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- Fast 2.000.000.000.000 Euro / Deutsche haben mehr Geld in der Tasche. - (Weiterlesen)
- Kräftiger Anstieg / Lebensmittel werden schneller teurer / Verbraucher müssen für Nahrungsmittel immer tiefer in die Tasche greifen. Dabei steigen die Preise seit einiger Zeit schneller als die allgemeine Inflation. - (Weiterlesen)
- Nicht verführen lassen / Wie Verbraucher die Schuldenfalle umgehen [können]. - (Weiterlesen)
Anmerkung: Diese drei Schlagzeilen samt angehängten Texten waren an ein und demselben Tag (3. Dezember) auf n-tv zu lesen - die schon oft beschworene kognitive Dissonanz der verantwortlichen Redakteure nimmt offenbar immer verhängnisvollere Ausmaße an. Die Bildunterschrift aus dem ersten verlinkten Text, in dem die sagenhaften, mythenumwobenen zwei Billionen Euro gefeiert werden, welche "die Deutschen" im vergangenen Jahr angehäuft hätten, treibt das absurde Kaperletheater auf den Gipfel: "Volle Einkaufstaschen: 2014 könnte das öfter passieren, die Kaufkraft der Deutschen soll laut GfK steigen", heißt es dort völlig ironiefrei.
Eigentlich muss ich zu diesem Irrsinn nicht mehr viel schreiben - einerseits habe ich das bereits des Öfteren getan, andererseits führt n-tv sich mit dieser Ballung widersprüchlichen Unsinns selbst ad absurdum. Trotzdem müssen wir angesichts der fortdauernden Propaganda immer wieder die eigentlich alberne Frage stellen: Wo sind die unermesslichen Reichtümer denn nun geblieben, von denen uns die Propagandamedien in schöner Regelmäßigkeit immer wieder erzählen? Zwei Billionen Euro sind sogar für "elitäre" Kreise keine Portokasse mehr - wo also befindet sich diese Beute aus den globalen Raubzügen? Die Antwort ist so simpel wie sie widerlich ist: Natürlich in den Geldspeichern der "Elite" - wo denn auch sonst. "Die Deutschen" haben nichts davon - ganz im Gegenteil, denn sie gehören wie die übergroße Mehrheit aller Menschen auf diesem verkommenen Planeten zu den Ausgeplünderten, nicht zu den "Gewinnern". Leider bemerken die meisten Menschen in diesem Land das aber gar nicht, sondern gieren und geifern statt dessen nach ein paar weiteren Krumen vom reich gedeckten Luxus-Tisch der "Elite" und neiden gleichzeitig ärmeren Menschen die noch kleineren Krumen bis aufs Blut.
Und so wird das perfide kapitalistisch-propagandistische Spiel auch 2014 weitergehen - wir werden wiederum alle paar Wochen die nordkoreaesken Jubelmeldungen lesen dürfen, dass "die Deutschen" weitere unermessliche Schätze angehäuft haben und im Reichtum förmlich zu ertrinken drohen, während die Not der Menschen im Land immer größer, immer existenzieller wird und die Armut auch die "Mittelschicht" aufzufressen beginnt. In einem Jahr könnten die Schlagzeilen von n-tv dann vielleicht so ausfallen:
- Die Deutschen sind Finanz-Weltmeister - nirgends gibt es mehr Reichtum als in unserer schönen Heimat.
- Obdachlosen-Zeltstädte vor den Toren Hamburgs und Münchens von der Polizei zwangsgeräumt - CDU/CSU fordern die Errichtung von Umerziehungslagern für Sozialschmarotzer in dünn besiedelten Gebieten Ostdeutschlands. SPD und Grüne signalisieren Zustimmung, wenn dafür ein jährlicher "Veggie-Day" und ein flächendeckender Mindestlohn von 1,37 Euro eingeführt wird.
- So entkommen Sie dem Hungertod: n-tv veröffentlicht exklusiv Gourmetrezepte / Schmack- und Nahrhaftes aus der Mülltonne.
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Nu eben!

"Das sind ja Fantasiepreise!" - "Na, wir gehören doch zum Volk der Dichter und Denker."
(Zeichnung von Erich Schilling [1885-1945], in "Simplicissimus", Heft 9 vom 28.05.1918)
(Wolfsheim: "Kein Weg zurück", aus dem Album "Casting Shadows", 2003)
Es geht kein Weg zurück ...
Weißt du noch wie's war,
Kinderzeit, wunderbar
Die Welt ist bunt und schön.
Bis du irgendwann begreifst,
dass nicht jeder Abschied heißt:
Es gibt auch ein Wiederseh'n.
Immer vorwärts, Schritt um Schritt,
es geht kein Weg zurück.
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh'n.
Die Zeit läuft uns davon,
was getan ist, ist getan,
was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh'n.
Es geht kein Weg zurück ...
Ein Wort zuviel im Zorn gesagt,
ein Schritt zu weit nach vorn gewagt,
schon ist es vorbei.
Was auch immer jetzt getan,
was ich gesagt hab', ist gesagt,
und was wie ewig schien ist schon Vergangenheit.
Immer vorwärts, Schritt um Schritt,
es geht kein Weg zurück.
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh'n.
Die Zeit läuft uns davon,
was getan ist, ist getan,
was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh'n.
Ach, und könnt' ich doch nur ein einz'ges Mal
die Uhren rückwärts dreh'n!
Denn wieviel von dem,
was ich heute weiß,
hätt' ich lieber nie geseh'n.
Es geht kein Weg zurück ...
Dein Leben dreht sich nur im Kreis,
so voll von weggeworf'ner Zeit.
Deine Träume schiebst du endlos vor dir her.
Du willst noch leben, irgendwann,
doch wenn nicht heute, wann denn dann?
Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her.
Immer vorwärts, Schritt um Schritt,
es geht kein Weg zurück.
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh'n.
Die Zeit läuft uns davon,
was getan ist, ist getan,
was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh'n.
Ach, und könnt' ich doch nur ein einz'ges Mal
die Uhren rückwärts dreh'n!
Denn wieviel von dem,
was ich heute weiß,
hätt' ich lieber nie geseh'n.

Anmerkung: Ohne.
In den 70ern sprachen viele Linke spöttisch vom Baader-Meinhof-Wagen. BMW ist für sie das Großkapital, also der Feind. Der frühere grüne Außenminister Joschka Fischer nimmt das heute nicht mehr so genau. Das beweist ein ungewöhnlicher Werbe-Clip.
