lie
Serrated edge for the demon inside
A moment I'm torn between two tides
But all I need I bear inside
Broken Mirror
Beauty divides
Though it's an illusion
It can cut like a knife
Don't try to give me what I think I deserve
It's mine to find
You gave me a sword to pierce a lie
Serrated edge for the demon inside
A moment I'm torn between two tides
But all I need I bear inside
(Trees of Eternity: "Broken Mirror", aus dem Album "Hour of the Nightingale", 2016)
Unsere schöne neue Welt wird tagtäglich immer noch schöner: Wer kennt den Begriff "Pre-Crime", der insbesondere durch Philip K. Dicks Kurzgeschichte "Minority Report" (1956) und die gleichnamige, allerdings wie gewohnt extrem flache Spielberg-Verfilmung mit dem üblen Scientologen Tom Cruise in der Hauptrolle (2002) bekannt geworden ist? Gemeint ist mit diesem Begriff die strafrechtliche Sanktionierung von Verbrechen, die noch gar nicht stattgefunden haben, die "aller Wahrscheinlichkeit nach" aber ausgeführt würden, wenn man die potenziellen Täter nicht daran hindere.
1956 war das selbstverständlich noch Science Fiction, 2002 schon nicht mehr - und heute ist dieses lupenrein faschistoide Modell auch in Dunkeldeutschland endlich angekommen. Anlässlich der Farce um den "Verdächtigen" Dschaber al-Bakr, der sich kürzlich unter mysteriösen Umständen in der Pre-Crime-Haft das Leben nahm, war in der Propagandapresse zu lesen:
Der Verdächtige war im Februar 2015 nach Sachsen gekommen und wurde im Juli dieses Jahres als Flüchtling anerkannt. Der Hinweis auf einen möglichen islamistischen Anschlag kam von einem befreundeten ausländischen Nachrichtendienst, wie Stephan Mayer, innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, im ZDF sagte. Die Gefährlichkeit Al-Bakrs war also offenbar bekannt. / Aber wie umgehen mit Gefährdern? Unionspolitiker fordern die rechtliche Möglichkeit, Gefährder präventiv und frühzeitig in Haft nehmen zu können. Innenminister Thomas de Maizière hatte bereits im August erklärt, die "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit" durch als gefährlich eingeschätzte Ausländer als Haftgrund einführen zu wollen. "Wir brauchen Schnellverfahren für straffällige Ausreisepflichtige und ausländische Gefährder", sagte de Maizière damals.
Das muss man sich, wie so oft, auf der Zunge zergehen lassen, auch wenn der Geschmack Brechreiz verursacht: die menschenfeindliche Bande will es gesetzlich verankern, dass Menschen, die von irgendwelchen ominösen Geheimdiensten oder anderen zwielichtigen Beschuldigern als "Gefährder" ausgemacht wurden, strafrechtlich belangt und in den Knast gesperrt werden. Dabei wird gerne übersehen, dass die Bande das ja bereits heute so handhabt - und zwar einzig auf der Grundlage der äußerst schwammigen, der Willkür Tür und Tor öffnenden Regelung bezüglich der "Untersuchungshaft". Wenn die widerliche Bande nun aber einen großen Schritt weiter in die Unrechtsstaatlichkeit ankündigt, geschieht das sicher nicht ohne Grund - auch wenn der, wie gewohnt, in der entsprechenden Meldung gar nicht genannt wird.
Wenn eine ekelhafte Hassfresse wie de Maizière den Mund öffnet, quillt natürlich braune, stinkende Gülle heraus, das kennen wir schon zur Genüge - allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass derlei Entwicklungen ursächlich nichts mit den Schlips-Borg-Marionetten in der Regierungssimulation zu tun haben. Die Ursachen sind vielmehr im Systemischen zu suchen: Es geht hier, wie immer im Zusammenhang mit dem albernen "Terror"-Gespenst, nicht um den Schutz von Menschen, sondern um die staatliche Macht, missliebige Personen jederzeit "gesetzeskonform" verfolgen und aus dem Verkehr ziehen zu können. Das barbarische, völlig groteske Szenario des "Pre-Crime" drängt sich hier förmlich auf, da es staatlichen Schergen einen fröhlichen Freibrief zur willkürlichen Inhaftierung von Menschen ausstellt. Irgendein unkontrollierter, gerne auch "befreundeter ausländischer" Geheimdienst wird sich jederzeit finden lassen, der einem Missliebigen den Status eines "Gefährders" zuweist, so dass er - völlig rechtskonform - auf unbestimmte Zeit und ohne Gerichtsverhandlung ins Lager deportiert werden kann.
Um wieviel schöner soll unsere verkommene, zerfallende Welt eigentlich noch werden, bis in diesem furchtbaren Land endlich jemand "Stop!" schreit, ohne den nationalistischen Braundeppen erneut auf den schmierigen Leim zu gehen?
Meine heutige Buchempfehlung betrifft ein literarisches Werk, das es wahrlich in sich hat. Der Autor, Ray Bradbury, hat es schon vor dreißig Jahren mühelos geschafft, in die Lehrpläne des bundesdeutschen Bildungssystems - zumindest im Fach "Englisch" - vorzustoßen: Sein dystopischer, genresprengender Roman "Fahrenheit 451" passte nur allzu gut in die elendige, deutsche Geschichte. Ich bin mir fast sicher, dass das grandiose Werk heute längst wieder aus den hiesigen Curriculae verschwunden ist: Man darf junge Menschen nicht zu sehr mit dem kritischen, eigenen Denken vertraut machen - der Kapitalismus weiß schließlich, wo er Mauern zu ziehen hat.
Wer den Roman nicht selbst lesen möchte, kann sich immerhin die kongeniale Verfilmung von François Truffaut aus dem Jahr 1966 ansehen oder sich das Hörbuch in deutscher oder englischer Sprache zu Gemüte führen.
