Die gute Nachricht (1): Sowohl Lapuente, als auch Berger schicken ihre Blogs ins Nirwana. Kleinbloggersdorf atmet erleichtert auf.
Die schlechte Nachricht (1): Beide machen, gemeinsam mit Wellbrock, in einem neuen Blog weiter. Kleinbloggersdorf stöhnt und ächzt.
Die gute Nachricht (2): Es wird dadurch etwas weniger "sozialdemokratische", kapitalismusfreundliche Verbrämungen und (hoffentlich) endlich auch regelmäßig kritische Kommentare für die dünnen bzw. dünnflüssigen Gehirnfürze Lapuentes geben. Kleinbloggersdorf reibt sich freudig die Tippgriffel.
Die schlechte Nachricht (2): Das Eso-Blog "Jenseits der Realität" ist noch immer nicht in einem Schwefelblitz vom Teufel in die Zombiehölle geweckt worden. Kleinbloggersdorf zieht verzweifelt einen Exorzisten zu Rate, der jedoch an der Kommentarzensur der Esos scheitert. Platta schreibt seitenlange Mails zur Erklärung, während er Faulfuß oral befriedigt.
Die gute Nachricht (3): Andy Bonetti lebt und säuft noch. Kleinbloggersdorf spendiert ein Fass Pralinskis Mädchentraube von 1984 (einem äußerst erquicklichen Jahrgang).
Die schlechte Nachricht (3): Charlie lebt auch noch. Kleinbloggersdorf flieht geschlossen und voller Entsetzen zum Mond. Epikur, Dennis82 und das greise Pantoffeltier begehen auf der Flucht kollektiv Selbstmord. Der Kiezneurotiker kommentiert: "Im Borgwürfel trinkt man Kaffee und diskutiert die Bundesliga. Bundes. Liga. Who the fuck is Charlie?"
(to be continued ...)
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(Kleinbloggersdorf in der guten, alten Zeit vor dem großen Exodus - selbstverständlich ohne die vegane Kampffront der Esos, die am Katzentisch Gras, Löwenzahn und leckere Lichtnahrung serviert bekam.)
(Ernest Bloch [1880-1959]: "Schelomo. Hebräische Rhapsodie für Cello und Orchester" aus den Jahren 1915/16; Cello: Jan Vogler, Frankfurt Radio Symphony Orchestra, Leitung: Eliahu Inbal, 2016)
Gerade eben habe ich mich erst über das menschenfeindliche Rechtsverständnis der US-amerikanischen Justiz ausgelassen - und schon kotet auch das deutsche Verfassungsgericht einen Beschluss in die Welt, der den Parteifunktionären aus Orwells "1984" ein süffisantes Grinsen ins Gesicht zaubert. Das oberste deutsche Gericht stellt fest:
Bei Demonstrationen mit Ausschreitungen darf die Polizei im Zweifel auch unschuldige Protestierer mit einkesseln.
Es lässt sich leicht ausmalen, wie dieser hanebüchene Freibrief vor Ort von den Staatsschergen umgesetzt wird:
Bullenchef: Hömma, Horst, schickma 'n paar Kollegen in Zivil zu dem Mob da drüben. Die solln sich 'ne Serviette vor die Fressleiste binden und 'n paar Wattebäusche zu uns rüber schmeißen, dann können wir dat ganze linke Pack einkesseln und den ganzen Tag hier festsetzen. Wachtmeister Horst: Klaro, Chef, machen wir ja immer so. Wir dürfen unsere schönen neuen Schlagstöcke aber doch trotzdem noch einsetzen, oder? Wir haben doch so lange an den doofen Strohpuppen geübt ... Bullenchef: Ach, da werden sich bestimmt Anlässe finden lassen, keene Sorge.
Wer eine solche "Einkesselung" durch vermummte, oft gewaltbereite und auf Eskalation gebürstete "Einsatzkräfte" noch nie erlebt hat, dem sei gesagt, dass das zutiefst entwürdigend und oft beängstigend ist und in der Regel auch deutlich länger als die im Bericht genannten fünf Stunden dauert. Wer in dieser Zeit aufs Klo muss, hat Pech - Toiletten gibt es in einem Polizei-"Kessel" nicht. Wer hungrig oder durstig wird, ist ebenso auf verlorenem Posten.
Ein paar staatlich gesteuerte Provokateure reichen aus, um eine ganze Menschenmenge - nun auf vollkommen "legale" Weise - daran zu hindern, von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch zu machen und sie obendrein zu schikanieren. Es ist schon eine tolle Sache, in einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat leben zu dürfen, dessen höchstes Gericht kein Problem mit dem offensichtlich verfassungswidrigen Hartz-Terror hat, dafür aber den militärisch auftretenden Staatsschergen, die sich selbst zumindest vor Jahrzehnten noch als "Freund und Helfer" (*glucks*) bezeichneten, ausdrücklich gestattet, die überwiegende Mehrheit der Unschuldigen zu drangsalieren. Das ist konsequent. Das Prinzip des "Agent Provocateur" ist auch den Richtern selbstverständlich bekannt.