(Weiterlesen)
Anmerkung: Dieser irrwitzige n-tv-Text, der absatzweise selbst zum perfiden Hochglanzwerbetext für den BMW-Konzern mutiert, ist ebenso lächerlich wie die zitierten "kritischen" Reaktionen einiger Grüner, deren Partei in Hessen gerade zur räudigen CDU ins verkeimte Bett gestiegen ist und auch ansonsten nirgends durch kritische, alternative, gar "linke" Ansätze auffällt. Fischer tut genau dasselbe, was so viele seiner ehemaligen KollegInnen der SPD und der Grünen auch getan haben und weiterhin fleißig tun: Er kriecht der "Elite" in den schmierigen Enddarm, um Geld zu scheffeln. Schröder, Riester, Clement, Schlauch und so viele andere tun seit geraumer Zeit exakt dasselbe, werden dafür aber nicht medial an den (Schein-)Pranger gestellt.
Das schmälert zwar die Niedertracht und Habgier Fischers nicht, wirft aber einmal mehr ein bezeichnendes Licht auf die Propagandamedien. Schröders korruptes Verhalten ist keinen Medienbericht wert - Fischer kann dasselbe allerdings immer noch nicht tun, ohne dass zumindest mediale Scheinkritik geübt wird. Über die CDU und natürlich die FDP muss ich in diesem Zusammenhang gar nicht weiter nachdenken - da ist es für diese Medien (und wohl auch für die Mehrheit der Bevölkerung) ohnehin sonnenklar, dass es sich mehrheitlich um korruptes, käufliches Gesindel handelt, das sich nach dem Ende der "politischen Karriere" die wohlverdiente Bezahlung bei der "Elite" abholt.
Es ist ein essenzieller Bestandteil des stets erzählten Medienmärchens von der Demokratie, gebetsmühlenartig ohne Unterlass zu wiederholen, dass SPD und Grüne "Linke" seien. Die Propagandisten bzw. abhängigen Lohnschreiberlinge in den Redaktionen werden diesen grotesken Stumpfsinn sicher auch dann noch verbreiten, wenn die rot-grün-gelbe Regierung im Jahre 2024 die ersten "Wohn- und Umerziehungscamps" für Arbeitslose und andere sozialschmarotzende Volksfeinde von irgendwelchen Konzernen planen und erbauen lässt. Mit anderen Worten: Damit die Demokratiesimulation auch weiterhin reibungslos funktioniert, bleiben SPD und Grüne im medialen Märchen "Linke" bis in alle Ewigkeit - ganz egal, wessen Interessen diese Parteien klar erkennbar und unmissverständlich tatsächlich vertreten. Deswegen muss über Fischers Engagement für BMW heute scheinkritisch berichtet werden - und diesen Anlass nutzt man redaktionsseitig dann gleich effizient aus, um das holde BMW-Produkt mit salbungsvollen Sätzen wie den folgenden in den höchsten Tönen zu bewerben: "BMW ist der einzige deutsche Hersteller, der ein völlig eigenständiges Elektroauto auf den Markt bringt. Sechs Jahre Arbeit haben die Münchner in dieses Projekt gesteckt und geschätzte drei Milliarden Euro für ihre 'elektrische Revolution' investiert." - Potzblitz, was wären wir nur ohne die mutigen Revolutionäre von BMW!
Und so wird auch Fischer gleich wieder von aller Schuld reingewaschen, ohne dass der Text das explizit benennen muss - schließlich bewirbt er ja etwas "Gutes". Dass hinter BMW mit den Quandts eine der reichsten Familien Deutschlands steht, die schon zur Terrorzeit der Nazis mit Zwangsarbeit und Faschismus den Grundstock für ihr heutiges groteskes Supervermögen gelegt hat, kommt in diesem Narrativ nie vor.
Ob nun Quandt, Fischer, Schröder, Merkel oder Lindner - dieser ekelhafte kapitalistische Sumpf der raubenden Nutznießer und ihrer getreuer Vasallen kann mit diesen verkommenen Parteien, diesen willfährigen Medienhuren und dieser betäubten, desinformierten und dem lächerlichen Schauspiel der Demokratiesimulation weiterhin blind folgenden Bevölkerung niemals trockengelegt werden. Wenn die politische Korruption so offensichtlich und selbstverständlich ist wie heute, sich aber niemand ernsthaft daran stört und sie vor allem keinerlei strafbewehrten Konsequenzen hat, ist die Endphase des maroden Systems unverkennbar eingeläutet. So wiederholt sich die böse Geschichte zyklisch immerfort.
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"Aus der Partei hab' ich rausgemusst wegen meiner dicken Taschen, und zu meiner Haustür komm' ich nicht mehr rein."
(Zeichnung von Thomas Theodor Heine [1867-1948], in "Simplicissimus", Heft 49 [Sondernummer "Korruption"] vom 02.03.1925)
(The Enid: "One And The Many", aus dem Album "Invicta", 2012)
Anmerkung: Die engelgleiche Stimme, die ihr hört, gehört einem Mann; die Musik, die ihr vernehmt, stammt nicht von Mendelssohn, Mahler oder Brahms, sondern von Robert John Godfrey, und es spielt auch kein Orchester, sondern nur eine handvoll Musiker, die auf kleinsten Bühnen Platz finden. Seit 40 Jahren veröffentlicht dieser Musikbesessene mit seiner Band einen musikalischen Paukenschlag nach dem anderen, ohne dafür auch nur im Entferntesten die Würdigung erfahren zu haben, die er längst verdiente - jedes einzelne Album dieser Band seit 1973 ist deutlich eigenständig und bietet mehr als genug kreativen Spielraum, den die allermeisten anderen (ernsthaften) Bands während ihrer gesamte Bestehenszeit nicht einmal im Ansatz erreichen. Wenn es einen Komponisten in der Grauzone zwischen Rock- und "E"-Musik gibt, der sich selbst konsequent nicht ständig plagiiert, dann ist es Godfrey. Dessen musikalischer Weg ist offensichtlich auch im Alter von nunmehr 66 Jahren längst nicht zuende.
In dem hier verlinkten Werk aus dem jüngsten Album der Band sind die Parallelen zur religiösen Musik der Romantik offensichtlich - wie alle ernsthaften Komponisten, egal aus welcher Zeit, kopiert Godfrey hier aber nicht bloß, sondern zitiert, variiert, verfremdet und fügt dem Ganzen etwas gänzlich Neues, das es so in publizierter Form gewiss noch nicht gegeben hat, hinzu. Allein der Titel des Stücks legt auch die Vermutung nahe, dass die kirchenmusikalischen Zitate hier dazu dienen, die Absurdität eben jener religiösen Verbrämung aus der Vergangenheit klar und deutlich darzustellen. Leider liegt mir der Text zu diesem Stück nicht vor, so dass ich diese Vermutung nicht verifizieren kann.