Bradbury war ein genialer Erzähler, der mühelos alle Genregrenzen sprengte. Sein Erzählband "Der illustrierte Mann", den ich heute vorstellen möchte, ist ein beredtes Beispiel dafür. Ich zitiere aus dem Klappentext der deutschen Erstausgabe:
Der Erzähler begegnet auf einer Wanderung einem Mann, dessen Körper mit Tätowierungen von oben bis unten bedeckt ist. (...) Die Illustrationen beginnen sich - während die beiden auf einer einsamen Straße sitzen und der bizarre Mann eingeschlafen ist - zu bewegen. Daraus entstehen die Geschichten des Buches, die von anderen Welten erzählen: von Liebe und Einbildungskraft auf dem Mars, vom Wahnsinn im ewigen Regen der Venus, vom einsamen Tod im unendlichen Raum zwischen den Sternen und von den Städten und Dörfern in unserer eigenen Welt, in der seltsame Dinge geschehen, die wir nie bemerken, und in der seltsame Wesen leben, denen wir nie begegnen.
Jede einzelne dieser Erzählungen dieses Bandes ist ein literarisches Kleinod für sich, aber erst in ihrer Gesamtheit - die Texte sind durch eine knapp skizzierte Rahmenhandlung miteinander verwoben - entfalten sie ihre wahre Größe. Helmut Winter befand in der FAZ:
Bradbury hat die Science Fiction intellektualisiert, die technische Utopie romantisiert und der Horrorgeschichte eine sozialkritische Beimischung gegeben.
Ich möchte das ergänzen: Bradburys Erzählband gehört zum Besten, was die amerikanische Literatur der Nachkriegszeit bislang hervorgebracht hat. Herausgreifen möchte ich hier die Erzählung "Die Verbannten" ("The Exiles"), deren Zusammenfassung sich bei Wikipedia wie folgt liest:
Ein Raumschiff reist von der Erde zum Mars, als etliche Mitglieder der Besatzung über schreckliche Träume klagen und manche sogar ohne ersichtlichen Grund sterben. Der Mars ist seit dem 21. Jahrhundert zur Zuflucht der Dichter des Grauens und Entsetzens und [der] Anhänger des Übernatürlichen bzw. ihrer Bücher, die auf der wissenschaftshörigen Erde verboten wurden, und der darin vorkommenden Charaktere geworden. So leben hier u.a. Poe, Bierce und Carroll, die (...) durch Zauber die Raumfahrer töten [und] die Landung der Erdbewohner verhindern wollen. Einzig und alleine der verbannte Charles Dickens fühlt sich zu unrecht in die Gruppe der Anhänger des Übernatürlichen gesteckt und kooperiert nicht, um die Landung zu verhindern. Schlussendlich erreichen die Raumfahrer ihr Ziel und verbrennen die Bücher – und somit im übertragenen Sinne auch die Autoren und ihre Charaktere (...).
Wer das Buch noch nicht kennt, sollte es dringend lesen - es erschließen sich hier nicht zuletzt viele Aspekte, die zum Verständnis unserer heutigen untergehenden Zeit erheblich beitragen.
Der hochgeschätzte Plattfußindianer Holdger P., seines Zeichens "Mitredakteur" des esoterischen Kampfblogs "Jenseits der Realität", hat wieder zugeschlagen: Mangels eigener "redaktioneller" Beiträge hat er sich nun aufs Kommentieren verlegt und vor einigen Tagen ein beredtes Beispiel für die manipulative, intellektuell zum "Himmel" schreiende Art und Weise des "Denkens" im Hause der Esos abgeliefert.
Zu einem - wie gewohnt - äußerst dummen Benjamin-Blümchen-Text von einer gewissen Daniela Böhm zum Thema "Veganismus" schrieb der Meister einen begleitenden Kommentar, der den ohnehin flachen Beitrag endgültig in die Zweidimensionalität überführte. Selbstverständlich gibt es bei den religiotischen Brüdern und Schwestern längst keine ernsthafte Kritik mehr an solchen schwurbeligen Pamphleten aus der Grundschule des Denkens, denn dort wird fleißig zensiert - also bastelt man sie sich selber und beginnt den ersten Kommentar gleich mit der lapidaren Feststellung: "Ehe das hier gleich wieder losgeht".
Der geneigte Leser fragt sich sogleich, was zur Zombiehölle denn da bloß "losgehen" soll - und trifft sodann auf einen nur wenige Tage zuvor veröffentlichten, noch dümmeren Beitrag zum selben Thema, zu dem - ebenfalls mangels Kritik - der Oberguru Faulfuß höchstselbst in die Rolle einer ominösen "Anita Wurst" schlüpfte und dümmlichste, pseudokritische Kommentare absonderte. Nachzulesen ist das hier. Schon dort glänzte Platta mit übler Propaganda und entblödete sich auch nicht, seinen persönlichen Hassgefühlen gegenüber Andersdenkenden freien Lauf zu lassen. Die Inquisition ist nur einen Steinwurf entfernt, und das Jubelperser-Kommentariat der Esos, das inzwischen vornehmlich aus einer fleischfressenden Eule, einer bettdrögen Bettina und einem offensichtlich Geisteskranken besteht, sprang wie gehofft darauf an.
Im aktuellen Beispiel tut der Mann nun weiterhin so, als sei "Anita Wurst" [*lol*] eine tatsächliche, ernsthafte Kritikerin des "Veganismus" und nicht ein offensichtlicher Fake - obwohl die "Dame" dort gar nicht erneut aufgeschlagen ist (vielleicht war es inzwischen sogar dem Faulfuß zu peinlich, sich weiterhin so zum Affen zu machen?). Dabei zeigt er die typische Verwirrtheit des alternden Propagandisten - beispielsweise nennt er die Autorin des jüngsten veganen Kuhaugen-Ergusses "Daniela Dahn" statt "Daniela Böhm" (Frau Dahn dürfte sich herzlichst bedanken!). Sodann echauffiert sich Platta in aller Ausführlichkeit über irgendwelche aus der Luft gegriffenen Unterstellungen, die realitätsferner kaum sein könnten, und relativiert parallel dazu seine eigene Kritik an manchen Eso-Spinnereien der Vergangenheit bis hin zur Unkenntlichkeit, so dass nichts davon mehr übrig bleibt.
Wenn jemand - aus welchen Gründen auch immer - jemals vorhaben sollte, sich selbst minutiös zu demontieren und der Lächerlichkeit preiszugeben, möge er sich ein Beispiel am Plattfußindianer nehmen: Der beherrscht diese bedauernswerte Praxis inzwischen ebenso perfekt wie seine Gebetsschwester Faulfuß.