Mein Gehirn gibt zu dieser Farce nichts weiter her. Die Mehrheit der Deutschen dürfte in ihrer gewohnten Niedertracht und Dummheit ohnehin nichts Verwerfliches an diesem Beschluss finden. Ich habe mir zur gleichlautenden Meldung bei Zeit Online einige der gehirnquälenden Kommentare durchgelesen und danach beschlossen, dass es kaum etwas wohltuenderes für diesen durchgefickten Planeten gäbe als ein rückstandsloses Verschwinden der deutschen Dumpfbevölkerung.
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Mai
Der Revoluzzer fühlt sich stark.
Der Reichen Vorschrift ist ihm Quark.
Er feiert stolz den ersten Mai.
(Doch fragt er erst die Polizei.)
Ich liebe die Sonne
Und von den Menschen zwei, drei,
Gott reißt mich am Haar,
Ich lebe entzwei.
Der Strahl küsst meine Hand,
Ich darf ihn nicht fragen
Und er will mir nichts sagen -
Wer kennt sein Land?!
Ich kenne den Ausgang,
Den Feuerwald seiner Geburt,
Aber noch darf ich nicht nahen
Der fließenden Flamme,
Fern ist mein Weg der einmündenden Furt.
Bergen kann sich die Otter in Grotten,
Ein jeder Feigling kann sich vergotten -
Ich falle zur Tiefe, von Grat zu Grat,
Die Gebirge entweichen, ich sinke ins Meer,
Aber mich fasst kein Abgrund,
Ich tode endlos im Schacht.
(Albert Ehrenstein [1886-1950], in: "Briefe an Gott. Gedichte in Prosa", 1922)
Anmerkung: Im Nachwort zur Neuausgabe dieses Bandes im Suhrkamp-Verlag schreibt der Herausgeber Jörg Drews: "Den 'Dichter der bittersten Gedichte deutscher Sprache' hat ihn Kurt Pinthus genannt, und das trifft nicht nur die Thematik, sondern auch die Sprache in ihrer selbstzerstörerischen Schärfe und Unruhe, die es nie zu gemeinsamem, lyrischem Wohllaut kommen lassen. - 'Ich weiss, dass ich eine Nachtigall bin, die ihr Elend singt', sagte Ehrenstein von sich selbst."
Über das staatsterroristische Konzept der "Pre-Crime" habe ich mich schon öfter ausgelassen, zuletzt im Oktober dieses Jahres. Nun haben unsere amerikanischen Freunde jenseits des Atlantiks wieder einmal ein bewegendes Beispiel für diesen Irrsinn abgeliefert: Ein religiös verwirrter, offenbar psychisch kranker 22Jähriger soll einen Anschlag auf das Kapitol in Washington geplant haben und ist dafür von einem Bundesgericht zu einer Haftstrafe von 30 Jahren und zusätzlicher lebenslanger Bewährung nach der Verbüßung dieser Haftzeit verurteilt worden.
Mir bleibt angesichts einer solchen, geradezu kafkaesken Meldung die Spucke weg - nur mühsam kann ich einige Sätze herausstammeln. Niemand weiß, ob der Jüngling seine angeblichen Pläne auch tatsächlich in die Tat umgesetzt hätte; und selbst wenn er diesen kriminellen Weg gegangen wäre, hätte das Unterfangen angesichts der extremen Bewachung des Kapitols vermutlich schon an den äußeren Wachposten scheitern müssen. Selbst wenn der Mann tatsächlich ernsthafte Anschlagspläne verfolgt haben sollte - woran laut den verfügbaren Berichten erheblicher Zweifel besteht -, ist ein solches Urteil eine perverse, groteske Farce, die man vielleicht einer fiesen Diktatur zurechnen könnte, aber gewiss nicht einem "freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat".
Es ist offensichtlich, dass es sich hier um ein politisches Urteil handelt, mit dem einmal mehr ein "Exempel statuiert" werden soll - selbst in den USA wird ansonsten kein Mensch aufgrund irgendwelcher Anschlagspläne, die sich beispielsweise gegen Schwarze oder Homosexuelle richteten, derartig drakonisch verfolgt und verurteilt. Es ist gruselig genug, dass inzwischen - nicht nur in den USA - irgendwelche Pläne bereits ausreichen, um einen Menschen zu kriminalisieren und fast lebenslang in den Knast zu stecken, und zwar unabhängig davon, wie realistisch jene Planungen auch gewesen sein mögen.