Sobald ich auf den zweiten Teil dieses Titels, "the many", schaue, fällt mir aber unwillkürlich ein anderes, wesentlich älteres Stück von The Enid ein, nämlich: "Something Wicked This Way Comes" (aus dem Album "The Spell", 1985). Heute wissen wir längst, welche dunkle, habgierige, kapitalistische Brut Godfrey damals herankriechen sah - oder besser: Wir sollten es wissen, aber leider weiß es die Mehrheit trotzdem bis heute nicht, weil sie entweder zu blöd, zu abgelenkt, zu naiv, zu indoktriniert oder zu faschistoid ist.
Wenn ich einen Soundtrack zum Untergang dieser in die völlige Perversion abgeglittenen Menschheit schreiben müsste, würde ich auch auf vielfältige religiöse Motive und Formen in der Musik zurückgreifen. Glücklicherweise muss ich das aber nicht, sondern darf mich an den kreativen Untergangshymnen anderer Menschen erfreuen. Und das tue ich hier.

Vom Weihnachtsterror an die Grenze zum Amoklauf getrieben, bleibt mir heute nur, Euch etwas Altes, neu Aufgesetztes, politisch Inkorrektes und pädagogisch Wertloses zu empfehlen, das ich ansonsten meide wie die Gesellschaft von Jungliberalen und anderen Schlips-Borg, das dafür aber kostenlos ist: Ein echtes, richtiges, hirnzersetzendes und brutales Ballerspiel für den PC.
Die meisten von Euch dürften es ohnehin schon kennen - alle anderen, die es vielleicht selber noch spielen möchten, seien vor Spoilern gewarnt und sollten im Zweifelsfall nur den Downloadlinks weiter unten folgen und den Rest dieses Textes ignorieren.
Es geht natürlich um Black Mesa, vormals bekannt als Half Life. Das ursprüngliche Spiel ist uralt, aber eine völlig bekloppte Fangemeinde hat es als so genannte "Mod" in die Jetztzeit gerettet: Da hat eine ganze Horde von Menschen jahrelang unentgeltlich daran gearbeitet, die komplette Grafik und das komplette Gameplay an die heutige Zeit anzupassen, so dass sich das Spiel heute nicht grundlegend von regulären, kommerziellen Titeln unterscheidet.
Um es zu spielen, braucht Ihr bloß drei Dinge:
- Einen (kostenlosen) Steam-Account,
- die (kostenlose) "Source-Engine" sowie
- das eigentliche Spiel bzw. die ebenfalls kostenlose "Mod".
Dass sich für Steam eine separate Trash-Mailadresse empfiehlt, muss ich wohl nicht extra erwähnen, oder?
Wie auch immer. Wenn Ihr diese drei Dinge eingerichtet bzw. installiert habt, könnt Ihr loslegen - und auf eine Reise gehen, wie sie weihnachtlicher im (anti-)kapitalistischen Sinne kaum sein könnte. ;-) Das Spiel beginnt sehr opulent und langsam, aber die Intensität und die Schwierigkeit steigern sich im weiteren Verlauf sehr extrem - was auch meinen einzigen Kritikpunkt an dieser "Mod" darstellt. Denn man merkt ungefähr ab der Mitte des Spiels sehr deutlich, dass hier Fans und "Profi"-Spieler am Werke waren, denn für einen ungeübten Spieler und Grobmotoriker wie mich ist es ab diesem Zeitpunkt selbst im leichtesten Milchbubi-Modus fast unmöglich weiterzuspielen - und das betrifft nicht in erster Linie die Baller-Sequenzen, sondern vielmehr die "Jump-and-Run"-Einlagen und die Wegfindung. Immer wenn ich nach dem 20. Versuch an einer bestimmten Stelle dann doch endlich erfolgreich war und dachte: "Hey, schlimmer oder schwieriger wird's nicht mehr werden können, enstspanne dich jetzt mal!" - dann dauerte es maximal 10 Minuten, bis ich wieder in einer noch aussichtsloseren Lage war. Das ist auf Dauer - wie gesagt, erst in der zweiten Hälfte des Spiels - entnervend, denn es gibt keinerlei Hilfen, die man aufrufen kann - wenn man trotzdem weiterkommen will, kann man entweder nur endlos suchen und üben oder auf Cheats zurückgreifen. Aber auch die helfen beim Suchen des richtigen Weges nicht weiter, sie verhindern lediglich, dass man ständig an derselben Stelle wieder den Löffel abgibt.
Das Spiel ist natürlich so konzipiert, dass der Spieler an vielen Stellen fast zwangsläufig zunächst in sein Verderben laufen muss und erst dadurch lernt, wie er dort überleben kann. Aber diese Häufung in der zweiten Spielhälfte ist dann doch sehr extrem.
Dennoch macht das Spiel - zumindest bis zu diesem Punkt - einen Heidenspaß, denn es stellt sich recht schnell heraus, dass es eben doch viel mehr als ein stupides Ballerspiel ist und zudem eine recht durchdachte Story hat, die - der Fangemeinde sei Dank - in einer Grafik daherkommt, die sich vor der kommerziellen Konkurrenz wahrlich nicht zu verstecken braucht.
Es versteht sich von selbst, dass in diesem Spiel ein Konzern, deren kommerziell "forschende Wissenschaftler" und natürlich die staatlichen Soldaten die "Bösen" sind - und selbstredend spielt auch ein gewisser Schlips-Borg eine tragende Rolle, der - wie sollte es auch anders sein - die böse elitäre Bande, die hinter der ganzen Katastrophe steckt, repräsentiert.
Seit ich mir an Black Mesa die Zähne ausgebissen habe, sehe ich jedenfalls Metalltüren, Metallleitern, Luftschächte, menschenleere Bürokomplexe und überhaupt finstere Industrie- und Militäranlagen mit ganz anderen Augen - und ertappe mich unwillkürlich dabei, wie ich bei einem solchen Anblick unverzüglich mein Brecheisen oder eine dicke Wumme aus der Tasche ziehen will ...
Das ist großes Popcorn-Kino zur Weihnachtszeit: Dumpf, brutal, ekelhaft - und trotzdem so kreativ, herausfordernd und betörend. Die dämlichen Hollywood-Schinken des Kriegs- und Gewaltgenres, die auch dieses Jahr an Weihnachten wieder zuhauf im Verblödungs-TV gesendet werden, können da nicht einmal am Latrinenunterrand mithalten. Ich war, bin und bleibe Pazifist, aber in dieser virtuellen Spielewelt habe ich alle Hemmungen abgelegt und endlich mal wieder die alten Spiele der Kindheit wiederholt: "Boom, boom, bang, bang - lie down, you're dead!" Und wen ich mir dabei mit infantiler Freude vorgestellt habe ... das wollt Ihr wirklich nicht wissen.