Kleinbloggersdorf ist ja ohne Frage ein zuweilen kreischendes Irrenhaus - die esoterisch-sektiererische Sektion "Jenseits der Realität" aber setzt dem ganzen wie gewohnt die Krone auf.
(Anita Wurst mit Kondom alias Roland Faulfuß mit Krone)
Die Big-Brother-Fans unserer fürsorglich-liebenden Bundesregierung korrupten Bande gehen ihren einmal eingeschlagenen Weg der Totalüberwachung aller BürgerInnen unbeirrt weiter: Nach dem "Bundes-Trojaner" für PCs und Laptops, der in den vergangenen Monaten ohne großes mediales oder öffentliches Interesse auf den üblen Weg gebracht wurde, müssen demnächst auch die NutzerInnen von mobilen Geräten wie Dumpf- bzw. Babyphones und Tablets mit dem stetig überwachenden Staatsauge rechnen. Die Tagespropagandaberichtete vor vierzehn Tagen:
Das Bundeskriminalamt will in Zukunft den Einsatz des sogenannten Staatstrojaners auf mobile Geräte ausweiten. Das geht aus vertraulichen Haushaltsunterlagen für 2017 hervor, die NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" einsehen konnten. Demnach plant das BKA, eine "behördeneigene Software" zu entwickeln, mit der "Quellen-TKÜ-Maßnahmen auf mobilen, internetbasierten Endgeräten" durchgeführt werden können. Konkret bedeutet das, dass das BKA unerkannt auf Smartphones und Tablets von Zielpersonen eine eigene Überwachungssoftware installieren möchte.
Da freuen wir uns doch alle einen Glasdeckel in den Schädel, da unserer "Führung" die Sicherheit aller Menschen so unglaublich wichtig ist, dass sie liebend gerne eine nicht näher bezeichnete Summe von Steuergeldern (im Propagandabericht werden "50 Millionen" sowie ein "bislang" unbekanntes [sic!] "Budget" für diese Maßnahme in den Raum geworfen) in die Hand nimmt, um endlich in Erfahrung zu bringen, worüber sich Lieschen Müller, Kurt Schmidt und all die fiesen Terroristen, die "unsere Freiheit" ständig bedrohen, unterhalten.
In diesem Zusammenhang erklärt sich auch, weshalb dieselbe korrupte Bande sich - zumindest halbherzig - gelegentlich für eine Verschlüsselung der digitalen Kommunikation ausspricht: Wenn die Geräte selbst mittels solcher Schadsoftware überwacht werden, kann die Kommunikation noch so sehr verschlüsselt werden - das BKA (und vermutlich weitere staatliche Stellen) können trotzdem ungestört mitlesen. Platt und altertümlich-analog gesagt: Wenn ein Telefonat über eine "sichere" (verschlüsselte) Leitung geführt wird, während im Telefonhörer der einen oder anderen Seite eine schnöde Wanze steckt, ist die Verschlüsselung der Verbindung nichts weiter als eine alberne Beruhigungspille für die Telefonierenden, um sich fälschlicherweise in Sicherheit zu wähnen.
Unterstützt wird dieses über die Orwell'sche Dystopie weit hinausgehende Szenario der Totalüberwachung selbstverständlich von (sehr gerne rechtswidrig handelnden) Geheimdiensten im Verbund mit willfährigen Konzernen. So wurde jüngst, selbstverständlich ohne irgendwelche Konsequenzen, bekannt:
Yahoo ist ein Internetkonzern, der mühelos alle Vorurteile, Ängste und Sorgen bedient, die Internetbenutzer so haben können. Dem Unternehmen sind nicht nur mal eben 500 Millionen Kundendaten gestohlen worden; es durchforstet auch noch artig hunderte Millionen E-Mail-Briefkästen, wenn das FBI oder die NSA es so wollen.
Sie wollen nur unser Bestes - schließlich sterben in Deutschland täglich tausende von Menschen an den Folgen des antidemokratischen, antifreiheitlichen Terrors. Erst gestern sprengte sich wieder ein vom Verfassungsschutz gesponserter, rechtsradikaler CSU-Politiker auf unserem multikulturellen Dorfplatz in die Luft, während er hysterisch schäumend schrie: "Juda, Neger und Moslem - verrecke!" - Da ist es doch nur recht und billig, flächendeckende, staatliche Babyphones zu installieren, damit der Schlips-Borg-Kubus endlich weiß, wo er assimilierend eingreifen muss, um das Kapital und die Macht der "Elite" zu schützen: Er hätte die pazifistische, linksversiffte, leider sehr kleine Gegendemo, die danach spontan für die Opfer stattfand, schließlich erfolgreich verhindern können.
Der vollkommene Irrsinn ist das wesentlichste Merkmal unserer heutigen Zeit im "freiheitlich-demokratischen" Westen - dagegen ist selbst Nordkorea nur ein lächerliches Disney-Plagiat mit fröhlicher Musik. Und kaum einer nimmt's zur Kenntnis bzw. erkennt es überhaupt. Ich hätte einen derartigen Triumph des Stumpfsinns, der Dummheit, der Ignoranz und der willentlich vorangetriebenen Faschistisierung nach 1945 nicht mehr für möglich gehalten. So sehr kann man sich irren:
Der Faschismus grüßt diabolisch aus allen zweifelhaften Morgenröten.
Der Spiegelfechter erklärt das Protestpotenzial des rassistischen Konsenses in der Mitte der Gesellschaft
Ein Gastbeitrag des Altautonomen
Die Ex-Grüne Antje Hermenau geht zum AfD-Stammtisch, AfD-Parteispitzen sind fast wöchentlich auf öffentlich-rechtlichen TV-Kanälen in einer Talkshow mit Gesellschaftsfähigkeitsbonus zu Gast, und als Krönung veröffentlichte die Zeit jüngst ein "Streitgespräch zwischen Sahra Wagenknecht und Frauke Petry".
Nachdem danach auch Lapuente vom Blog "Ad sinistram" als Gastautor beim Spiegelfechter mit überwältigender Zustimmung des Kommentariats sein Plädoyer dafür ablieferte, dass man mit Repräsentanten und Mitgliedern der AfD diskutieren müsse, um sie auf den linken Pfad zu begleiten, legte Jörg Wellbrock vor zwei Tagen nach und erklärte den rassistischen Pöbel in Dresden zu einem Phänomen des "berechtigten", weil sozialen Protestes, da dieser an die "richtigen Adressaten" gerichtet worden sei. Sein Kommentar mündet in dem Resümee:
Aber als Merkel & Co da waren, da traf es mal die Richtigen. Die nämlich, die sich jetzt moralisch aufspielen, aber maßgeblichen Anteil daran haben, dass es in vielen Ecken im Osten so trist ist, wie es ist.