Es gab mal eine Zeit, in der musste - zumindest theoretisch - eine Straftat noch begangen und nachgewiesen werden bzw. unmittelbar vereitelt worden sein, um einen Menschen strafrechtlich zu belangen. Heute reicht es schon aus, wenn ich hier beispielsweise schriebe, dass ich sehr gerne mal ins Kanzleramt schliche, um dem furchtbaren Merkelmonster ein Kilo Juckpulver in den Kragen zu schütten, um ins christlich-liberal-grün-sozialdemokratische Umerziehungslager verschleppt zu werden. Das hatten wir doch alles schon (mindestens) einmal ...
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Und es sind die finstern Zeiten
Und es sind die finstern Zeiten
in der andern Stadt.
Doch es bleibt beim leichten Schreiten
und die Stirn ist glatt.
Harte Menschheit, unbewegt,
lang erfrornem Fischvolk gleich!
Doch das Herz bleibt schnell geregt
und das Lächeln weich.
Vor einer Woche hat Sahra Wagenknecht, die "Ikone" der Linken verhinderten Sozialdemokraten nicht nur in Kleinbloggersdorf, einen Gastbeitrag bei n-tv veröffentlicht. Dort lässt sie sich unter dem Titel "Die Einschläge kommen näher: Warum die Rechte profitiert" vornehmlich darüber aus, dass über ihren zurückliegenden Redebeitrag zur "Lage der Nation" im Bundestag von den Massenmedien in weiten Teilen falsch bzw. verzerrend berichtet wurde. In diesem Punkt stimme ich der Dame ausdrücklich zu und es ist durchaus fair, dass n-tv ihr diese Möglichkeit der Gegendarstellung bzw. Korrektur eingeräumt hat.
Ich habe mir nun einmal die Mühe gemacht, jenseits der Medien- und Koalitionskritik in diesem Text nach den Positionen zu suchen, die Frau Wagenknecht dem kapitalistischen Katastrophenkurs entgegenstellt. Die Ausbeute ist leider äußerst überschaubar, denn sie beschränkt sich im wesentlichen darauf, dass die neoliberale Bande den Sozialstaat zerstört hat, während die Linkspartei ihn erhalten und wieder stärken will - konkret wird hier lediglich der Begriff "Arbeitnehmerrechte" genannt. Mehr "Alternativen" gibt dieser Text nicht her: Wenn also die "Arbeitnehmerrechte" wieder gestärkt würden, befände sich die Politik laut Wagenknecht auf einem guten, "alternativen" sozialpolitischen Kurs.
Dieser Text beschreibt - freilich absichtslos - das ganze hirnverwesende Dilemma der Linkspartei, die sich sowohl im korrupten politischen System, als auch im Kapitalismus längst eingerichtet hat und sich nicht einmal mehr gedanklich mit den so dringend - dringend! - notwendigen systemischen Alternativen beschäftigt. Mir ist schon klar, dass ein solcher Gastartikel in der Mainstreampresse nicht geeignet ist, um umfassende Gegenentwürfe zu skizzieren - dass der Frau aber neben den "Arbeitnehmerrechten" allen Ernstes nicht ein ganz kleines bisschen mehr - womöglich gar ein Fitzelchen Systemkritik - eingefallen ist, stellt ein flammendes Fanal dar, das den Vergleich mit ähnlichen dümmlichen Gehirnfürzen von CDU, CSU, SPD und den Grünen wahrlich nicht zu scheuen braucht.
Natürlich hat Wagenknecht recht, wenn sie die europaweiten Erfolge der Rechtsradikalen wesentlich auf die kapitalistische, menschenfeindliche Politik der vergangenen Jahrzehnte zurückführt - umso erschütternder ist es ja, dass sie selbst keinerlei systemischen Alternativen anzubieten hat, sondern lediglich, wie gewohnt, an den sozialen "Stellschrauben" herumdoktern möchte. Die Frau ist intelligent genug um zu wissen, dass der Kapitalismus zyklisch verläuft und dass die Verlagerung der sozialen Verwerfungen in ferne Länder, die vor 50 Jahren hierzulande noch die lächerliche Illusion des "steigenden Wohlstands für alle" geschaffen hat, heute nicht mehr funktionieren kann.
Ich empfehle, dem oben verlinkten Redebeitrag Wagenknechts aufmerksam zu folgen - wer darin irgendeine wie auch immer geartete Systemkritik entdeckt, gewinnt eine Waschmaschine und ein One-Way-Ticket ("erster Klasse") zum Mond, um sie abzuholen. Ich bin nicht sicher, ob diese Frau tatsächlich nicht bemerkt, dass sie und ihre Partei längst ein Teil der verfaulenden Farce sind, über die sie zu Beginn spricht, oder ob es sich auch hier schon um abwägendes Kalkül aus Partei- und Eigennutzinteresse handelt, wie es in der verkommenen neoliberalen Einheitspartei bekanntermaßen üblich ist.