Ein fröhliches Konsumterrorfest Euch allen.
Es gibt kein Thema von gleich lebenswichtiger Bedeutung für das Wohl der Gesellschaft, das so wenig von allen Klassen und unter allen Bedingungen verstanden würde, wie das Eigentum, und infolgedessen wird nun das Eigentum zusammen mit der Religion und der Konvenienzehe dazu benutzt, die Menschheit ihrer Humanität zu berauben, aus den Menschen Dämonen und die Erde zu einem Pandämonium zu machen. / Das Elend der menschlichen Rasse wird im gleichen Verhältnis wachsen wie die menschlichen Wesen in einen Zustand der Ungleichheit beim Erwerb von Reichtum oder Wissen versetzt werden. Alle Einrichtungen, die das Anwachsen solcher Ungleichheiten unterstützen, sind auf falschen Prinzipien errichtet und müssen, wenn sie fortdauern und ausgedehnt werden, zu jeder Art von Vergehen und Elend führen. Sie müssen öffentlichen und privaten Frevel und Unglück verewigen, bis die Vernunft alle die unter dem Übel Leidenden erwecken wird, um durch Vernunft oder durch Gewalt jedes Überbleibsel dieser Hydra des menschlichen Elends zu zerstören.
(Robert Owen [1771-1851]: "Über das Eigentum" [1835], in: "Das soziale System", Reclam 1988 - zitiert nach dem "Blättchen")
Anmerkung: Was würde Robert Owen wohl heute, fast 180 Jahre später, zum verkommenen Zustand dieser Welt sagen? Ich bin mir ziemlich sicher, dass er seine Hoffnungen nicht länger auf die "Vernunft" setzen würde, denn die Menschheit hat seitdem eindrucksvoll und nachhaltig bewiesen, dass sie - gerade im größeren Maßstab - zur Vernunft schlichtweg nicht fähig ist. Was im Kleinen vielleicht hin und wieder noch funktioniert, wird von dieser Spezies unverzüglich pervertiert und ad absurdum geführt, sobald der engste Familien- oder Freundeskreis verlassen wird.
Solche Binsenweisheiten, wie sie Owen noch vor Marx formuliert hat, klingen heute noch revolutionärer und utopischer als damals - ganz besonders natürlich, wie immer, in den Ohren der marktradikalen Schlips-Borg und Eigennutzmehrer in der Politik, den Medien und der Wirtschaft. Allein dies sagt schon genug darüber aus, welche unheilvolle Entwicklung in der Welt seit 1835 stattgefunden hat. Das von Owen prognostizierte "Pandämonium" ist unsere reale neoliberale Glitzerwelt der völligen Perversion. Von Vernunft ist nirgends ein Hauch zu erkennen - von Gewalt dafür umso mehr. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Gewalt, die zum Ziel hat, eine Veränderung dieser furchtbaren Zustände zum Besseren herbeizuführen (was ich ohnehin für blanken Unsinn halte), sondern um das genaue Gegenteil: Die Perversion soll verfestigt, geradezu für die Ewigkeit in Stein gemeißelt werden.
Herr Owen müsste sich angesichts dieser Faktenlage heute unverzüglich selbst entleiben, wenn er nicht auf der Stelle irrsinnig werden wollte.
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"Tja - große Gewinne erfordern kleine Opfer!"
(Zeichnung von Karl Arnold [1883-1953], in "Simplicissimus", Heft 7 vom 12.05.1920)
Die Zweifel wachsen / Behinderte und nichtbehinderte Schüler sollen gemeinsam unterrichtet werden. Die Landesregierung führt diese Bildungsreform ab 2014 schrittweise ein. Doch eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage zeigt: Die Skepsis in der Bevölkerung wächst - vor allem bei Rot-Grün-Wählern. / (...) Befragt wurden 505 NRW-Bürger [Hervorhebung von mir].
(Weiterlesen)
Anmerkung: Den oben verlinkten Text sollten nur Hartgesottene lesen - ich habe mir bei der Lektüre die Stirn blutig schlagen müssen vor lauter Verzweiflung über so viel geballte Dämlichkeit. Da befragen sie 505 von insgesamt mehr als 17.500.000 Menschen in NRW, konstruieren aus deren Antworten auf vermutlich tendenziös gestellte Fragen eine "repräsentative Umfrage", stellen sogar fest, dass die "Zustimmung" zum Thema XY um "12 Prozentpunkte gesunken" sei - und folgern daraus messerscharf eine "wachsende Skepsis" in der Bevölkerung.
Anschließend wird brav ein seriöser journalistischer Text aus diesem Bullshit gemacht - und selbstverständlich springt die politische Bande sogleich geifernd auf die durchs Dorf getriebene Sau auf und überbietet sich gegenseitig in vollmundigen Verbalkotzereien wie diesen: "Die CDU sieht in der Umfrage einen 'Schlag ins Gesicht der Schulministerin'. Unter Rot-Grün verliere die Bevölkerung 'das Vertrauen in eine gute und verlässliche Umsetzung der Inklusion', sagte der CDU-Bildungsexperte Klaus Kaiser."
Ich habe dieses Beispiel willkürlich gewählt - das Thema, um das es in der besagten "Umfrage" geht, ist in diesem Zusammenhang gar nicht von Belang. Mithilfe solcher "Umfrage"-Tricksereien wurden und werden schließlich immer wieder Manipulationsversuche in allen möglichen Bereichen gestartet, die letzten Endes stets nur als Stichwortgeber für die laut in Mikrofone geplärrten politischen Begleitsermone fungieren. Eigentlich müsste es jedem Menschen sofort einleuchten, dass 505 von 17,5 Millionen Stimmen (das sind weniger als 0,003 Prozent) niemals "repräsentativ" sein können - ganz egal, wie man das auch anstellen mag. Trotzdem wird dieses Märchen immer und immer wieder in allen Mainstreammedien erzählt - und zwar ausführlich, hoch- oder eher pseudo-seriös aufbereitet und in einem quasi "wissenschaftlichen" Ton, der nicht einmal den Hauch eines Zweifels erahnen lässt.