Wellbrock fragt erstens nicht, warum der Protest gerade jetzt in Zeiten des Flüchtlingsthemas akut wird. Er weiß offensichtlich auch nicht, dass es dieselben Erscheinungen und Erklärungen von Hobbysoziologen bereits Anfang der 90er Jahre nach Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen gab. Der Kommentar unterstellt zweitens, dass es dem Pöbel primär um die soziale Ungleichheit in Ostdeutschland ginge, nicht um die Verteidigung bürgerlicher Privilegien und Vorteile gegenüber Einwanderern, und seien jene auch noch so arm und die Privilegien der Rassisten noch so marginal. Rassismus ist demnach ein Naturrecht der Deutschen, das auf die Tagesordnung gehört, wenn es ihnen dreckig geht.
Statt seiner geschichtsrevisionistischen Behauptung, die Ostdeutschen hätten den Fall der Mauer selbst hinbekommen, hätte er auch schreiben können: "Die Ostdeutschen wollen doch nur Bananen, Fitness-Studios und Videokaschemmen." Er geht außerdem weder auf die soziale Struktur, noch auf die Verteilung der Einkommensverhältnisse der Pöbler ein.
Daher noch einmal zu Protokoll: Harmlos mag es klingen, wenn gerufen wird: "Wir sind das Volk!" - Damit ist aber eine unvermeidliche Abgrenzung zum "Nichtvolk" verbunden. Gemeint sind damit unter anderem alle Flüchtlinge mit unterschiedlichstem Aufenthaltsstatus und willkürlicher Herkunft. Daran schließt sich die kollektive Behauptung an, dass die Politik in dieser Frage nebst ihren sozialen Auswirkungen (Wohnungen, Arbeitsplätze, Bildung, deutsche Sprache etc.) versagt habe. Das erinnert fatal an das allzu bekannte "Volk ohne Raum" mit der Pespektive auf den "Untergang des Abendlandes": Freies Fluten durch offene Grenzen. Diese anständigen Deutschen schaffen es gerade noch, der offensichtlichen Versuchung, das Problem gewaltsam "hinwegzufegen", zu widerstehen, weil ihnen von "oben" (noch) niemand die Legitimation dazu erteilt hat. Daher rührt das stillschweigende Verständnis in diesen Kreisen, wenn mal wieder eine Flüchtlingsunterkunft brennt.
Der völkische Konsens besteht jedoch nicht im Kampf um bessere materielle Lebensbedingungen gegen die herrschenden Eliten, sondern in der Akzeptanz veschiedener Umgehensweisen mit verschiedenen Menschengruppen, insbesondere Flüchtlingen. Diese reicht von der nicht ausreichend verschärften Asylpolitik bis hin zum Verständnis für das "kleine Pogrom mit Brandschaden".
Mit der (z.B. von Oskar Lafontaine) etwas differenzierter wieder aufgewärmten Parole "Die nehmen uns die Arbeitsplätze und Wohnungen weg" wird ein vermeintliches Privileg weißer Deutscher verteidigt, das automatisch mit dem Besitz eines deutschen Passes verbunden ist. Das ist aber falsch. Die mit der deutschen Staatsbürgerschaft verbundenen Vorteile eines Lebens in einem der reichsten Länder der Welt sind vielmehr weltmarktpolitisch, das heißt also grundlegend, festgelegt und nicht durch ein bis zwei Millionen Flüchtlinge in Gefahr zu bringen. Die kapitalistische Ausbeutung der Länder, aus denen die Flüchtlinge seit 20 Jahren kommen, ist seit 1945 größer als in der Kolonialzeit. Nichtdeutsche müssen zudem oft überteuerte und schlechtere Wohnungen akzeptieren und bekommen einen Arbeitsplatz erst dann, wenn es dafür keine deutsche Arbeitskraft gibt.
Wellbrock möge einmal darüber nachdenken, ob nicht Krauss-Maffei, Krupp, Siemens, Daimler, BMW, Bayer, RWE, Deutsche Bank, VW, ARD, ZDF und so weiter die richtigen Adressaten wären.
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Säuberung des deutschen Bodens
"Raus mit diesen faulen roten Rüben, die verpesten mir den ganzen Acker!"
(Zeichnung von Olaf Gulbransson [1873-1958], in "Simplicissimus", Heft 2 vom 09.04.1933. - Zu diesem Zeitpunkt hatte die NSDAP die Redaktion des Blattes selbstverständlich bereits übernommen.)
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Anmerkung von Charlie: Es zeugt von einem erheblichen Mangel an Realitätsbewusstsein, wenn Wellbrock allen Ernstes die austauschbaren Politmarionetten als die "richtigen" Ziele im Kampf gegen den kapitalistischen Terror benennt. Vermutlich glaubt er auch - wie eine demenzgeplagte Oma in der entlegensten katholischen Dorfkirche - daran, dass nur die "richtigen" [sic!] Parteien "an die Macht" gewählt werden müssten, um endlich das Paradies auf Erden - oder zumindest in der kleinen Enklave Deutschland, der Rest ist offenbar ja ohnehin egal - zu schaffen. So viel grenzdebile Naivität habe ich bisher nur bei Berger, Lapuente, Sasse, Müller et al. festgestellt.
Wellbrocks und Lapuentes schleimig-widerliches "Antanzen" an die rassistischen Dumpf-Pegidioten in Dresden und anderswo kommentiere ich hier lieber nicht, um nicht allzu ausfällig werden zu müssen. Mir fehlt jegliches Verständnis für einen solchen nationalistischen Bockmist, der direkt aus der Weimarer Endzeit zu stammen scheint.