Letztlich verhindern solche pseudolinke Parteien, die im parlamentarischen, korrupten Sumpf angekommen sind, die eigentlich anstehende Entwicklung neuer, sozialistischer Strukturen. Wer diesen Gedanken ein wenig weiter verfolgt, wird schnell auch bemerken, dass damit gerade heute, in der Endphase des kapitalistischen Systems, angesichts der menschlichen Dummheit fast zwangsläufig auch eine Stärkung der dumpfen Rechten einhergehen muss. Hätte sich die Linke zur Weimarer Zeit geschlossen zu einem antikapitalistischen Bündnis zusammengefunden, wäre der Naziterror womöglich ausgeblieben. Die SPD und andere Gruppierungen haben das damals erfolgreich verhindert, auch wenn Guido Knopp & Co. immer wieder gerne das Gegenteil behaupten und stattdessen der KPD den Schwarzen Peter zuschieben wollen. - Bekanntlich ist es anders gekommen. Gnade uns das Spaghettimonster, dass die Geschichte sich bitte nicht wiederholen möge.
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Ohne Titel
(Zeichnung von Jiří Georg Dokoupil [*1954] aus dem Jahr 1985, Tinte auf Papier, Groninger Museum, Niederlande)
(e.s.t. [Esbjörn Svensson Trio]: "Seven Days of Falling", live in Hamburg 2007, Original aus dem gleichnamigen Album, 2003)
Anmerkung: Vielen Dank an H. für den Tipp! - Ich habe anlässlich dieser Darbietung der schwedischen Musiker womöglich zum ersten Mal bewusst erlebt, wie ein gezupfter, "lässiger" Kontrabass zwischendurch zum - mit Streichbogen und Verzerrer (!) gespielten - Melodieinstrument mutiert. Das Stück ist grandios. Es ist ein Jammer, dass der Pianist Svensson, der im Video durch seine vehemente Mimik (was keineswegs abwertend gemeint ist) zuweilen ein wenig an eine Karikatur Til Schweigers erinnert, bereits 2008 bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Ich werde mich mit der Musik dieser Band noch eingehender beschäftigen, soviel steht fest.
(Wenn ich selbst am Piano sitze, sehe ich vermutlich zuweilen wie eine Karikatur Klaus Kinskis nach seinem Tod aus ...)
Bei Zeit Online war kürzlich ein Bericht zu lesen, der auf die jüngste Gesetzesänderung in Sachen weltweiter Überwachung und Staatsschnüffelei unserer amerikanischen Freunde hinwies. Dort heißt es:
[Die seit dem 1. Dezember 2016 gültige Neuregelung] besagt, dass jeder Amtsrichter in den USA dem FBI und anderen Bundesbehörden mit einem einzigen Durchsuchungsbeschluss erlauben kann, beliebig viele Computer in beliebigen Jurisdiktionen zu durchsuchen. Sprich: zu hacken. [Hervorhebungen nicht von mir.]
Die Information, dass (nicht nur) amerikanische Geheimdienste so etwas (und viel mehr) natürlich schon lange tun, ist allerspätestens seit Edward Snowdens Enthüllungen bekannt - allerdings wird im Zeit-Artikel darauf selbstredend nicht hingewiesen. Snowden gehört schließlich zu den "Bösen", so dass es dem Autor offenbar nicht erwähnenswert erscheint, auf die bislang auch in den USA illegale und dennoch gängige Praxis der "Dienste" aufmerksam zu machen, die nun nachträglich durch ein "freiheitlich-demokratisches" Gesetz legitimiert wird.
Natürlich wird auch hier die absurde Steinzeitkeule der "Kinderpornografie" angeführt - letztlich geht es in diesem staatlichen Überwachungswahnsinn aber lediglich darum, die dem Internetnutzer noch zur Verfügung stehenden Abwehrmöglichkeiten wie VPN, TOR oder anderweitige Verschlüsselung ganz einfach zu umgehen, indem staatliche Schadsoftware in großem Stil eingesetzt wird. Wer eine solche Malware auf seinem Rechner, Dumpf-Phone, Tablet etc. hat, ist für die "Dienste" ein offenes Buch - ganz egal, welche Anonymisierungs- und Verschlüsselungsversuche da seitens des Nutzers auch erfolgen mögen.
Außerdem ist es weiterhin möglich - was in den vereinzelten pseudo-empörten Berichten der Propagandapresse längst nicht mehr erwähnt wird -, dass mittels dieser Staatstrojaner das jeweilige Endgerät nicht nur lückenlos überwacht, sondern natürlich auch beliebig manipuliert werden kann, ohne dass dies nachweisbar ist. So lassen sich beispielsweise beliebige Dateien darauf speichern oder Aktionen ausführen, von denen der Nutzer überhaupt keine Kenntnis hat - der manipulativen Willkür der "Dienste" im scheindemokratischen, nun in den USA auch gesetzlich legitimierten Mäntelchen sind hier also Tür und Tor so weit geöffnet wie niemals zuvor.