Nebenbei erfahren wir an diesem Beispiel auch, worum es auch hier letztlich - wie immer - geht: Nämlich um Geld. Worum auch sonst. Geld ist das einzige Thema, das diese Bande interessiert - ganz besonders dann, wenn es darum geht, die Kohle nicht wie gewohnt sich selbst zuzuschustern bzw. der "Elite" in den widerwärtig stinkenden Rachen zu schmeißen.
Keine Betrügerei, kein billiger Hütchenspielertrick, keine Lüge ist der neoliberalen Bande zu dämlich, um ihre niederträchtigen Ziele zu erreichen - und die "vierte Gewalt" spielt das üble Spiel weitgehend widerspruchs- und kritiklos mit und beteiligt sich willfährig an der Propagandaveranstaltung. Und weil die Bande es so schön findet, habe ich auch eine sinnlose "repräsentative Umfrage" gestartet, auch wenn ich vermute, dass sich an diesem Quatsch fast niemand beteiligen wird.
Der Kapitalismus ist ...
(Mercenary: "My World Is Ending", aus dem Album "The Hours That Remain", 2006)
Take all that I believe in
Give it a simple name
Reveal all my secrets
And drown me in the shame
And I will re-define
The questions of the night
And I will purify
Forgiveness and the light
It's falling into place
In clear perspective
My deepest tragedy
My world is ending
Don't ever speak to me
To find your salvation
I know it's hard to be
And exist in culmination
I'll take your soul away
Destroy it and molest you
And I will set you free
Don't give your heart to me
It's falling into place
In clear perspective
My deepest tragedy
The world is ending
So now you speak to me
In perfect silence
Don't take my soul away
My world is ending
My world is ending
My world descending

Anmerkung: Wenn schon totale Depression - dann aber wenigstens laut, schnell und hart. Und wenn ich "laut" schreibe, dann meine ich sehr, sehr laut. ;-) Meine Nachbarn kennen diesen Song alle auswendig. Auch wenn sie ihn nicht verstehen (wollen) und ihn vermutlich abgrundtief hassen.
(...) Nicht nur der Kommunismus war böse, Herr Gauck. Auch der Neoliberalismus ist böse. Aber es lässt sich besser an ihm verdienen.
(Weiterlesen)
Anmerkung: Ich möchte gern den Fokus auf ein wichtiges Detail lenken. Wenn Konstantin schreibt: "Nicht nur der Kommunismus war böse, Herr Gauck" - was bitte meint er damit? Gab es irgendwo und irgendwann in der Menschheitsgeschichte eine Staatsform, die diesen Namen zu Recht getragen hat? Meint er gar die ehemalige DDR oder die UdSSR, die ja schon vom Namen her gar nicht beansprucht haben, "kommunistisch" zu sein? Ich bin reichlich verwirrt, wenn ich so etwas lese - schließlich ist der Kommunismus eine bis heute niemals verwirklichte, rein theoretische soziale und gesellschaftliche Vision.
Ich kann es ja nachvollziehen, wenn Propagandainstrumente wie die westlichen Medien beispielsweise China oder - noch grotesker - Nordkorea noch immer - trotz aller kapitalistischer Gegenbeweise - als "kommunistisch" bezeichnen. Aber jemandem wie Konstantin sollte doch klar sein, dass er sich hier auf brennendem kapitalistischem Propagandagebiet befindet.
Die Systeme unterscheiden sich tatsächlich nicht wesentlich, wenn die allererste und unumstößliche Prämisse lautet, dass die Macht und der Reichtum der kleinen selbsternannten "Elite" das erste und letzlich einzige Ziel allen Handelns ist. Das ist im kapitalistischen Deutschland so, das ist im Rest der "westlichen Welt" so, das ist in Russland so, das ist in China und Nordkorea so, und das war letzlich auch in der DDR so.
Wir können in jedes beliebige Land auf diesem erbärmlichen Planeten schauen und entdecken doch immer wieder nur dasselbe, vom korrupten afrikanischen Kleinstaat über das korrupte Europa bis hin zu den korrupten USA: Eine kleine macht- und geldgeile Minderheit herrscht über die Mehrheit und beutet diese scham- und gewissenlos aus.
Kommunismus wäre bzw. ist der Gegenentwurf zu diesem menschenfeindlichen Horror - allerdings ist er bislang nichts weiter als reine Theorie. Ich finde es reichlich befremdlich, dass Konstantin diesen Begriff dennnoch benutzt, denn er hat diesen Text ja gewiss nicht für die Knautschbacke Gauck geschrieben, dessen begrenzter Intellekt sicherlich nicht ausreicht, um diese Gedanken zu verstehen.
Nicht "Kommunismus" oder "Neoliberalismus" sind böse - sondern das ekelhafte elitäre Denken und Handeln, das gewisse, natürlich sehr kleine Gruppen von Menschen - aus welchen perfiden Gründen auch immer - als "höherwertig" oder "besser" bewertet als andere. Dies steht jedem wie auch immer definierten kommunistischen Gedanken diametral im Wege.

Mehr Armut trotz mehr Beschäftigung / Trotz steigender Beschäftigtenzahlen hat sich die Zahl der von Armut bedrohten Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren erhöht. Das geht aus dem Datenreport 2013 hervor (...).
(Weiterlesen)
Anmerkung: Die Zahlen dieses "Datenreports", die die Tagespropagandashow hier wie immer unreflektiert und vollkommen unkritisch wiedergibt, darf man getrost anzweifeln. Bereits die willkürlich gezogene Grenze, ab wann ein Mensch in Deutschland als arm gilt, ist eine Farce: Laut Tagespropagandashow gilt in dieser Statistik derjenige als arm oder "armutsgefährdet", der "weniger als 980 Euro im Monat zur Verfügung" hat. Dabei ist es offenbar unerheblich, wo in Deutschland und in welchem sozialen Beziehungsgeflecht jemand lebt. Es gibt nicht wenige Menschen in diesem korrupten Land, die mit weitaus weniger Geld monatlich auskommen müssen - beispielsweise alle jene alleinstehenden Hartz-Terror-Opfer, deren Miete unter 606 Euro monatlich liegt. Zum Existieren bleibt diesen Menschen nach Abzug der Miete und unabhängig vom Wohnort überall nur ein lächerlicher Betrag von 374 Euro.