Das korrupte Pack verfolgt den Weg der persönlichen Bereicherung unbeirrt weiter. Vor einigen Tagen geisterten gleich zwei Meldungen durch die Untiefen der Systempresse, die gar nicht besser zueinander passen könnten und dort dennoch in keinen Zusammenhang gesetzt oder gar kritisch kommentiert wurden. Zunächst ist wieder einmal Gerhard Schröder (SPD) zu nennen, dem seine lebenslangen Bezüge als Ex-Abgeordneter, Ex-Ministerpräsident und Ex-Kanzler (unbekannte Höhe) sowie das bisherige Jahresgehalt von Gazprom (250.000 Euro) und seine zahlreichen weiteren "Nebeneinkünfte" (ebenfalls unbekannte Höhe) offensichtlich nicht reichen, um ein geruhsames Leben in Würde zu führen. Bei Zeit Onlinelas ich (im Ressort "Wirtschaft"):
Gerhard Schröder leitet jetzt den Verwaltungsrat des Unternehmens Nord Stream 2 des russischen Energiekonzerns Gazprom. Seinen bisherigen Posten behält er offenbar auch. (...) / Die Höhe der Vergütung für Schröders neuen Posten ist bisher nicht bekannt. Als Aufsichtsratschef des ersten Nord-Stream-Konsortiums erhielt er 250.000 Euro im Jahr.
Der Hauptverantwortliche für den Hartz-Terror, der Millionen von Menschen in die Armut, Ausweglosigkeit und staatliche Drangsalierung geschickt hat und weiterhin permanent schickt, braucht nun also dringend einen "Zweitjob", um sich vielleicht noch eine dritte Villa oder - vielleicht für besondere Anlässe - ein siebtes Automobil leisten zu können. Mir kommt die kalte Kotze hoch, wenn ich mir diese madige Figur im Speck, welche die Zerstörung der Sozialsysteme in Deutschland in ganz neue, desaströse Dimensionen geführt hat, auch nur vorstelle.
Schröders "Genosse" und ehemaliger Exekutionskollege Peer Steinbrück steht dem korrupten Asozialen aber in nichts nach. Ebenfalls bei Zeit Online war am selben Tag (im Ressort "Politik") zu lesen:
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) geht nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag als Berater zur Direktbank ING-DiBa. "Ich werde ein Angebot der ING-DiBa annehmen, als Berater des Vorstandes", sagte Steinbrück im Gespräch mit der ZEIT. Dies passe auch durchaus zu seiner häufig geäußerten Kritik an der Praxis vieler Banken.
Über die Höhe seiner "Vergütung" schweigen Steinbrück und Zeit Online sich geflissentlich aus - dafür wird in diesem Artikel wie selbstverständlich kommuniziert, dass jene Tätigkeit selbstredend keine "Interessenkollision" darstelle und erst recht nichts - aber auch rein gar nichts! - mit Korruption zu tun habe. Ich mag mir gar nicht ausmalen, inwiefern dieser inkompetente Mensch den - wahrscheinlich gleichsam inkompetenten - Vorstand dieser Bank wohl "beraten" möchte. Wenn man den gesamten Artikel liest, fängt das Gehirn unweigerlich an zu schmerzen, obwohl das anatomisch unmöglich ist: Ausgerechnet Steinbrück, der große neoliberale Deregulierer bzw. Zerstörer, darf sich hier fromm und frei als "Banken-Kritiker" präsentieren, während er "Bankvorstands-Berater" wird. Man kann gar nicht so viel saufen, um sich so etwas auszudenken: da wäre selbst Kafka neidisch.
Selbstverständlich sind diese beiden widerlichen Eigennutzmehrer aus der verwesenden SPD nur zwei Beispiele für die längst gängige, parteiübergreifende Praxis der Politbande, sich die menschenfeindlichen, kapitalfreundlichen Aktivitäten während der Mandatszeit im Nachhinein von den profitierenden "Eliten" bezahlen zu lassen: Sie haben keine Hemmungen mehr und alle Masken fallen gelassen - auch wenn die Systempresse das "nicht sieht". - Rotten to the core.
Vielleicht sollte ich mich auch mal als "Berater des Vorstandes" bewerben, beispielsweise bei der Deutschen Bank: Meine allererste Handlung wäre eine Einladung zu einem Meeting im obersten Stock ihrer perversen Bankkathedrale in Frankfurt, verbunden mit der nachdrücklichen Aufforderung, alle Fenster einzuschlagen und beherzt ins Freie zu springen. Die Welt wäre unverzüglich ein etwas schönerer Ort. - Aber mich wollen die ja leider nicht als "Berater". Schade.
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Pfälzer Auslese
[gilt jedoch bundesweit]
"Einer der Herren Minister ist noch nicht vorbestraft. Ich hoffe, Sie sind trotzdem zuverlässig."
Ihr und die Dummheit ziehn in Viererreihen
In die Kasernen der Vergangenheit.
Glaubt nicht, dass wir uns wundern, wenn ihr schreit,
Denn was ihr denkt und tut, das ist zum Schreien.
Ihr kommt daher und lasst die Seele kochen.
Die Seele kocht und die Vernunft erfriert.
Ihr liebt das Leben erst, wenn ihr marschiert,
Weil dann gesungen wird und nicht gesprochen.
Marschiert vor Prinzen, die erschüttert weinen:
Ihr findet doch nur als Parade statt!
Es heißt ja: Was man nicht im Kopfe hat,
Hat man gerechterweise in den Beinen.
Ihr liebt den Hass und wollt die Welt dran messen.
Ihr werft dem Tier im Menschen Futter hin,
Damit es wächst, das Tier tief in euch drin!
Das Tier im Menschen soll den Menschen fressen!
Ihr möchtet auf den Trümmern Rüben bauen
Und Kirchen und Kasernen wie noch nie.
Ihr sehnt euch heim zur alten Dynastie
Und möchtet Fideikommissbrot kauen.
Ihr wollt die Uhrenzeiger rückwärts drehen
Und glaubt, das ändere der Zeiten Lauf:
Dreht an der Uhr! Die Zeit hält niemand auf!
Nur eure Uhr wird nicht mehr richtig gehen.
Wie ihr's euch träumt, wird Deutschland nicht erwachen.
Denn ihr seid dumm und seid nicht auserwählt.
Die Zeit wird kommen, da man sich erzählt:
Mit diesen Leuten war kein Staat zu machen!