Und wer glaubt, dass "Geheimdienste" aus anderen Ländern, in denen es so "fortschrittliche" Totalüberwachungsgesetze (noch) nicht gibt, sich von der illegalen Praxis fernhielten, sollte das verstaubte Märchenbuch über den Datenschutz, die Persönlichkeitsrechte und die informationelle Selbstbestimmung endlich aus der Hand legen und sich der bösen, kapitalistischen Realität stellen. Die korrupte Bande will die gläserne Bevölkerung, auch wenn sie dieses ersehnte Ziel so deutlich niemals öffentlich formuliert: Es ist längst in greifbarer bzw. ergriffener Nähe; und kein Popanz ist dämlich genug, um es zu vollenden.
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Die Verantwortlichen
(Lithographie von George Grosz [1893-1959] aus dem Jahr 1920, in: "Ecce Homo", Malik 1923; Verbleib des Originals unbekannt)
In sehr unregelmäßigen Abständen werde ich ab jetzt auch die gelegentlichen Ausbruchsversuche des Plattfußindianers Holdger P. in die Welt der feinen Künste unter dem Titel "Kastanien, oh ihr lieblichen Analkugeln (mit und ohne Stachelmantel)" begleiten. Echte LyrikerInnen kommen hier ja schließlich ebenfalls zu Wort. - Heute:
Stricher in Geldnot
Fünf Stricherjungen bücken sich
wie heiße Ruten der gekauften Wollust
auf dem Bahnhofsklo.
Ausblendend das grunzende Stöhnen der
fettleibigen Kundschaft, hört man sie leise rufen:
"Komm spritz, komm spritz, komm spritz bitte nur ins Gummi ...!"
Vor einigen Tagen war bei Zeit Online ein Beitrag zu lesen, der sich mit dem Buch "Neben uns die Sintflut" von Stephan Lessenich beschäftigt. Ich muss vorwegschicken, dass ich dieses Buch nicht gelesen habe und deshalb dazu nichts weiter sagen kann - hier geht es allein um den Text des Zeit-Autors Mathias Greffrath. Der beginnt seinen Bericht mit den Worten:
"Höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten, bessere Wohnungen, eine umfassende Sozialversicherung und so weiter – es ist keineswegs sicher, dass wir uns diese Dinge leisten können, wenn wir die Vorteile preisgeben, die wir aus der kolonialen Ausbeutung ziehen." So lautet schon 1945 der hellsichtige Befund von George Orwell. Er hat noch einige Gültigkeit, wenn man "Kolonialismus" durch den "globalisierten Kapitalismus" ersetzt. Der systemische Zusammenhang, in dem die einen gewinnen und die anderen verlieren, ruft immer wieder die Ungleichheitsforscher auf den Plan: nun den Soziologen Stephan Lessenich mit seinem Buch "Neben uns die Sintflut".
Das klingt, abgesehen vom Euphemismus des "globalisierten Kapitalismus", erst einmal vielversprechend, doch die kapitalismusfreundliche Zeitung geriete in arge Bedrängnis, wenn der Autor nicht bereits im nächsten Absatz mit dem üblichen Verwässern und Vernebeln begänne, indem er die logischen, zwingenden Folgen des Katastrophensystems kurzerhand zu "Nebenwirkungen" degradiert. Und so reiht sich auch in der Folge eine haarsträubende Dummheit an die nächste: Er referiert widerspruchslos, dass laut Lessenich beispielsweise die "Entwicklungshilfe" der westlichen Staaten aufgrund "korrupter Eliten" (wohlgemerkt: in den "Entwicklungsländern", nicht etwa in Deutschland oder den USA) nicht funktioniere, und versteigt sich gar zu der These, dass der "globalisierte Kapitalismus" unter anderem auch dazu geführt habe, dass sich "in den neu in den Weltmarkt eintretenden Ländern eine neue Mittelklasse [gebildet] und auch die Lage der Ärmsten [ein wenig] verbessert" habe.
So kann nur ein bornierter Schnösel argumentieren, der seine Schäfchen längst im Trockenen hat (oder zu haben glaubt) und fleißig-devot darum bemüht ist, das Katastrophensystem auf Teufel-komm-raus zu retten. In diesem Zusammenhang darf natürlich auch der hanebüchene Unsinn von der "überalterten Wohlstandsgesellschaft" nicht fehlen - ganz so als gebe es hierzulande keine zig Millionen Arme, Erwerbslose und Billigstlöhner, die händeringend nach Erwerbsarbeit bzw. einer etwas höheren Bezahlung suchten. Überhaupt findet sich im gesamten Text kein einziger Hinweis auf die Nutznießer dieses teuflischen Systems, nämlich die selbsternannte, superreiche "Elite" - als vermeintlich Schuldiger tritt wieder einmal das imaginäre Kollektiv aller westlichen BürgerInnen auf, das in seiner Gesamtheit "über die Verhältnisse anderer" lebe. Dieser lächerliche Trick ist so alt wie das Konzept der verdummenden Propaganda selbst, doch offensichtlich funktioniert er immer noch tadellos.