Davon abgesehen ist es schon bezeichnend, dass die Verantwortlichen es trotz aller Versuche erneut nicht hinbekommen haben, die rapide zunehmende und sich verfestigende Armut in Deutschland in ihren geschönten und zurechtgebogenen "Zahlen" (die sich ohnehin auf 2011 beziehen und die fortlaufenden Fehlentwicklungen der letzten beiden Jahre gar nicht berücksichtigen) zu verstecken. Und selbstverständlich wird auch hier keine Beleuchtung der Ursachen vorgenommen - auch wenn es nur marginaler geistiger Leistungen bedarf, um hier einen kausalen Zusammenhang mit stagnierenden und sinkenden Löhnen, einer perversen, krakenartigen Ausweitung des "Niedriglohnsektors", dem zunehmendem Abbau von regulär entlohnten und gesicherten Arbeitsplätzen, dem Hartz-Terror und all den anderen bewusst und gewollt vorgenommenen sozialstaatlichen Zerstörungen der letzten Jahre herzustellen.
Gründe für die explodierende Armut interessieren die Tagespropagandashow aber gar nicht - man berichtet einfach darüber wie über die Lottozahlen oder ein Erdbeben auf der Insel Tuka-Tuka. Es ist eben so - gleichsam gottgegeben. Man fragt "Gott" in diesen Kreisen natürlich nicht nach den Gründen und kritisiert ihn erst recht nicht. Dasselbe gilt für das infantile Märchen vom "Beschäftigungszuwachs" - inzwischen weiß jeder, dass es hier vornehmlich um das wuchernde Krebsgeschwür des Niedrigstlohnes geht. Wenn es funktionstüchtige, zum Widerspruch bereite und fähige Gehirne in der Redaktion gäbe, müsste der Text eigentlich lauten: "Wegen der steigenden Beschäftigtenzahlen gerade im prekären Billigstlohnsektor hat sich die Zahl der von Armut bedrohten Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren erhöht."
Einem weiteren ihrer wesentlichen Ziele ist die neoliberale Bande laut jenem "Datenreport" ebenfalls ein ganzes Stück näher gekommen: "Die mittlere Lebenserwartung von Männern der niedrigen Einkommensgruppe liegt fast elf Jahre unter der von Männern der hohen Einkommensgruppe. Bei Frauen beträgt die Differenz rund acht Jahre." Da können die versammelten Schlips-Borg ordentlich stolz auf sich sein: Der Profit, den das möglichst früh versterbende Gesindel generiert, landet schließlich ohne große Umwege in den prall gefüllten Geldspeichern der "Elite". Kleinvieh macht auch Mist, nicht wahr?
Wollen wir wetten, dass das Merkelmonster und der Gauckler in den berüchtigten Weihnachts- bzw. Neujahrsansprachen in zwei, drei Wochen wieder salbungsvoll verkünden bzw. in die Kameras lügen werden, dass es "Deutschland gut geht"? Wieso fühlt sich die Mehrheit der BürgerInnen eigentlich nicht endlich bis auf die Knochen verarscht und schießt dieses willfährige Ausführungsgesindel der schmierigen "Elite" samt ihren widerwärtigen Auftraggebern zum Mond? --- Ich weiß, ich weiß: Ich kenne die Antwort.
Ich wünsche allen einen besinnlichen, friedlichen Advent.
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Die neue Notverordnung

"Der Reichs-Hund soll nicht verhungern, wir haben ihm noch mal ein Stück vom Schwanz abgeschnitten und füttern ihn damit!"
(Zeichnung von Olaf Gulbransson [1873-1958], in "Simplicissimus", Heft 12 vom 22.06.1931)
(Leonard Cohen: "Dance Me To The End Of Love", aus dem Album "Various Positions", 1984)
Dance me to your beauty with a burning violin
Dance me through the panic till I'm gathered safely in
Lift me like an olive branch and be my homeward dove
Dance me to the end of love
Oh, let me see your beauty when the witnesses are gone
Let me feel you moving like they do in Babylon
Show me slowly what I only know the limits of
Dance me to the end of love
Dance me to the wedding now, dance me on and on
Dance me very tenderly and dance me very long
We're both of us beneath our love, we're both of us above
Dance me to the end of love
Dance me to the children who are asking to be born
Dance me through the curtains that our kisses have outworn
Raise a tent of shelter now, though every thread is torn
Dance me to the end of love
Dance me to your beauty with a burning violin
Dance me through the panic till I'm gathered safely in
Touch me with your naked hand or touch me with your glove
Dance me to the end of love.
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Anmerkung: Leonard Cohen sagte in einem Interview über diesen Song: "(...) that came from just hearing or reading or knowing that in the death camps, beside the crematoria, in certain of the death camps, a string quartet was pressed into performance while this horror was going on, those were the people whose fate was this horror also. And they would be playing classical music while their fellow prisoners were being killed and burnt. So, that music, 'Dance me to your beauty with a burning violin', meaning the beauty there of being the consummation of life, the end of this existence and of the passionate element in that consummation."
Mehr muss ich zu diesem Lied nicht schreiben - vielleicht mit Ausnahme des schnöden Hinweises, dass es sich bei dem verlinkten Video nicht um die Originalversion aus dem Jahr 1984 handelt, sondern um eine wesentlich intensivere Neuaufnahme, die Leonard Cohen vor noch nicht allzu langer Zeit eingespielt haben dürfte.

Der Kapitalismus mit seinem Drang nach und seinem Zwang zu mehr und mehr und immer mehr ist eine absurde Quatschveranstaltung, die die Majorität seiner Insassen in Stupidität und Armut schickt. Woher ich das habe? Aus dem berüchtigten Linksblatt Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Im Kapitalismus ist nicht immer Weihnachten, und schon gar nicht für alle, aber Weihnachten ist immer ganz besonders viel Kapitalismus. Zu keinem Anlass wird mehr sinnloses Zeug angeboten und gekauft, und das will etwas heißen, schöpft doch die Wachstumswirtschaft ihr Wachstum ohnehin vor allem daraus, dass sie in Menschen Wünsche nach Dingen weckt, von denen die zuvor noch gar nicht wussten, dass sie sie jemals hegen würden", benennt Harald Welzer den Dreh- und Angelpunkt der "spätkapitalistischen Absurditätskultur" (...).
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Anmerkung: Dieser Text ist ein wundervoller "Gärtner der Woche" zur rechten Zeit. Der völlig bescheuerte Weihnachtswahn hat seinen diesjährigen Zenit noch lange nicht erreicht, nervt mich aber bereits jetzt so dermaßen, dass ich es schlichtweg nicht mehr ertrage, diese grenzdebilen "Kauf mich!"-Befehle überall um mich herum, denen ich kaum mehr entgehen kann, auch nur zu sehen, ohne brutale und sehr unschöne Gewaltfantasien zu bekommen. Das ist zwar das ganze Jahr über nicht anders, nimmt jetzt aber doch noch extremere Formen an, die auch für halbwegs werberesistente Menschen mit rudimentär funktionstüchtigen Gehirnen eine üble Schmerzgrenze überschreiten.