(Erich Kästner [1899-1974], in "Die Weltbühne" vom 02.07.1932; wiederveröffentlicht u.a. in "Zeitgenossen, haufenweise", Gedichte von Erich Kästner, hg. v. Harald Hartung und Nicola Brinkmann, Hanser 1998)
Anmerkung: Es dürfen sich hier nicht bloß AfD-, Pegida- und NPD-Schwachmaten sowie sonstige "besorgte Bürger" angesprochen fühlen. Die faschistische Arschlochgrenze verläuft heute längst wieder - wie zu Kästners Zeiten - in brauner, stinkender Tradition durch die "Mitte" der verkommenen, degenerierten und narkotisierten Gesellschaft.
Meine Haltung zu den staatlich festgelegten Zwangsgebühren für den öffentlichen Propagandafunk habe ich hier ja gelegentlich schon zum Ausdruck gebracht - und es dürfte gemeinhin bekannt sein, wo der Großteil dieser auch bei den ärmsten BürgerInnen zwangsweise eingezogenen Gelder letzten Endes landet: Die Millionenbeträge für irgendwelche Bespaßungssportveranstaltungen (Fußball, Olympia und andere Apothekenumschauen), die Fantasiegagen für irgendwelche Moderationsdeppen (Gottschalk, Jauch, Kleber & Co.) oder die im Klo heruntergespülten Gelder für dümmliche Shows, Soaps oder andere groteske Desinformations- bzw. Betäubungsformate fallen halt nicht vom kapitalistischen Himmel, sondern müssen - in zunehmendem Maße per Zwangsvollstreckung - bei der eben unter diesem degenerierten Programm leidenden Bevölkerung eingetrieben werden.
Es versteht sich im Kapitalismus von selbst, dass an diesem staatlich garantierten Geldregen jeder Beteiligte um das größte Stück des Kuchens buhlt. So war kürzlich bei n-tv - exemplarisch - zu lesen:
"Tatort"-Ermittler fordern doppelte Gage / Da schlackern einem schon ein bisschen die Ohren, war doch die alte Gage bereits recht flott bemessen - die neue soll dann bitte doppelt so hoch sein. Und eine kleine, aber feine Nebenrolle wird mit nur einem Sechzigstel (!) entlohnt. Das ist doch fast ein Mord-Motiv. (...) / Demzufolge sollen Prahl und Liefers mehr als das Doppelte ihrer bisherigen Gage gefordert haben. Das entspricht 250.000 statt der bisherigen 120.000 Euro pro Folge. Schauspielerin Christine Urspruch, die im Münsteraner "Tatort" ebenfalls mitspielt, erhält laut des Berichts nur [sic!] 4.000 Euro für jede Folge. Bisher gelten Till Schweiger und Maria Furtwängler als die Spitzenverdiener unter den "Tatort"-Kommissaren. (...) Zusammengerechnet könnten demnach 1,25 Millionen Euro auf dem Jahresgehaltsscheck der beiden Schauspieler - allein für ihr Engagement im "Tatort" - stehen.
Auch das "ewige Krimi-Gedöns" kostet eben viel Geld. Talentlose Mimen wie Liefers oder Schweiger, die in einem tatsächlich künstlerischen (also völlig utopischen) TV-Umfeld allenfalls infantile Rollen wie "Chewbacca" oder "Darth Vader" spielen dürften, freuen sich für ihr Engagement über ein fürstliches, kontinuierliches Entgelt - finanziert aus zwangseingetriebenen Gebühren, die eigentlich der Objektivität und Ausgewogenheit journalistischer Beiträge vorbehalten sein sollten, die es allerdings so gut wie gar nicht mehr gibt. Dieses Szenario ist nur noch das platte, verblasste Abziehbild einer Orwell'schen Farce.
Es ist müßig zu fragen, was die beiden Hanseln aus diesem Beispiel, Prahl und Liefers, wohl dazu treibt, ihre abstrusen Forderungen zu formulieren: Ob sie tatsächlich mit 512.500 Euro im Jahr - allein für den "Tatort"-Mist, neben dem sie ja noch in vielen weiteren Filmen mitwirken - nicht auskommen, ist ein im Kapitalismus grundfalscher Denkansatz. Hier in der Hölle geht es für jeden Einzelnen nur darum, den bestmöglichen Profit für sich selbst zu generieren - völlig unabhängig davon, ob der gerechtfertigt, sinnvoll oder gar nötig ist - und erst recht ohne Berücksichtigung der Frage, wer den Mist am Ende tatsächlich bezahlen muss. Irgendeine bekloppte Reklame hat das in der jüngeren Vergangenheit mal auf den widerwärtigen, faschistoiden Punkt gebracht: "Unterm Strich zähl' ich!", hieß es da. Das ist die kürzeste, prägnanteste und abstoßendste Definition des Kapitalismus, die ich kenne.
Wenn der zackige Vollstreckungsbeamte das nächste Mal bei mir klingelt und meine "Schulden" eintreiben will, werde ich ihn mal fragen, ob ich stattdessen nicht einfach eine gebrauchte, aber frisch gewaschene Unterhose für Herrn Schweiger oder Herrn Kleber spenden kann - und bin mir schon jetzt sicher, dass der Mann nicht im Ansatz verstehen wird, was ich ihm damit mitteilen will.
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Der Bankier und seine Frau
(Gemälde von Quentin Massys [1466-1530] aus dem Jahr 1514, Öl auf Holz, Louvre, Paris)
"Die USA sind eine freiheitlich-demokratische, tolerante und weltoffene Nation, die soziale Gerechtigkeit und den Frieden liebt." Für manche der dort lebenden Menschen mag dieses utopische Ideal tatsächlich gelten - die herrschenden Kapitaleliten und ihre politischen Marionetten im "Land of the Free" aber beweisen seit jeher das Gegenteil. Für diese Bagage gilt eher die Feststellung: "Die USA sind eine kapitalistisch-diktatorische, intolerante und faschistoide Demokratiesimulation, die den Reichtum einer kleinen Minderheit fördert und den Krieg zur Profitoptimierung und zum Machterhalt konsequent instrumentalisiert." - Es ist in diesem Zusammenhang nur eine Randnotiz, dass dasselbe für nahezu sämtliche kapitalistische Staaten weltweit - natürlich gerade auch für Deutschland - gilt.