Selbstverständlich hat Greffrath auch die passenden Lösungen für dieses Dilemma zur Hand. Es sind freilich dieselben, seit Dekaden wieder und immer wieder vorgebeteten Floskeln und Mantras von der "politischen Regulierung": Man müsse ja nur hier und da einige Stellschrauben betätigen, und schon sei der Kapitalsmus - quasi über Nacht - das Paradies für alle Menschen:
Was helfen könnte, wird schon lange gedacht: eine Revision der Welthandelsordnung, eine behutsame Regionalisierung der globalen Produktion, eine Steuer auf Finanztransaktionen, eine globale Klimapolitik. Und weiter: ein technologischer Sprung ins solare Zeitalter im Süden, Konsumverzicht im Norden und wirksame globale politische Institutionen. Gesetze, Verträge und Erwartungsrevisionen. Politik.
Ich weiß einmal mehr nicht, ob der Mann diesen ausgemachten Blödsinn tatsächlich glaubt, den er da verzapft hat, oder ob er sich zuhause beim Sektschlürfen nicht doch dumm und dämlich bis zum Einnässen lacht, dass er so etwas allen Ernstes in einer als "seriös" bezeichneten Wochenzeitung - der "vierten Gewalt" [*glucks*] - veröffentlichen darf, ohne unter lautem Gelächter den Eselshut aufgesetzt und einen derben Tritt in den feisten Hintern zu bekommen.
Alternativen zum Kapitalismus finden selbst als Gedankenexperiment in diesem dauerhaften Albtraum längst nicht mehr statt - und in den (freigeschalteten) Kommentaren zu diesem unsäglichen Text findet sich nicht ein einziger Mensch, der das zu bemerken scheint oder auch nur am Rande andeutet. Wir befinden uns in der kapitalistischen Hölle und sämtliche Ausgänge sind nicht nur zugemauert, sondern zusätzlich mit Selbstschussanlagen und Minenfeldern versehen - auf dass auch ja niemand auf die ernsthafte, völlig abwegige Idee komme, das segensreiche Paradies verlassen zu wollen.
(In Flames feat. Emilia Feldt: "When the World Explodes", aus der DVD "Sounds from the Heart of Gothenburg", 2016; Original aus dem Album "Siren Charms", 2014)
I'm right here,
When the world explodes,
Try to remember these words,
When the world explodes!
In the darkest of nights,
You are my endless fire inside,
Across the waters and back to shore,
There's space in time, you guide me.
Afraid there's not much time,
Life's a matter of moments,
Face the truth that I cannot run,
I've always known.
So if I never get to say this to you,
You should still know, dry your eyes,
Find a stream that leads toward the water of the divine,
Come lay with me.
Face the truth that I cannot run,
I've always known.
So if I never get to say this to you,
You should still know, dry your eyes,
Find a stream that leads toward the water of the divine,
Come lay with me.
Anmerkung: Auch eine professionelle Opernsängerin hat zuweilen ein Faible für Metal - und ein Gespür für die untergehende Zeit.
Es ist wieder einmal an der Zeit, die Flucht in die literarische Welt anzutreten. Der amerikanische Autor George R.R. Martin, der heute einer Mehrheit vermutlich aufgrund der Verfilmung seines Fantasy-Epos' "Das Lied von Eis und Feuer" (TV-Titel: "Game of Thrones") bekannt ist, hat eine ganze Reihe von bemerkenswerten Science-Fiction-Romanen geschrieben, aus der ich heute einen herausgreifen möchte, der mich persönlich seit Jahrzehnten begeistert.
Ich zitiere aus dem Klappentext der deutschen Erstausgabe:
Worlorn, ein irrender Planet am Rande der Galaxis, über den sich bald die ewige Dunkelheit senken wird. Aber noch regt sich vereinzelt Leben in den bizarren, gigantischen Städten, die einst zum Ruhme der vierzehn Zivilisationen des Randes erbaut und dann aufgegeben wurden.
Eines Tages tauchen Männer von Hoch Kavalaan auf Worlorn auf. Sie führen ein fremdes Mädchen mit sich: Gwen Delvano, die ihren Körper keinem der Krieger verweigern darf. Weit entfernt von Worlorn besitzt Dirk t'Larien ein "Flüsterjuwel", in dem die Empfindungen seiner ersten großen Liebe gespeichert sind. So erreicht ihn der verzweifelte Hilferuf - jener Frau von Worlorn. Er begibt sich auf die Reise dorthin und ein Drama beginnt.
Eine Frau, die sich nicht entscheiden kann - ein Mann, der seine verlorene Liebe sucht - kavalaanische Krieger in ihrem furchtbaren Hass - erbarmungslose Ritualvorschriften und tödliche Duelle ... Dirk t'Larien muss flüchten: vor den gnadenlosen Jägern und vor seinen unerfüllten Träumen.