Welche Auswirkungen mag dieser finstere Reklameterror wohl auf die bereits Verarmten in diesem Land haben, die - ganz egal ob sie den dahinter stehenden kapitalistischen Schwachsinn erkennen oder nicht - gar nicht mehr in der Lage sind, auch nur kleinste Teile dieses beworbenen Tands zu kaufen, selbst wenn sie es wollten? Diese Frage wird noch drängender, wenn man die Strategie dahinter erkennt, die da lautet: "Du kannst Deine Wertschätzung gegenüber Deinen Liebsten nur dadurch zeigen, indem Du ihnen an Weihnachten möglichst teure Geschenke machst!" Ebenso ist die Umkehrung gültig: "Wenn Du Deinen Liebsten keine oder nur billige (beispielsweise selbstgemachte) Geschenke machst, drückst Du damit Deine äußerste Geringschätzung aus."
Dieses kapitalistische Absurdistan ist unsere tagtägliche Realität, und sie wird gerade an Weihnachten so überdeutlich und ins Schrille überspitzt, dass es schon eines bösen Willens oder der totalen Verblödung bedarf, um es nicht erkennen zu wollen oder zu können. Trotzdem wirkt der eingeimpfte, perverse Mechanismus - auch bei mir - immer noch. Ich ertappe mich schon jetzt dabei, wie ich mir - trotz besseren Wissens - einige "Ausreden" zurechtlege, mit denen ich am 24.12. möglichst plausibel erklären kann, wieso ich so unverschämt bin und es wagen kann, bei der Familie ohne materielle Geschenkkörbe aufzukreuzen.
Was hat dieses furchtbare kapitalistische System bloß aus den Menschen gemacht? - Und ein Ende des Wahnsinns ist nicht einmal ansatzweise irgendwo absehbar, ganz im Gegenteil.
Der Text des Herrn Gärtner geht freilich noch viel tiefer und weiter und beschränkt sich nicht bloß auf das groteske, pseudo-weihnachtliche Jahresfest des Konsumismus - ich lege ihn Euch allen auch diesmal sehr nah ans Herz. Auch dieses Jahr müssen Millionen von Menschen mitten in Deutschland auch im Dezember mit weniger als 400 Euro auskommen und davon alles bezahlen - inklusive der "Festtage der Liebe". Die rauschenden Feste, überbordenden Schlemmermahle und wilden Geschenkorgien in den Armenwohnungen unserer Städte und Dörfer können wir uns alle hoffentlich halbwegs bunt ausmalen.
Mir geht angesichts dieses Werbeterrors und offensichtlich bei so vielen unsrer stumpfen ZeitgenossInnen noch immer wirkenden Kaufwahns nicht einmal mehr ein sarkastisches "Fröhliche Weihnachten!" von der Hand. 374 Euro abzüglich Strom, abzüglich Telefon/Internet, abzüglich Lebensmittel und was man eben so braucht im Monat zu einem "menschenwürdigen Leben" = Weihnachten 2013 für Millionen in Deutschland. Für "Fröhlichkeit" - in welcher Form auch immer - ist da kein Platz in einer kapitalistischen Gesellschaft.
Die "Krone der Schöpfung" ist wohl eher ein fieses, starkstromführendes Stachelhalsband ihrer selbst.

Auf einer "Souveränitätskonferenz" mimen Rechtspopulisten eine Debatte über Familienpolitik. Tatsächlich übertreffen sich die Referenten aber nur gegenseitig mit kruden Thesen. Thilo Sarrazins Auftritt wirkt da fast schon harmlos.
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Anmerkung: Thilo Sarrazin mit steil emporgerecktem Zeigefinger vor einem schwarz-weiß-roten Hintergrund - das einführende Foto zu diesem n-tv-Artikel könnte plakativer kaum sein. Wenn man den Text allerdings komplett liest, wirkt der oben zitierte Teaser schon extrem unpassend, fast schon irreführend - denn was dort über Sarrazins Rede auf dieser ominösen Tagung berichtet wird, ist alles andere als "fast harmlos". Nur ein Beispiel von mehreren: Der SPD-Genosse mit tiefbraunem Anstrich versteigt sich beim Thema Migration und deutscher Sozialstaat laut n-tv zu der Aussage: "Kein Einwanderer soll in den ersten zehn Jahren seines Aufenthalts in Deutschland staatliche Hilfen bekommen - auch keine Sozialhilfe. Nichts."
Eine wahrlich "harmlose" Forderung, lieber n-tv-Autor Ehrich. Der Kleine mit dem Triefauge will sicher nur spielen und meint das alles gar nicht so ernst, oder wie sollen wir das sonst verstehen? Allein dieser eine Satz Sarrazins ist bereits ein eindeutig rassistischer, menschenfeindlicher, geradezu faschistoider Angriff auf das Grundgesetz, wie er selbst von derzeitigen NPD-Funktionären kaum öffentlich in die lädierte Welt gebrüllt wird. Es ist geradezu eine Wohltat, dass dieser Rassismus im Artikel im Anschluss zumindest inhaltlich bloßgestellt wird - allerdings ohne ihn tatsächlich beim Namen zu nennen.
Auch vermisse ich in diesem Text - wie immer in den Mainstreammedien - den Hinweis darauf, dass rechtspopulistisches, rassistisches Undenken längst Einzug gehalten hat in die Politik der neoliberalen Bande. Wie dieser Staat - egal ob unter Rot-Grün, Schwarz-Rot oder Schwarz-Gelb - beispielsweise mit Asylsuchenden umgeht, müsste jedem Bürger dieses Landes auf der Stelle die blanke Schamesröte ins Gesicht treiben oder ihn gleich vor Entsetzen erblassen lassen. Derlei Beispiele gibt es viele - im Blog "Hinter den Schlagzeilen" hat der Autor Holdger Platta dazu gerade wieder einen zweiteiligen, aufklärerischen Text veröffentlicht (hier und hier).
Solche Zusammenhänge verschweigt n-tv den Menschen in schöner Eintracht mit sämtlichen anderen Mainstreammedien konsequent - und führt statt dessen die offizielle Propaganda vom "freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat" fort, indem ein bizarres "Asyl-Paradies Deutschland" gezeichnet wird: "Wie ernst die Lage [für Schwule in Russland] ist, zeigt, dass die Bundesrepublik in diesem Jahr erstmals einem schwulen Russen Asyl in Deutschland gewährt hat." - Aha - na, dann ist ja alles in Ordnung in Deutschland und wir müssen bloß die wenigen verwirrten Rechtsextremen im Auge behalten, die zu solchen Tagungen anreisen, um die ebenso verwirrten, letztlich aber "harmlosen" Hetztiraden von Leuten wie Sarrazin und anderen zu hören - so lautet das offizielle Fazit der staatlich gestützten Propaganda. Der extreme, weiter fortschreitende und von interessierter Seite sehr gewollte Rechtsdrall des kompletten politischen Systems und gesellschaftlichen Bewusstseins in diesem Land wird medial weder thematisiert, noch überhaupt rudimentär wahrgenommen. Statt dessen wird sogar immer wieder von einer "Sozialdemokratisierung" gerade der Union schwadroniert - vermutlich solange, bis auch der letzte noch Selberdenkende das Schwarze für ein blendendes Weiß hält.