Die Vereinigten Staaten werden ihr Atomwaffenarsenal künftig massiv aufrüsten. Das kündigte US-Verteidigungsminister Ashton Carter bei einem Besuch auf dem Luftwaffenstützpunkt Minot im Bundesstaat North Dakota an. In Minot haben die USA Teile ihrer Atomstreitkräfte stationiert. Demnach wollen die USA in den kommenden fünf Jahren 108 Milliarden Dollar in den Ausbau ihres Nuklearwaffenarsenals investieren.
108 Milliarden Dollar (nur zur Erinnerung: das sind 108.000 Millionen) für Atomwaffen - zur "Abschreckung"? Erinnern wir uns: Da gab es doch mal so etwas wie ein Abrüstungsabkommen mit Russland, das erst 2009 wieder bestätigt wurde, wie damals u.a. im Handelsblattberichtet wurde:
Die USA und Russland wollen den weltweiten atomaren Abrüstungsprozess wieder in Gang bringen. Ziel sei die deutliche „Reduzierung und Begrenzung von strategischen Offensivwaffen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von US-Präsident Barack Obama und seinem Amtskollegen Dmitrij Medwedjew.
Nur einige Jahre später - 2014 - geisterte plötzlich eine ganz andere Meldung durch die Gazetten: Da wurde Russland plötzlich eine "einseitige Verletzung" dieses Abkommens vorgeworfen:
Die US-Regierung wirft Russland die Verletzung eines bedeutenden Abrüstungsvertrages vor. Das Weiße Haus bestätigte am Dienstag Medienberichte, wonach Moskau eine landgestützte Mittelstreckenrakete getestet habe. Regierungssprecher Josh Earnest sprach von einer "sehr ernsthaften Angelegenheit". Moskau habe den INF-Vertrag von 1987 zwischen beiden Ländern über die Vernichtung aller nuklearen Raketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern gebrochen. Russische Militärexperten wiesen den Vorwurf zurück und sprachen von einem "Propagandakrieg".
Belastbare Belege für diesen Vorfall, der auch 2014 schon "Jahre zurückgelegen" haben soll, gibt es meines Wissens bis heute nicht. So ist es nun nur folgerichtig, dass die friedensliebenden USA ein kleines Portokassensümmchen "investieren", um atomar nicht ab-, sondern massiv aufzurüsten. Da können in Washington ja nur fiedensliebende Humanisten am Werke sein, nicht wahr. - Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich halte auch die russische Regierung gewiss nicht für pazifistische Menschenfreunde, denen das Gemeinwohl aller am Herzen liegt. Man darf sich aber getrost ausmalen, welche blutrünstige Skandalorgie in westlichen Medien und Polithurenkreisen losgebrochen wäre, wenn bekannt geworden wäre, dass Russland in ähnlichem Ausmaß atomar aufrüstet - und dafür eine derart infantile Begründung bemüht hätte, dass die USA "irgendwann vor Jahren" mal eine [sic!] Mittelstreckenrakete getestet hätten: Man könnte die Texte bei der BLÖD, Welt, FAZ und Co. vor lauter geiferndem Schaum gewiss gar nicht mehr lesen.
Ich behaupte: In sämtlichen korrupten kapitalistischen Politkreisen ist kein einziger Knopfleisten- oder Schlips-Borg an Frieden und Abrüstung interessiert - dort zählen stets nur der sprudelnde Profit der "Elite", der Systemerhalt um jeden Preis und die damit verbundenen Bestechungen persönlichen Geschenke (Geld, Macht, Pöstchen etc.). Und so werden die ewigen kapitalistischen Kriege gegen andere Staaten, gegen Minderheiten und gegen die eigene Bevölkerung immer weitergehen - entweder bis zum "großen Knall", oder bis zum endgültigen Kollaps der Natur auf diesem Planeten.
Am Ende sitzen ein paar hundert Superreiche in ihren luxuriösen Tiefbunkern auf ihren ergaunerten Fantastillionen, weil die Welt draußen atomar und industriell verseucht und/oder aus klimatischen Gründen unbewohnbar geworden ist, und freuen sich auf ihre Emigration zum Mars, wo sie das grauenhafte terrestrische Horrorschauspiel aus der Hölle alles Vorstellbaren ein zweites Mal aufführen wollen. - Auf die nächsten 2000 Jahre in der Hölle 2.0!
Anmerkung: Dieses Konzert ist Gänsehaut pur für jeden Pink-Floyd-Fan. Als besonderes Schmankerl haben die Recken dieser Band es tatsächlich fertiggebracht, zum Song "Another Brick In The Wall" tatsächlich eine Gruppe von Kindern in britischen Schuluniformen auf die Bühne zu stellen, die voller Enthusiasmus die Zeilen schmettern: "We don't need no education / We don't need no thought control / No dark sarcasm in the classroom / Teachers, leave the kids alone".
Eigentlich hatte ich geplant, anlässlich des heutigen Tages der Annexion der DDR exemplarisch einen kleinen Text zu schreiben, der sich mit den jüngsten Aktivitäten des Bundespräsipredigers Gauck befasst, der sich bekannter und gelogener Maßen nach wie vor als DDR-"Widerstandskämpfer" feiern lässt. Nun ist mir Thorsten aber schon zuvorgekommen und hat alles Notwendige dazu geschrieben. Ein Auszug:
Der Gipfel der Perversion wurde aber jetzt in Barby Jar erreicht, wo der Bundes-Selbstdarsteller an der Seite des Swoboda-Nazis Andrej Parubij den Opfern des Massakers an ukrainischen Juden vor 75 Jahren gedachte. / Was für eine üble Realsatire: Ein Nazi, ein Angehöriger jener Partei, die sich in der Tradition der Bandera-Bande sieht, die damals mit jenen Schlächtern, die für dieses Massaker verantwortlich war, kollaborierte bzw. tatkräftig dabei half (viele SS-Angehörige dort waren Ukrainer), und [welche] diese Leute als "Helden" verehrt, ist bei so einer Gedenk-Veranstaltung dabei! Welche Verhöhnung der Opfer! Und ein deutscher Bundespräsident stellt sich noch daneben und lässt sich mit dem fotografieren.