Wie so oft wird diese Kurzbeschreibung dem Buch in keiner Weise gerecht - auch wenn es sich hier tatsächlich "nur" um einen fantasievollen, äußerst melancholischen und fast schon lyrischen Roman im SF-Gewand handelt. Martin beherrscht wie kaum ein anderer die Kunst, scheinbar triviale Begebenheiten in eine überaus fesselnde Geschichte samt geradezu umwerfender Kulisse einzubinden. Die epische - um nicht zu sagen: "galaktische" - und freilich vergebliche Suche des Protagonisten nach seinen verlorenen Träumen spielt kunstvoll mit den literarischen Traditionen der Romantik (beispielsweise Eichendorff oder Novalis) und führt sie in perfekter Komposition mit der "neuen Sachlichkeit" der siebziger Jahre sowie der Science Fiction zusammen.
Ich habe das (in der Erstausgabe sehr klein und eng bedruckte) dreihundert Seiten starke Buch seinerzeit in einer einzigen Nacht durchgelesen und war danach noch tagelang gefangen in der einzigartigen, sehr melancholischen Atmosphäre dieser Geschichte - was gewiss nicht allein damit zu tun hatte, dass ich die ersten schmerzvollen Erfahrungen mit der "ersten Liebe" zu jener Zeit nur allzu gut kannte. Ich habe den Roman seitdem mehrfach wieder gelesen und noch immer genau dieselbe sehnsüchtig-bittere Faszination verspürt, die das geschilderte Szenario auf diesem langsam und unaufhaltsam ins ewige Dunkel des Alls driftenden Planeten in fast magischer Weise erzeugt. - Der Prolog beginnt mit den Worten:
Ein Einzelgänger war diese Welt, ein Wanderer ohne Ziel, von der Schöpfung ausgesetzt und im Stich gelassen. / Unzählige Jahrhunderte schon dauerte ihr Sturz, ein einsames, sinnloses Fallen durch den kalten, leeren Raum zwischen den Sonnen. Generationen von Sternen hatten sich in erhabenem Dahingleiten an ihrem trostlosen Himmel gezeigt. Nicht einem von ihnen gehörte sie an. Diese Welt war ganz und gar auf sich allein gestellt. In gewisser Weise war sie noch nicht einmal ein Teil der Galaxis; auf ihrem Sturzflug durchschnitt sie die galaktische Ebene wie ein Nagel, der durch einen runden, hölzernen Tisch getrieben wird. Sie gehörte nirgendwohin. / Und das Nirgendwo war zum Greifen nah.
Es mag jedem selbst überlassen bleiben, diese Passage - wie auch den gesamten Roman - als rein erzählende und beschreibende Geschichte zu begreifen oder sie metaphorisch zu deuten.
Angesichts des bald anbrechenden "Luther-Jahres" ist es nur recht und billig, die Thesen des Herrn Reformators einer etwas näheren Betrachtung zu unterziehen. Der Kollege Flatter hat vor knapp vierzehn Tagen mit einem kurzen Text und einigen weiterführenden Links ein hübsches Fundament geschaffen, das ich zur Lektüre sehr empfehle, auch wenn ich nicht allen Schlussfolgerungen zustimmen kann.
Nun war sogar in der ansonsten streng kapitalistisch, "arbeitsfetischistisch" ausgerichteten Zeit ein kritischer Text von Patrick Spät zu diesem Thema zu lesen, der zudem sinnigerweise im Ressort "Karriere" erschienen ist. Vielleicht haben einige Praktikanten der dortigen Online-Redaktion doch so etwas wie einen schrägen Humor. Der Autor haut jedenfalls einige treffende Schienbeintritte heraus, die so gar nicht zum kapitalistischen Horrormärchen "Sozial ist, was Arbeit schafft" des Schlips-Borg-Kollektives passen. Er beginnt gleich mit den Worten:
"Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen", predigte Martin Luther. Der Reformator wird als Freiheitskämpfer und Humanist gefeiert, doch abgesehen von seinem glühenden Antisemitismus war er auch ein glühender Arbeitsfanatiker. Ja, die Reformation befeuerte geradezu die moderne Lohnarbeit und den Kapitalismus. Denn "Müßiggang ist Sünde wider Gottes Gebot, der hier Arbeit befohlen hat", so Luther.
Das Stück ist leidlich informativ und für die Zeit geradezu revolutionär. Tatsächliche Religionskritik sucht man allerdings auch hier vergebens - darum geht es bei diesem Thema jedoch nicht in erster Linie. Die im letzten Absatz auftauchende, hirnzerkochende Passage: "Die Kirche und der Kapitalismus haben Jesus verraten. Der Protestantismus hat den Kapitalismus beflügelt und dabei die sozialrevolutionären Lehren Jesu entweder pervertiert oder schlichtweg verleugnet" kann man getrost ignorieren und nach der Lektüre trotzdem über mehr Informationen verfügen als zuvor.