Was ist nun bizarrer: Eine krude Tagung mit 600 Besuchern in der Provinz, auf der widerwärtige, alte braune Reden geschwungen werden - oder ein kompletter, riesiger Medienapparat mit Millionen von Leser- und ZuschauerInnen, der zwar über jene 600-Besucher-Veranstaltung mehr oder weniger kritisch berichtet, nicht aber über ganz ähnliche Tendenzen und Entwicklungen im politischen und gesellschaftlichen Mainstream?
Für mich ist die Antwort eindeutig - und einmal mehr äußerst erschreckend. Der "Mut zur Lüge" ist nicht bloß in der Provinz weit verbreitet in diesem bis auf die Knochen verkommenen Staat.

(Zumindest an den Farben erkennen wir einmal mehr die Gesinnung.)
(Mike Batt: "Zero Zero", 1982)
Anmerkung: Dieses weitgehend unbekannte Rock-Pop-Musical von Mike Batt aus dem Jahr 1982 möchte ich wirklich jedem nahelegen. Es ist in mehrfacher Hinsicht völlig einzigartig: Mike Batt ist hier die - auch wenn es sich völlig unglaubwürdig anhört - musikalische Fusion von simpler Synthie-Pop-Musik der 80er Jahre mit der Rockmusik dieser Zeit und der avantgardistischen sinfonischen Musik der Postmoderne gelungen. Wahrscheinlich ist genau das auch der Grund für den kommerziellen Misserfolg dieses grandiosen Werkes. Ich werde jedenfalls seit so vielen Jahren nicht müde, es immer wieder anzuhören und gerade die krassen musikalischen Gegensätze, die hier brutal und ungefiltert aufeinander treffen, zu genießen. Es ist immer wieder ein Genuss, die einfachen Themen und Melodien der wenigen Pop-Songs in den oft langen Zwischensequenzen vom Orchester in wahnwitzigen, oft überraschenden Variationen wiederholt und interpretiert zu bekommen.
Dabei gibt es musikalisch immer wieder Neues zu entdecken, auch wenn die erzählte dystopische Geschichte vom grauenhaften, totalitären Überwachungsstaat, in dem alle menschlichen Emotionen als "psychische Krankheit" gelten, strikt verboten sind und bei Entdeckung operativ "behandelt" werden, auch schon 1982 so neu nicht war. Das Stück hat dennoch das Potenzial zum Jahrhundertwerk - und muss als gewichtiger Meilenstein der Musik betrachtet werden.
Dasselbe gilt für die grandiose filmische Umsetzung, die - wer weiß, wie lange noch - auf youtube frei verfügbar ist. Der Komponist war auch hier maßgeblich als Darsteller, Autor und Regisseur beteiligt. Schaut und hört euch das bitte an - es ist ganz, ganz große Kunst, die - wie das bedrückende, äußerst aktuelle Thema schon vermuten lässt - selbstredend kein Happy End hat.

Dieses Wirtschaftssystem tötet, sagte Papst Franziskus. Und das ist besonders für jene "christlichen" Parteien peinlich, die eben dieses Wirtschaftssystem beständig fördern und ausbauen. Aber was kann man tun, um das mörderische System durch ein besseres zu ersetzen?
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Anmerkung: Das Problem des "Schuldgeldes" ist ein zwar wichtiges, aber dennoch nur sekundäres Problem in der ganzen stinkenden Suhle des Kapitalismus. Selbst wenn man heute auf einen Schlag dieses Geldsystem samt dem Zins und Zinseszins abschaffte, bliebe die pervertierte Ungleichverteilung eben nicht nur von Finanzvermögen, sondern auch von Land-, Immobilien- und Produktionsstättenbesitz, von "Edelmetallen", teurer Kunst, Schmuck und vielem anderem Tand sowie natürlich auch die gegebenen Macht- und damit auch Korruptionsstrukturen unverändert erhalten.
Eine solche strukturelle, systemimmanente Dissonanz, wie sie der Kapitalismus logischer Weise in immer kleiner, dafür aber immer reicher werdenden Kreisen unausweichlich produziert, muss auch strukturell gelöst - also "harmonisiert" - werden. Und das geht nicht ohne eine strikte Enteignung der Superreichen und eine Rückführung ihres geraubten Reichtums (selbstredend inklusive aller Ländereien, Immobilien etc.) in den Besitz aller Menschen und eine ersatzlose Streichung sämtlicher Privilegien dieser ruchlosen Bande.
Anlässlich der dann fälligen Neu- bzw. Umverteilung des Reichtums an alle Menschen muss natürlich auch das Geld- und Bankensystem - ebenso wie das gesamte auf der Generierung von absurdem Profit basierende Wirtschaftssystem - in eine neue, der Menschheit und der Natur dienende, Form umgebaut werden.
Irgendeinen Gott braucht es dazu indes nicht - den barbarischen und rein menschlichen Teufel des Kapitalismus können und müssen wir Menschen ganz allein dahin jagen, wohin er bereits seit so vielen Jahrhunderten gehört: Hinab in die (heute noch immer überwältigend große) Abteilung der Menschheits-Bibliothek mit dem wunderbaren Namen "Grotesken, Verirrungen und furchtbare Verbrechen der menschlichen Geschichte". Dort finden dann hoffentlich sowohl der Kapitalismus, als auch die Religionen samt ihren Kirchen endlich ihre gemeinsame, ewige Ruhestätte. Requiescant in pace.
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Gut erzogen

Baronin: "Ihr Pfarrer, Frau Gräfin, hat aber eine gute Art, dem Volke das christliche Dulden zu predigen." — Gräfin: "Nur die Folge einer guten Erziehung, meine Liebe. Ich habe ihn, als er noch Hauslehrer bei uns war, immer bei den Bedienten schlafen lassen."
(Zeichnung von Hans Gabriel Jentzsch [1862-1930], in "Der Wahre Jacob", Nr. 365 vom 17.07.1900)