So ist das eben in diesem korrupten System: Wer im Kapitalinteresse handelt, gehört automatisch zu den "Guten" - ganz egal, ob es sich um Nazis (Swoboda), Terroristen ("gemäßigte Rebellen") oder auch eine feudalistische Gewaltherrschaft (Saudi Arabien) handelt. Der Pastor ist zur Stelle, schwingt wahlweise scheinheilige Betroffenheits- oder dämliche Freiheitsreden und wird wohlwollend und kritiklos von der Systempresse begleitet.
Zum 3. Oktober bleibt nun noch die mantraartig beschworene "Freiheit", die tatsächlich nichts weiter als ein weiterer Begriff des neoliberalen Neusprechs ist: Auch in der ehemaligen, rechtswidrig von der BRD annektierten DDR gab es keine so überbordende und stetig zunehmende staatliche Überwachung wie das heute der Fall ist, und die vielgerühmte "Reisefreiheit" gibt es selbstverständlich nur gegen Bezahlung: Wer sich das Reisen nicht leisten kann - und das sind immer größere Anteile der zwangsverarmten, ausgebeuteten Bevölkerung - muss weiterhin brav zuhause bleiben.
Die kapitalistische "Freiheit" endet freilich unverzüglich, falls ein Mensch obdachlos wird: Die "Freiheit", sein Lager unter der Brücke, im Wald oder sonstwo aufzuschlagen, existiert in diesem System selbstredend nicht. Wer das tut bzw. tun muss, wird sofort polizeilich oder "ordnungsamtlich" verfolgt und kriminalisiert, sobald er entdeckt bzw. denunziert wird. Es darf schließlich nicht sein, dass jemand einfach so existiert, ohne dafür zu bezahlen.
Wenn heute wieder überall die lächerlichen schwarz-rot-uringelben Fahnen geschwenkt werden, sollte man das zum Anlass nehmen, eindringlich darüber nachzudenken, welche wahrlich historische, in absehbarer Zeit nicht mehr wiederkehrende Chance in der ehemaligen DDR und im gesamten Osteuropa vertan wurde.
Vor einigen Tagen hat der üble Rechtsextremist "Martin" - der vor nicht allzu langer Zeit seine Kommentare noch mit der pathetischen Hohlfloskel "Martin, der seinen Mantel teilt" unterschrieb - in seinem hier letzten Kommentar vor der dann erfolgten Sperrung ausgerechnet den Staat Ungarn angepriesen, in dem - im Gegensatz zu Deutschland - offenbar Milch und Honig fließen, wenn man den Ausführungen der Hohlbirne Glauben schenken möchte.
Wie wundervoll es tatsächlich im faschistoiden Ungarn des Viktor Orbán zugeht, ließ sich kürzlich bei n-tv nachlesen. Dort heißt es unter anderem:
Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation [amnesty international] zufolge werden Flüchtlinge in Ungarn regelmäßig Opfer von Misshandlungen oder grundlos monatelang eingesperrt. / (...) Dabei komme es, wie Zeugen berichten, zu Schlägen, Tritten oder Angriffen durch Hunde. Flüchtlinge, die versuchten, einen der wenigen legalen Grenzübergänge nach Ungarn zu nutzen, müssen dem Bericht zufolge oft zu Hunderten wochenlang in völlig überfüllten Lagern in Serbien [sic!] ausharren. Alleinreisende Männer würden grundlos wochenlang eingesperrt. / Selbst die Mehrheit der anerkannten Flüchtlinge darf nach Angaben von Amnesty die Lager nicht verlassen. Auch dort komme es regelmäßig zu Übergriffen. Oft müssten die Menschen in unhaltbaren hygienischen Zuständen und ohne ausreichende medizinische Versorgung leben.
Da Martin ja gerne nach Ungarn auswandern möchte, wie er schrieb, wünsche ich ihm schon jetzt viel Spaß im Lager. Vielleicht hilft ihm dieser Aufenthalt ja dabei, seine glühende Liebe zur faulig-braunen AfD einer selbstkritischen Analyse zu unterziehen - auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass ein verbohrter Rechtsextremist jemals das Potenzial seines Gehirnes entdeckt.
Es lohnt sich übrigens gar nicht, überhaupt danach zu fragen, was unsere "geliebte Bundesregierung", die nicht minder widerlich handelt und ebenfalls Lager in der Türkei und Nordafrika toll findet, gegen die faschistischen Entwicklungen in Ungarn tut. Die Antwort ist kurz und eindeutig: Nix. Wieso sollte die schwarz-rot-grün-uringelbe Bande einem Gesinnungsfreund - auch wenn Orbán offiziell nicht so genannt werden darf, um die hiesige Demokratiesimulation nicht zu gefährden - auch Knüppel zwischen die Beine werfen?
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz [SPD] hat deshalb ein europäisches Flüchtlingsabkommen mit Ägypten [sic!] vorgeschlagen, das sich an der Vereinbarung mit der Türkei orientieren soll.
"Flüchtlingsabkommen" ist ein widerliches, neoliberales Neusprech-Wort für "Lager" außerhalb der nationalen Grenzen. Es geht hier nicht um Hilfe für Flüchtlinge, sondern um eine möglichst drastische Abschreckung und eine rigorose Immigrationsbegrenzung oder gar die gänzliche Unterbindung von Hilfe. Orbán handelt also ganz im Sinne der korrupten, menschenfeindlichen Politbande - aber Pfeifen wie Martin und andere AfD-, Front-National- oder British-National-Front-Spacken werden das gruselige Sumpftheater, in dem sie einmal mehr willfährig die nützlichen Deppen spielen, wohl nie begreifen.
Ein Musik- und Literaturwissenschaftler auf der heiteren Odyssee bzw. vergeblichen Suche nach dem Humanismus.
Ich verstehe dieses Blog weder als "links", noch als "linksliberal" - es versucht, schlicht der Logik zu folgen, sucht die oft verschleierte Wahrheit und landet daher fast zwangsweise immer wieder in sozialistischen Regionen, in die es nie wollte. Die Logik lässt sich nicht so leicht austricksen wie es der interessengeleitete menschliche Geist tut.
Dennoch gilt auch weiterhin Spocks weiser Spruch: "Logik ist nur der Beginn aller Weisheit - und nicht ihr Ende."
Der Blogbetreiber stellt sich vor - auf dass NSA, "Verfassungsschutz", BKA und so viele andere nicht mehr so ausufernd suchen müssen:
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Das gilt selbstredend auch für alle anderen Datenkraken und "sozialen Netzwerke".
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