Es wäre dringend an der Zeit, über die bösen Geißeln der Lohnarbeit, des pervertierten Privateigentums (insbesondere den Land- und Produktionsmittelbesitz sowie den absurden Superreichtum) und des widerwärtigen Untertanengeistes der breiten Masse endlich wieder kritisch zu reden - aber leider ist diese "freiheitlich-demokratische" Gesellschaft weiter von diesem Ziel entfernt als jemals zuvor. Dies illustrieren nicht zuletzt viele der Kommentare unter jenem Text, die man sich besser schenken sollte, wenn man nicht gerade Lust auf schlechte Laune oder schlimmeres hat.
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Spießers Stoßgebet
Ab heute bin ich Demokrat,
Schenk deine Gnade mir!
Gib einen König unserm Staat
Und ein hochprozentig Bier!
O Herr, ich will zufrieden sein,
Hab ich nur Hof und Haus!
Lass keinen mehr nach Bayern rein
Und wirf sie alle raus!
Ich will stets brav sein und human,
Hab Butter ich und Speck -
Was andere am Volk getan,
Das schert mich einen Dreck!
O Herr und Gott, beschütze mich
Vor Hagel, Sturm und Brand
Und entnazifiziere mich
Fürs neue Vaterland!
Dann werde treu ich dienen dir,
Wie ich's für Hitler tat -
Im Königreich, beim bayrisch' Bier,
Als echter Demokrat!
(Th. Miegler: "Spießers Stoßgebet", in: "Der Simpl", Nr. 4 vom Mai 1946)
Mein Lieblingssatiriker Stefan Gärtner hat mal wieder seine intellektuellen Muskeln spielen lassen und sich über einen Text einer gewissen Carolin Emcke aus der Süddeutschen ausgelassen, der an Dummheit und Bräsigkeit kaum mehr zu überbieten ist. Ich verlinke den Schmonzes aus Bayern nicht, da die Süddeutsche BenutzerInnen von Reklame-Blockern inzwischen konsequent aussperrt und sich somit selbst ins digitale Abseits begibt. Wer keine Lust hat, sich blinkende Desinformationen zu irgendwelchen Damenbinden, Klopapieren oder Dumpf-Phones anzusehen, während er sich auf der verzweifelten Suche nach den Resten des Journalismus' befindet, ist auf den Qualitätsseiten aus Bayern nicht mehr willkommen. So soll es sein!
Der Gärtner liest den Quatsch wohl nicht online, so dass er ihn auch nicht verlinken muss. Er schreibt - und ich feiere ihn einmal mehr für seine böse, süffisante Note:
Es ist ein schöner Beruf, den die Carolin Emcke da hat: In der Welt herumfahren, Bücher lesen und dann die richtigen Fragen nicht und die falschen Fragen so gymnasial stellen, dass der liberalen Kundschaft, die die Antworten auf gar keinen Fall wissen will (und von dramatischen Transformationen auch immer zuletzt betroffen ist), der Samstagsspaziergang nicht vergeht. Dass für derlei windelweiches Gemurkse kostbares Altpapier verbraucht wird: das muss – für Frieden und Kapitalismus! – die Freundschaft aushalten.
Es lohnt sich sehr, den Text in Gänze zu lesen - alldieweil der Autor ausgiebig aus dem reklamezensierten Text zitiert, so dass man gar nicht nach Bayern klicken muss, um sich die Haare zu raufen. Er hat gar nicht viel dazu geschrieben - seine kurzen Anmerkungen zwischen den Zitaten reichen aber völlig aus, um die Propagandapredigt der Kapitalismusfreundin Emcke in genau die lächerliche Kindergartenecke zu rücken, in die sie gehört.
Ein Musik- und Literaturwissenschaftler auf der heiteren Odyssee bzw. vergeblichen Suche nach dem Humanismus.
Ich verstehe dieses Blog weder als "links", noch als "linksliberal" - es versucht, schlicht der Logik zu folgen, sucht die oft verschleierte Wahrheit und landet daher fast zwangsweise immer wieder in sozialistischen Regionen, in die es nie wollte. Die Logik lässt sich nicht so leicht austricksen wie es der interessengeleitete menschliche Geist tut.
Dennoch gilt auch weiterhin Spocks weiser Spruch: "Logik ist nur der Beginn aller Weisheit - und nicht ihr Ende."
Der Blogbetreiber stellt sich vor - auf dass NSA, "Verfassungsschutz", BKA und so viele andere nicht mehr so ausufernd suchen müssen:
Facebookfreie Zone
Das gilt selbstredend auch für alle anderen Datenkraken und "sozialen Netzwerke".
Statt Facebook lieber Ghostery :-)
Dieses kleine, kostenlose Plugin gibt's für alle gängigen Browser - macht es den Werbefuzzis und Überwachungsfetischisten doch wenigstens ein bisschen schwerer, Euren Spuren im Netz zu folgen ...